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"Glück
ist, seinen Anlagen gemäß verbraucht
zu werden."
Kritiker seiner Zeit
Der
Dramatiker, Lyriker und Erzähler Frank Wedekind
wurde am 24. Juli 1864 in Hannover geboren. In
der Schulzeit schrieb er Texte und beschäftigte
sich mit Friedrich Nietzsche und August Strindberg,
die später seine Literatur nachhaltig beeinflussten.
Nach
der Schule begann er, in Lausanne französische
Literatur und Germanistik zu studieren, wechselte
aber dann nach München und schrieb sich für
ein Jurastudium ein.
1886 beschloss Wedekind, sich ganz der Schriftstellerei
zu widmen.
Im Jahre 1889 entstand sein erstes Drama.
1901/02
wirkte er im Kabarett "Die elf Scharfrichter"
mit, ab 1902 im "Überbrettl" und
war 1905 - 1908 Mitglied des Deutschen Theaters
in Berlin. Seine Stücke waren antibürgerlich
und übten Kritik an der Moral der Bourgeoisie.
Sein
wohl bekanntestes Drama "Frühlings Erwachen"
veröffentlichte er 1891. Das Stück,
welches die Pubertätsprobleme Jugendlicher
thematisierte, kritisierte die Moralvorstellungen
des Bürgertums.
Auch andere seiner Stücke, wie die Dramen
"Der Erdgeist" (1895) und "Die
Büchse der Pandora" (1904) richteten
sich gegen die Behinderung eines freien, auch
sexuell betonten Lebens.
Wedekinds
Aufführungen wurden immer wieder von Zensurverboten
erschwert. 1899/1900 musste er eine Festungshaft
wegen Majestätsbeleidigung verbüßen.
1906 brachte Max Reinhardt "Frühlings
Erwachen" auf die Bühne.
Zu Beginn des I. Weltkrieges wurden sämtliche
Werke Wedekinds verboten.
Frank
Wedekind starb im Alter von nur 53 Jahren am 9.
März 1918 in München.
(©
2002 Carlo Miller)
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