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„Es
ist viel leichter ein Held zu sein als ein anständiger
Mensch.“
Ein
Autor auf der Suche nach der menschlichen Identität
Luigi Pirandello wurde am 28.06.1867 als Sohn
eines
Schwefelgrubenbesitzers in Agrigent/Sizilien geboren.
Nach dem Abitur studierte er Romanische Philologie
in Rom und Palermo. Auf Empfehlung des Philologen
Ernesto Monaci setzte er sein Studium 1889 in
Bonn fort. Sein Professor, Wendelin Förster,
nahm ihn freundlich auf und wurde auch Pirandellos
Doktorvater. 1891 promovierte Pirandello in Bonn.
Die Doktorarbeit widmete er Förster.
Im selben Jahr kehrte er nach Rom zurück.
Er verdiente seinen Unterhalt durch Unterricht
und journalistische Arbeit. Außerdem veröffentlichte
er erste Gedichtbände.
1894
heiratete er Maria Antonietta Portulano, die Tochter
eines Mitarbeiters des Vaters; ein Jahr später
kam das erste seiner drei Kinder zur Welt.
1903 wurde die Familie Pirandello durch falsche
Investitionen finanziell ruiniert. Gleichzeitig
äußerten sich die ersten Ausbrüche
einer psychischen Krankheit bei Luigi Pirandellos
Frau.
1904 erschien trotz allem sein erster Roman Die
Wandlungen des Mattia Pascal und machte ihn
bekannt. In langen Passagen schildert der Autor
die Gefühlswelt seines Protagonisten und
dessen Auseinandersetzung mit seiner Identität.
Auch Pirandellos Essays, Novellen und weitere
Romane sorgten für Aufsehen. Nebenbei entstanden
erste Dramen. Trotzdem konnte er erst ab 1916
von seinem Schreiben leben.
Ein
weltweiter Erfolg gelang ihm 1921 mit dem Stück
Sechs Personen suchen einen Autor. In
diesem Drama machen sich sechs, für einen
unvollendeten Roman entworfene Figuren auf die
Suche nach einer passenden Handlung.
Im selben Jahr entstand auch die vielbeachtete
Tragödie Heinrich IV, die sich mit
der Thematik von Wahn und Wirklichkeit auseinandersetzt.
1924
trat Pirandello der faschistischen Partei bei.
Später distanzierte er sich aber von der
faschistischen Ideologie.
1926 wurde er künstlerischer Leiter des Teatro
d’arte in Rom.
Dort lernte er auch die Schauspielerin Marta Abba
kennen.
Als das Theater 1928 geschlossen wurde, gründete
Marta Abba eine eigene Theatergruppe, die Pirandellos
Werk weiter präsentierte.
1934
erhielt Luigi Pirandello den Nobelpreis für
Literatur. Nur zwei Jahre später, am 10.
Dezember 1936, starb er in Rom.
(©
2004 Ulf Großmann für all-around-new-books.de)
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