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Biografie/Portrait
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Autoren-Portrait


Louis-Ferdinand Céline

geb.

27.05.1894
Courbevoie (Frankreich)

gest.

01.07.1961
Meudon (Frankreich)
 

 

„Aus dem Gefängnis kommt man lebendig raus, aus dem Krieg nicht.“ (aus "Reise ans Ende der Nacht")

 

Ein (politisch) umstrittener französischer Romancier

Der französische Schriftsteller Louis-Ferdinand Céline wurde am 27.Mai 1895 als Louis-Ferdinand Destouches in Courbevoie, einem Pariser Vorort, geboren.

Nach einer Handelslehre nahm er als Freiwilliger am Ersten Weltkrieg teil. Er wurde aber bereits 1915 schwer verwundet. 1919 begann er Medizin zu studieren. Louis-Ferdinand Destouches arbeitete nach dem Studium für das Gesundheitswesen des Völkerbundes. Als Arzt und Mitglied der Hygienekommission des Roten Kreuzes unternahm er ausgedehnte Reisen, unter anderem durch Afrika und die USA.
1927 eröffnete er dann eine eigene Praxis als Armenarzt in der Pariser Vorstadt.

In seiner Freizeit schrieb er. So war Destouches tagsüber Arzt, nachts Schriftsteller. Seine Arbeiten veröffentlichte er unter dem Pseudonym Céline. Seine aggressiven, nihilistischen Schriften und sein Verhalten sollten immer wieder heftige Reaktionen auslösen.
1932 wurde er mit dem Roman „Reise ans Ende der Nacht“ schlagartig berühmt. Er revolutionierte den französischen Roman durch die Verwendung einer Umgangs- und Milieusprache. Vier Jahre später folgte der Roman „Tod auf Kredit“.

Eine Reise in die Sowjetunion veränderte sein politisch linksorientiertes Weltbild. Céline schwor kommunistischen Idealen ab und sympathisierte mit den Faschisten.
In den 30-er und 40-er Jahren verfasste er antisemitische Hetzschriften. Im II. Weltkrieg unterstützte er die deutschen Besatzungstruppen. Nach den Siegen der alliierten Truppen und der Befreiung Frankreichs wurde er 1944 als Kollaborateur angeklagt und verurteilt. Céline floh nach Dänemark. Dort wurde er jedoch interniert. Erst 1951, nach einer Generalamnestie, kehrte er nach Frankreich zurück.
Céline arbeitete erneut als Armenarzt. Seine Erfahrungen im Exil hielt er in der Trilogie „Von einem Schloß zum anderen“ fest.

Louis-Ferdinand Céline starb am 1. Juli 1961 in Meudon.

(© 2004 Ulf Großmann für all-around-new-books.de)

Auswahl aus seinem Werk:

Tod auf Kredit (ISBN: 3499155974, TB)

Reise ans Ende der Nacht (ISBN: 3498009265, HC)

Fortschritt und andere Texte für Bühne und Film (ISBN: 3926112573, TB)

Guignol´s Band, Bd. 1 (ISBN: 3498008676, HC)

Guignol´s Band, Bd. 2 (ISBN: 3498008870, HC)

Gespräche mit Professor Y (ISBN: 3894014393, TB)

Briefe und erste Schriften aus Afrika 1916 - 1917 (ISBN: 3926112808, TB)

Die Kirche (ISBN: 3875360095, TB)

Norden (ISBN: 3499154994, TB)

Von einem Schloß zum andern (ISBN: 3499149648, TB)

 

   

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