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25.06.2001
Remarque-Friedenspreis geht an weißrussische Autorin
Die weißrussische Schriftstellerin
Swetlana Alexijewitsch ist am Freitag mit dem Erich-Maria-Remarque-
Friedenspreis der Stadt Osnabrück ausgezeichnet worden. Die 53 Jahre
alte Autorin habe es in ihren Büchern verstanden, sprachlosen Menschen
eine Stimme zu geben, hieß es zur Begründung. Der mit 30 000 Mark
(rund 15 300 Euro) dotierte Preis, der nach dem am 22. Juni 1898
in Osnabrück geborenen Schriftsteller Remarque («Im Westen nichts
Neues») benannt ist, wird seit 1991 alle zwei Jahre vergeben. Zu
den bisherigen Preisträgern gehören Lew Kopelew und Hans Magnus
Enzensberger.
Einen mit 10 000 Mark dotierten
Sonderpreis vergab die Jury an die Internationale Gesellschaft für
historische Aufklärung, Menschenrechte und soziale Fürsorge MEMORIAL.
Der Remarque- Friedenspreis wird im Sinne seines 1970 gestorbenen
Namensgebers für belletristische, journalistische oder wissenschaftliche
Arbeiten vergeben, die sich mit den Themen innerer und äußerer Friede
befassen. Osnabrück hat eine besondere Tradition als Friedensstadt,
denn 1648 wurde im dortigen Rathaus mit dem Westfälischen Frieden
der 30-jährige Krieg beendet.
Die Preisträgerin Swetlana Alexijewitsch
hatte 1976 ihr erstes Buch fertig, das aber wegen regierungskritischer
Inhalte in der Sowjetunion nicht veröffentlicht wurde. 1985 erschien
ihr Werk «Der Krieg hat kein weibliches Gesicht», das vier Jahre
später ins Deutsche übersetzt wurde. 1992 folgte eine Dokumentation
über den Afghanistan-Krieg unter dem Titel «Zinkjungen». Zuletzt
erschien 1997 ihr Buch «Tschernobyl. Eine Chronik der Zukunft».
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