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"Freundschaft:
Das Weiterwerden des Lebens."
Der Philosoph
Der
deutsche Philosoph Rudolf Eucken wurde am 05.01.1846
in Aurich (Friesland) geboren.
In Berlin und Göttingen studierte er Philosophie,
Philologie und Geschichte. In seiner Promotion
interpretierte er die Schriften des Aristoteles
neu. Nach seinem Studium arbeitete er als Gymnasiallehrer
in Husum, Berlin und Frankfurt am Main. 1871 erhielt
er eine Professur in Basel, wo er u. a. neben
dem jungen Nietzsche wirkte. 1873 ging er nach
Jena. Dort übernahm er einen Lehrstuhl für Philosophie
und besetzte diesen bis zu seiner Emeritierung
1920.
Seine Schriften wie "Die Lebensanschauungen der
großen Denker" (1890) und "Der Wahrheitsgehalt
der Religion" (1908) zeugen von den zwei Strömungen
in Euckens Denken. Die Vitalisierung einer an
der Antike orientierten Lebens-philosophie paart
sich bei ihm mit einer spirituellen und kulturellen
Betrachtungsweise.
1907 legte er mit "Grundlinien einer neuen Lebens-anschauung",
die Zusammenfassung seines bisherigen Denkens
vor. Dieses Werk wurde auch ins Schwedische übersetzt.
Rudolf Eucken erhielt 1908 den Nobelpreis für
Literatur, geehrt für seine Schriften, in denen
er eingängig formuliert und leichtverständlich
eine eigene Lebensphilosophie entwarf.
Um die Verbreitung seiner Lehre zu fördern, gründete
sich 1920 der Eucken-Bund. Am 14.09.1926 starb
Rudolf Eucken in Jena.
(©
2002 Ulf Großmann)
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