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Autoren-Portrait/-Biografie - Bibliografie


Samuel Josef Agnon

geb.

17.07.1888
Buczacz (Galizien)

gest.

17.02.1970
Rehovot (Israel)
 

"Wenn ein Reicher eine Scherbe nötig hat, zerbricht er einen Krug."


Ein bedeutender Autor der modernen hebräischen Literatur

Der Schriftsteller Samuel Josef Agnon wurde am 17. Juli 1888 als Schmuel Josef Czaczkes in Buczacz im östlichen Galizien, das damals noch zu Österreich-Ungarn gehörte, geboren.

Sein Vater, ein Pelzhändler, der die Ausbildung eines Rabbiners genossen hatte und seine gebildete Mutter machten ihn mit dem jüdischen Glauben und mit der Literatur näher bekannt. Schon mit acht Jahren begann Agnon, hebräische und jiddische Gedichte zu schreiben. Mit fünfzehn veröffentlichte er sein erstes jiddisches Gedicht im "Jiddischen Wochenblatt". In der Folgezeit wurden seine Texte regelmäßig gedruckt.

1909 ließ Agnon sich in Palästina nieder. Von da an wandte er sich nur noch dem Hebräischen zu. Agunot (hebräisch; Seelenverbannung; 1908) war seine erste Erzählung, die unter seinem Pseudonym Agnon in Palästina erschien.
Nach einer Wienreise 1913 kehrte er nicht nach Palästina zurück, sondern ging nach Deutschland. Dort blieb er für 11 Jahre. Er traf den Geschäftsmann Salman Schocken, der sein Bewunderer und Verleger wurde. Ohne finanzielle Sorgen schrieb er viel, bildete sich weiter und sammelte seltene, wertvolle hebräische Bücher.

1920 heiratete er Esther Marx, mit der er dann auch zwei Kinder hatte. 1924 zerstörte ein Feuer in seinem Haus in Bad Homburg tausende von hebräischen Büchern und auch Agnons Manuskripte.

Agnon verließ Deutschland wieder und ging nach Jerusalem. Dort genoss er hohe Achtung und wurde schon als eine zentrale Persönlichkeit der modernen hebräischen Literatur erkannt. 1946 erhielt er den Ussishkine-Preis. In den Jahren 1934 und 1950 bekam er den Bialik-Preis, 1954 und 1958 den Israel Preis für Literatur.
1966 schließlich wurde er als erster hebräischer Schriftsteller, zusammen mit Nelly Sachs, mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet.

Vier Jahre später, am 17. Februar 1970, starb Agnon in Rehovot bei Tel Aviv. Samuel Josef Agnon hatte und hat mit seinem Gesamtwerk einen großen Einfluss auf die jüngere Generation der israelischen Schriftsteller.


(© 2004 Ulf Großmann für all-around-new-books.de)

Bibliografie -
Eine Auswahl seiner Bücher:

Liebe und Trennung (HC)

Der Verstoßene (TB)

Schira (HC)

Herrn Lublins Laden (TB)

Gestern, Vorgestern (HC)

Eine einfache Geschichte (HC)

Buch der Taten (HC)

Nur wie ein Gast zur Nacht (HC)

Der Treuschwur (HC)

 

   

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