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07.06.2001
Britische Autorin Doris Lessing erhält Prinz-von-Asturien-Preis
Die britische Schriftstellerin
Doris Lessing erhält den angesehenen spanischen Prinz-von-Asturien-Preis
in der Sparte Literatur. Die Autorin sei «unumstritten eine der
großen Figuren der Weltliteratur» und eine «engagierte Freiheitskämpferin»,
begründete die Jury am Donnerstag in Oviedo (Nordspanien) ihre Entscheidung.
Die 81-jährige gilt nicht
nur als bedeutende Autorin der Frauenemanzipation. Sie machte sich
auch als Verfasserin von Afrika- Büchern und Science-Fiction-Werken
einen Namen. Sie wurde als Tochter eines britischen Kolonialoffiziers
in Kermanshah in Iran geboren, wuchs im damals britischen Südrhodesien
(heute Simbabwe) auf und siedelte 1949 nach London über.
Ihr Roman-Erstling «Afrikanische
Tragödie» über eine verbotene weiß-schwarze Liebe in Südafrika wurde
sogleich ein Erfolg. Der 1962 erschienene Roman «Das goldene Notizbuch»
wurde zu einem Kultbuch der Frauenbewegung, obwohl Doris Lessing
sich selbst nie als Feministin sah. Nach ihrer Abwendung vom Kommunismus
lehnte sie alle «Ismen» strikt ab.
Der Prinz-von-Asturien-Preis
ist mit umgerechnet 60 000 Mark dotiert und wird alljährlich in
acht Sparten vergeben. Die Auszeichnungen werden traditionell vom
spanischen Kronprinzen Felipe im Herbst überreicht. Vor zwei Jahren
hatte Günter Grass den Preis in der Sparte Literatur erhalten.
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