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Autoren-Portrait/-Biografie - Bibliografie


Luigi Pirandello

geb.

28.06.1867
Agrigent/Sizilien (Italien)

gest.

10.12.1936
Rom (Italien)
 

„Es ist viel leichter ein Held zu sein als ein anständiger Mensch.“

Ein Autor auf der Suche nach der menschlichen Identität

Luigi Pirandello wurde am 28.06.1867 als Sohn eines
Schwefelgrubenbesitzers in Agrigent/Sizilien geboren.

Nach dem Abitur studierte er Romanische Philologie in Rom und Palermo. Auf Empfehlung des Philologen Ernesto Monaci setzte er sein Studium 1889 in Bonn fort. Sein Professor, Wendelin Förster, nahm ihn freundlich auf und wurde auch Pirandellos Doktorvater. 1891 promovierte Pirandello in Bonn. Die Doktorarbeit widmete er Förster.
Im selben Jahr kehrte er nach Rom zurück. Er verdiente seinen Unterhalt durch Unterricht und journalistische Arbeit. Außerdem veröffentlichte er erste Gedichtbände.

1894 heiratete er Maria Antonietta Portulano, die Tochter eines Mitarbeiters des Vaters; ein Jahr später kam das erste seiner drei Kinder zur Welt.
1903 wurde die Familie Pirandello durch falsche Investitionen finanziell ruiniert. Gleichzeitig äußerten sich die ersten Ausbrüche einer psychischen Krankheit bei Luigi Pirandellos Frau.
1904 erschien trotz allem sein erster Roman Die Wandlungen des Mattia Pascal und machte ihn bekannt. In langen Passagen schildert der Autor die Gefühlswelt seines Protagonisten und dessen Auseinandersetzung mit seiner Identität. Auch Pirandellos Essays, Novellen und weitere Romane sorgten für Aufsehen. Nebenbei entstanden erste Dramen. Trotzdem konnte er erst ab 1916 von seinem Schreiben leben.

Ein weltweiter Erfolg gelang ihm 1921 mit dem Stück Sechs Personen suchen einen Autor. In diesem Drama machen sich sechs, für einen unvollendeten Roman entworfene Figuren auf die Suche nach einer passenden Handlung.
Im selben Jahr entstand auch die vielbeachtete Tragödie Heinrich IV, die sich mit der Thematik von Wahn und Wirklichkeit auseinandersetzt.

1924 trat Pirandello der faschistischen Partei bei. Später distanzierte er sich aber von der faschistischen Ideologie.
1926 wurde er künstlerischer Leiter des Teatro d’arte in Rom.
Dort lernte er auch die Schauspielerin Marta Abba kennen.
Als das Theater 1928 geschlossen wurde, gründete Marta Abba eine eigene Theatergruppe, die Pirandellos Werk weiter präsentierte.

1934 erhielt Luigi Pirandello den Nobelpreis für Literatur. Nur zwei Jahre später, am 10. Dezember 1936, starb er in Rom.


(© 2004 Ulf Großmann für all-around-new-books.de)

Bibliografie -
Eine Auswahl seiner Bücher:

Feuer ans Stroh (ISBN: 3803122821, TB)

Sechs Personen suchen einen Autor (ISBN: 3150087651, TB)

Die Ausgestoßene (ISBN: 3803124433, TB)

Die Aufzeichnungen des Kameramanns Serafino Gubbio (ISBN: 3549055307, HC)

Meistererzählungen (ISBN: 3257215274, TB)

Wie ein Tag (ISBN: 3423094192, TB)

Der Humor (ISBN: 3549055323, HC)

Die Riesen vom Berge (ISBN: 3549055315, HC)

Die Wirklichkeit des Traums und andere Novellen (ISBN: 3549055331, HC)

Da lacht doch jemand (ISBN: 3549055404, HC)

Sonne und Schatten (ISBN: 3549055366, HC)

Die vergessene Maske (ISBN: 3549055374, HC)

So ist es (wenn es Ihnen so scheint) (ISBN: 3549055390, HC)

Mattia Pascal (ISBN: 3549055382, HC)

Heinrich IV. und andere Stücke (ISBN: 3549055420, HC)

Informationen über meinen unfreiwilligen Aufenthalt auf Erden (ISBN: 3549055455, HC)

Die Alten und die Jungen (ISBN: 3549055439, HC)

Der Mann seiner Frau (ISBN: 3549055447, HC)

Der Mensch, das Tier und die Tugend und andere Stücke (ISBN: 3549055412, HC)

Das dritte Geschlecht (ISBN: 3803123364, TB)

Der Mann mit der Blume im Mund und andere Stücke (ISBN: 3549055560, HC)

Ich träume (aber vielleicht auch nicht) und andere Stücke (ISBN: 354906005X, HC)

 

   

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