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Autoren-Portrait/-Biografie - Bibliografie


Virginia Woolf

geb.

25.01.1882
in London (England)

gest.

28.03.1941
Lewes, Sussex
(Südengland)
 

„Worte sind wild, frei, unverantwortlich und nicht zu lehren. Natürlich kann man sie einfangen, einsortieren und sie in alphabetischer Reihenfolge in Wörterbücher stecken. Aber dort leben sie nicht.“

Eine Klassikerin der modernen Literatur

Die englische Schriftstellerin Virginia Woolf wurde am 25.01.1882 als Virginia Stephen in London geboren. Sie war die jüngste Tochter des Schriftstellers und Kritikers Leslie Stephen. Das Elternhaus ermöglichte ihr eine umfassende Bildung. Der Vater besaß eine Bibliothek, zu der sie Zugang hatte. Schon zeitig interessierte sie sich für Literatur und äußerte den Wunsch, Schriftstellerin zu werden.

1895 starb ihre Mutter an einer Grippe. Die damals 13-jährige Virginia geriet in eine schwere psychische Krise. Im Februar 1904 starb ihr Vater an Krebs und die psychisch labile Virginia erlitt einen Nervenzusammenbruch.
In der Folgezeit unternahm sie einige Erholungsreisen. Dann arbeitete sie als Lehrerin. Es erscheinen erste feministische Artikel.

1905 stieß sie zur "Bloomsbury Group", ein Künstler- und Literatenzirkel, der sich zu dieser Zeit in London zusammen-fand. Dort lernte sie auch ihren späteren Mann kennen.

1912 heiratete sie den Literaturkritiker Leonard W. Woolf.
1915 zog das Ehepaar nach Richmond. Im gleichen Jahr erschien Virginia Woolfs erster Roman „Die Fahrt hinaus“.
Im Jahr 1917 gründeten die Woolfs den Verlag „The Hogarth Press“. Als erstes Buch verlegten sie „Two Stories“, das je eine Geschichte von Virginia und eine von Leonard enthält.
Alle weiteren literarischen Werke Virginia Woolfs erschienen nun im eigenen Verlag, der sich auch der Werke von anderen bedeutenden Schriftstellern wie T. S. Eliot annahm.

1919 zog das Ehepaar nach Rodmell.

1922 erschien Virginia Woolfs „Jakobs Raum“, drei Jahre später ihr Roman „Mrs. Dalloway“. Das Interessante an diesem Roman war die Tatsache, dass sich die Handlung an einem einzigen Tag abspielt, unterbrochen nur durch die Erinnerun-gen der Mrs. Dalloway.

1927 erschien „Die Fahrt zum Leuchtturm“ und 1928 "Orlando". 1929 erschien „Ein Zimmer für sich allein“. Daraus wurde viel von den Anhängern der neuen Frauenbewegung zitiert. 1931 wurde der Roman „Die Wellen“ veröffentlicht. Die inneren Monologe von sechs Menschen wurden hier miteinan-der verknüpft, die äußere Handlung erschien nebensächlich.

1936, nachdem Virgina Woolf den Roman „Die Jahre“ zu Ende geschrieben hatte, erkrankte sie erneut psychisch.
1938 wurde „Drei Guineen“ veröffentlicht, die feministische Schrift blieb umstritten.

Die Angst vor Misserfolg führte die Autorin immer wieder in schwere Krisen. Im Alter von 59 Jahren nahm sich Virginia Woolf das Leben. Sie ertrank im Fluss Ouse bei Lewes in Sussex am 28. März 1941.

(© 2004 Ulf Großmann für all-around-new-books.de)

Bibliografie -
Eine Auswahl ihrer Bücher:

Orlando (TB)

Flush (HC)

Ein eigenes Zimmer (TB)

Mrs. Dalloway (HC)

Die Fahrt hinaus (HC)

Die Wellen (TB)

Der Tod des Falters (TB)

Mrs. Dalloway in der Bond Street (TB)

Zum Leuchtturm (TB)

Das Mal an der Wand (HC)

Drei Guineen (HC)

Nacht und Tag (HC)

Zwischen den Akten (HC)

Der Augenblick (TB)

London (HC)

Die Jahre (HC)

Jacobs Raum (TB)

Frauen und Literatur (TB)

Tagebücher Bd.1, 1915-1919 (HC)

Tagebücher Bd.2, 1920-1924 (HC)

Tagebücher Bd.3, 1925-1930 (HC)

Tagebücher Bd.4, 1931-1935 (HC)

Der gewöhnliche Leser, Bd.1, Essays (TB)

Der gewöhnliche Leser, Bd.2, Essays (TB)

 

   

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