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Autoren-Portrait/-Biografie - Bibliografie


Halldór Kiljan Laxness

geb.

23.04.1902
Reykjavik (Island)

gest.

09.02.1998
Reykjavik (Island)
 


„Der Tourismus ist die Völkerwanderung der Neuzeit.“

Zwischen Kirche und Sozialismus

Der isländische Schriftsteller Halldór Laxness wurde am 23. April 1902 als Halldór Kiljan Gudjónsson in Reykjavik geboren.
Seine Kindheit verbrachte er auf einem Bauernhof, den sein Vater nahe der isländischen Hauptstadt erworben hatte.
Es war der Hof Laxnes, nach dem der Schriftsteller sich später nennen sollte. Das Gymnasium verließ der 17-jährige 1919 ohne Abitur. Noch im selben Jahr erschien sein erster Roman, der romantische Liebesroman „Kind der Natur“.

Laxness bemühte sich immer wieder um neue Orientierungen. So reiste er in jungen Jahren viel. 1922 trat er in ein Benediktinerkloster in Luxemburg ein. Er wechselte vom evangelischen zum katholischen Glauben. Als literarische Verarbeitung dieses Schrittes entstand der Roman „Der große Weber von Kaschmir“.
1927 begann Laxness eine mehrjährige Reise durch Amerika. Seine Eindrücke schrieb er in der Essaysammlung „Das Volksbuch“ nieder. Er war zum überzeugten Anhänger des Kommunismus geworden und wandte sich in seinem Schreiben jetzt überwiegend sozialen Fragen zu. Anfang der 30er Jahre schrieb er den Roman „Salma Valka“, 1934/1935 „Sein eigener Herr“. In den Jahren 1937 bis 1940 arbeitet er an der Romantetralogie „Weltlicht“.

Eine Reise in die Sowjetunion ließ ihn Ende der 30-er Jahre am Ideal des Sozialismus zweifeln und leitete seine Abkehr von der Ideologie des Kommunismus ein.
Mit der Geschichte und politischen Situation seiner Heimat beschäftigte sich der in den 40-er Jahren entstandene Roman „Islandglocke“, dessen Handlung im 17. Jahrhundert spielte und die Abhängigkeit Islands von Dänemark, den Kampf um eine nationale Identität, beschrieb.

1945 heiratete er Audur Sveeinsdottir, mit der er auch zwei Kinder hatte.

1948 erschien der politische Roman "Atomstation", worin es um ein Abkommen mit den USA ging, das Island zu einem militärischen Stützpunkt der Amerikaner machte. 1952 erschien der Roman „Gerpla“, der durch Bearbeitung einer alten isländischen Saga entstand.
1955 erhielt Halldór Laxness den Nobelpreis für Literatur. In seiner zweiten Lebenshälfte durchzog seine literarischen Arbeiten ein stark humanistischer Hintergrund ohne Ideologien.
Einige Theaterstücke von ihm blieben eher erfolglos. Er lebte inzwischen zurückgezogen mit seiner Frau.

Halldór Laxness starb am 9. Februar 1998 in Reykjavik.


(© 2004 Ulf Großmann für all-around-new-books.de)

Bibliografie -
Eine Auswahl seiner Bücher:

Die Islandglocke (ISBN: 3882437944, TB)

Sein eigener Herr (ISBN: 3882436115, HC)

Atomstation (ISBN: 3882438118, TB)

Das Fischkonzert (ISBN: 3882438096, TB)

Weltlicht (ISBN: 3882437189, HC)

Am Gletscher (ISBN: 3882431253, HC)

Halldor Laxness Lesebuch (ISBN: 3882432098, TB)

Sieben Zauberer (ISBN: 3882431466, HC)

Das gute Fräulein (ISBN: 3882434724, TB)

Das wiedergefundene Paradies (ISBN: 3882436123, HC)

Werkausgabe, 11 Bände (ISBN: 3882435712, HC)

Die Litanei von den Gottesgaben (ISBN: 3882436557, TB)

Mein heiliger Stein (ISBN: 3882433418, HC)

Die Geschichte vom teuren Brot (ISBN: 3882438061, TB)

Die glücklichen Krieger (ISBN: 3882439963, TB)

Der große Weber von Kaschmir (ISBN: 388243810X, TB)

Kirchspielchronik (ISBN: 3453430433, TB)

Auf der Hauswiese (ISBN: 3548201385, TB)

Zeit zu schreiben. Biographische Aufzeichnungen (ISBN: 3485002763, TB)

Salka Valka (ISBN: 3548301916, TB)

 

   

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