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Literaturpreise
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Literaturpreise

Hans-im-Glück-Preis der Kreisstadt Limburg a.d. Lahn für Jugendliteratur

Kategorie: sprachlich und formal anspruchsvolle Romane und Erzählungen aus dem deutschen Sprachraum für jugendliche Leser und Leserinnen
Land: Deutschland

Preis:

DM 5.000

Der Hans-im-Glück-Preis wurde im Jahre 1977 von dem Schriftsteller Hans-Christian Kirsch zusammen mit seiner Frau als Jugendbuchpreis gestiftet. Als eine Art "Opfer an die Götter" empfanden die beiden damals den Hans-im-Glück-Preis für Anfänger unter den Jugendbuchautoren und -autorinnen, den sie selbst jährlich mit 2.000,00 DM, einem Westerwälder Krug und insbesondere einer Woche Schreibklausur oder lektoraler Betreuung in ihrem Haus in Nomborn im Westerwald inklusive Kost und Logis ausstatteten. Der Name "Hans im Glück" deswegen, weil Hans im Glück seine Glücksgüter bedenkenlos und glücklich verschenkte. Er sorgte in dieser Welt für einen Ausgleich zwischen denen, die per se glücklich sind und denen, die fürs Glück noch einen kleinen Schubs brauchen. Schriftsteller sind in der Regel auf diesen Schubs angewiesen.

Die Initiative für die erste Ausschreibung des Hans-im-Glück-Preises entsprang der Erfahrung, wie schwer es im Literaturbetrieb gerade jungen bzw. unbekannten Autoren gemacht wird, sich mit ihren ersten Veröffentlichungen durchzusetzen. Die Verlage bevorzugen die Zusammenarbeit mit arrivierten Stammautoren, die allein schon durch ihre bekannten Namen einen gewissen Absatz der Bücher garantieren.

So wurde der Hans-im-Glück-Preis, der vom Jahr 1978 an jährlich vergeben werden sollte, zunächst den Autoren und Autorinnen gewidmet, die mit ihrem ersten oder zweiten Buch auf dem Gebiet der Kinder- und Jugendliteratur an die Öffentlichkeit getreten sind. Auch Manuskripte konnten für den Preis eingereicht werden, der für umfangreichere Erzählungen, Jugendromane und Sachbücher ausgeschrieben wurde.

Im Jahr 1981 entschied die Jury keinen Preis zu vergeben, da unter den eingereichten Manuskripten und Büchern eine auffallende Vernachlässigung von Sprache und Erzählkultur festzustellen war und eine fatale Neigung vieler junger Autoren, in ihren Werken vorgegebenen Erzählmustern zu folgen. In den zukünftigen Ausschreibungen wurde nun eigens auf das Kriterium eines sprachlich und formalen Anspruchsniveaus preiswürdiger Erzählungen hingewiesen und auch ein besonderes Augenmerk auf die Experimentierfreudigkeit des Autors gelegt.

1987 wurde der Hans-im-Glück-Preis von der Kreisstadt Limburg a. d. Lahn als Förderpreis für Jugendbuchautoren und -autorinnen übernommen. Die Übernahme unterstreicht die Bedeutung des Literaturpreises für die kulturell interessierte Öffentlichkeit und sichert sein Bestehen auf Jahre hinaus.

Seit 1990 findet die Vergabe des Hans-im-Glück-Preises alle zwei Jahre statt. In den Jahren dazwischen werden Veranstaltungen und Projekte durchgeführt, die dem wichtigen Aspekt der Leseförderung und der lebendigen Beziehung zur Literatur dienen. Mittlerweile ist der Preis mit 5.000,00 DM und einer Kugel mit 24-karätiger Blattvergoldung der Limburger Silberschmiedin Annette Zey dotiert, die die Glücksgüter, die "Hans im Glück" bedenkenlos und glücklich verschenkte, symbolisiert.

(Quelle: Stadt Limburg a.d. Lahn)

 

Die Preisträger(innen) des Hans-im-Glück-Preises
von 1978 - 2000
2000 Andreas Steinhöfel und Anja Tuckermann für "David Tage - Mona Nächte"
1998 Mario Giordano für "Der aus den Docks"
1996 keine Preisvergabe
1994 Michael Wildenhain für "Wer sich nicht wehrt"
1992 Karin Sennheiser für "Die Lingards" (unveröffentlichtes Manuskript) und
Lutz van Dick für "Der Partisan" sowie "Verdammt starke Liebe"
1990 Jürgen Banscherus für "Valentin - Valentino"
1989 Inge Meyer-Dietrich für "Plascha oder: Von kleinen Leuten und großen Träumen"
1988 Monika Seck-Agthe für "Liebe ist was Großes"
1987 Ilse Behl für "Der Spätzünder oder: Pappkameraden"
1986 Reinhold Ziegler für "Es gibt hier nur zwei Richtungen, Mister"
1985 Rudolf Herfurtner für "Das Ende der Pflaumenbäume"
1984 Birgit Nowiasz für "Nordwind" (unveröffentlichtes Manuskript)
1983 Herbert Friedmann für "Mensch, Mücke"
1982 Karin König/Hanne Straube/Kamil Taylan für "Merhaba - Guten Tag" und
Norbert Klugmann für "Es muß im Leben doch mehr als alles geben"
1981 keine Preisvergabe
1980 Helma Fehrmann und Peter Weismann für "...und plötzlich willste mehr"
1979 Dagmar Chidolue für "Fieber oder Der Abschied der Gabriele Kupinski"
1978 Elfie Donnelly für "Servus Opa, sagte ich leise"

 

 
   

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Ausschreibung
für 2001/2002
(bis 01.11.2001)
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der Stadt Limburg a.d. Lahn