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"Worte
sind die mächtigste Droge, welche die Menschheit
benutzt."
Der Erfinder von Mowgli
Am
30.12.1865 Dezember wurde Joseph Rudyard Kipling
als Sohn des englischen Kurators John Lockwood
und dessen Frau Alice in Bombay geboren. Die Eltern
stammten beide aus christlichen Familien methodistischer
Geistlicher.
1871 wurden Rudyard Kipling und seine Schwester
Trix von ihren Eltern nach England gebracht, um
sie in englischer Tradition erziehen zu lassen.
1877 kam Alice Kipling nach England und nahm ihren
Sohn aus dem Heim Southsea. Kipling wurde nun
Schüler am United Services College, Westward Ho!,
in der Grafschaft Devonshire (England), einer
Militärvorbereitungsschule. 1881 verließ er die
Schule und kehrte zu seinen Eltern, die jetzt
in der Stadt Lahore in Indien lebten, zurück.
Dort arbeitete er sieben Jahre als Journalist.
1889 wurde er Auslandskorrespondent für "The Pioneer"
und verließ Indien. Bei seiner Rückkehr nach England
eilte ihm sein Ruf als Schriftsteller bereits
voraus. Innerhalb kurzer Zeit wurde Kipling zu
einem der beliebtesten englischen Autoren.
1892 heiratete er Caroline Starr Balestier. Ihre
Tochter Josephine wurde im Dezember geboren. Davon
inspiriert, begann Kipling mit dem Schreiben von
Kindergeschichten. Mit großem Erfolg erschien
1894 die Tiergeschichte "Das Dschungel Buch".
Ein Jahr später wurde der zweite Teil des "Dschungel
Buches" veröffentlicht.
Die zweite Tochter Elsie wurde 1896 und der Sohn
John 1897 geboren. 1899 starb seine Tochter Josephine,
was ihn schwer traf.
1902 erschien der Abenteuerroman "Kim". Zusammen
mit seinem Zeitgenossen Mark Twain wurde ihm 1907
die Ehrendoktorwürde von der Oxford University
verliehen. Im gleichen Jahr erhielt Rudyard Kipling
als erster Engländer den Nobelpreis für Literatur.
In vielen seiner Geschichten und Balladen idealisierte
er das Britische Empire. Er war überzeugt von
der politischen und kulturellen Missionsaufgabe
der Kolonialmächte und sah im Kolonialismus eine
zivilisatorische Leistung.
Sein Sohn John Kipling wurde im I. Weltkrieg als
vermisst gemeldet. Dies traf Kipling ebenfalls
schwer. Später engagierte er sich deshalb in der
Kriegsgräberführsorge.
Rudyard Kipling starb am 18. Januar 1936 in London.
(©
2002 Ulf Großmann)
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