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07.06.2001
Chinesische Autoren mit Deutsche-Welle-Literaturpreis ausgezeichnet

Der in China lebende Autor Wang Jian Ping ist mit dem Literaturpreis der Deutschen Welle 2001 ausgezeichnet worden. Die Erzählung «Altmüll« schildere den sozialen Wandel Chinas aus der Perspektive eines Verlierers in berührender und psychologisch glaubwürdiger Weise, begründete die Jury unter Vorsitz des Autors Peter Schneider am Donnerstag in Berlin ihre Entscheidung. Wang wurde 1966 geboren und ist Angestellter. Der sechste DW-Literaturwettbewerb richtete sich in diesem Jahr ausschließlich an den chinesischen Sprachraum.

Die Urkunde für den zweiten Preis überreichte der stellvertretende Intendant des deutschen Auslandssenders, Reinhard Hartenstein, symbolisch an den ebenfalls in China lebenden Hochschullehrer Cui Zi'en. Die Erzählung des 1958 geborenen Autors «Das irdische Dasein meines Onkels» schildere mit sprachlicher Eleganz die Selbstfindung eines Außenseiters.

Die mit jeweils 5000 Mark dotierten Auszeichnungen waren zuvor in Peking den Preisträgern überreicht worden. Die Texte sollen im chinesischen Programm der DW ausgestrahlt werden. Insgesamt seien 1166 Funkerzählungen und Hörspiele eingereicht worden.

Der DW-Literaturpreis wurde 1985 erstmals für Afrika ausgeschrieben. Mit dem Preis sollen Schilderungen über die Lebenssituation der Menschen in der jeweiligen Region aus Sicht der Betroffenen ausgezeichnet werden. Schirmherr ist der frühere Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher.


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