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"Künstler
sein heißt in einem Maße zu scheitern, in dem
kein anderer zu scheitern wagt."
Zu
Hause in Absurdistan
Der irische Schriftsteller Samuel Beckett wurde
am 13. April 1906 als Sohn eines Unternehmers
in Dublin geboren. Er wuchs in einem bürgerlich
protestantischen Elternhaus auf.
Ab 1923 studierte er Romanistik am Trinity College
in Dublin. 1927, nach Abschluss seines Studiums,
ging Beckett nach Paris. Dort lernte er seinen
Landsmann James Joyce kennen. Beckett begann,
erste Gedichte und Essays zu schreiben. Mit 24
Jahren kehrte er nach Dublin zurück, um am Trinity
College zu unterrichten, wo er 1931 auch promovierte.
In den folgenden Jahren gelang ihm der Durchbruch
als Schriftsteller nicht. Beckett, ständig unter
Geldnot und psychischen Problemen leidend, wechselte
zwischen Dublin, London und Paris. In diesen Jahren
entstanden Erzählungen und sein Roman Murphy.
1937 ließ sich Beckett in Paris nieder. Dort lernte
er seine spätere Frau, die Pianistin Suzanne Dechevaux-Dumesnil,
kennen. Nach der deutschen Besetzung schlossen
sich beide der Resistance an. 1942 mussten er
und seine Freundin vor der Gestapo fliehen. Sie
blieben bei Bauern in dem Dorf Roussillon. Dort
entstand der Roman Watt.
Nach dem Ende des Krieges begann Beckett auch
mit dem Schreiben von Schauspielen. Den Durchbruch
schaffte er 1952 mit seinem Drama Warten auf
Godot. In seinen nihilistischen Dramen, Romanen
und Erzählungen thematisierte der irische Schriftsteller
immer wieder die Absurdität und Ausweglosigkeit
des menschlichen Daseins. 1969 erhielt der 63jährige
Beckett den Literaturnobelpreis.
Samuel Beckett starb am 22. Dezember 1989 zurückgezogen
lebend in Paris.
(©
2002 Carlo Miller)
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