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„Worte
sind wild, frei, unverantwortlich und nicht zu
lehren. Natürlich kann man sie einfangen,
einsortieren und sie in alphabetischer Reihenfolge
in Wörterbücher stecken. Aber dort leben
sie nicht.“
Eine
Klassikerin der modernen Literatur
Die englische Schriftstellerin Virginia Woolf
wurde am 25.01.1882 als Virginia Stephen in London
geboren. Sie war die jüngste Tochter des
Schriftstellers und Kritikers Leslie Stephen.
Das Elternhaus ermöglichte ihr eine umfassende
Bildung. Der Vater besaß eine Bibliothek,
zu der sie Zugang hatte. Schon zeitig interessierte
sie sich für Literatur und äußerte
den Wunsch, Schriftstellerin zu werden.
1895
starb ihre Mutter an einer Grippe. Die damals
13-jährige Virginia geriet in eine schwere
psychische Krise. Im Februar 1904 starb ihr Vater
an Krebs und die psychisch labile Virginia erlitt
einen Nervenzusammenbruch.
In der Folgezeit unternahm sie einige Erholungsreisen.
Dann arbeitete sie als Lehrerin. Es erscheinen
erste feministische Artikel.
1905 stieß sie zur "Bloomsbury Group",
ein Künstler- und Literatenzirkel, der sich
zu dieser Zeit in London zusammen-fand. Dort lernte
sie auch ihren späteren Mann kennen.
1912 heiratete sie den Literaturkritiker Leonard
W. Woolf.
1915 zog das Ehepaar nach Richmond. Im gleichen
Jahr erschien Virginia Woolfs erster Roman „Die
Fahrt hinaus“.
Im Jahr 1917 gründeten die Woolfs den Verlag
„The Hogarth Press“. Als erstes Buch
verlegten sie „Two Stories“,
das je eine Geschichte von Virginia und eine von
Leonard enthält.
Alle weiteren literarischen Werke Virginia Woolfs
erschienen nun im eigenen Verlag, der sich auch
der Werke von anderen bedeutenden Schriftstellern
wie T. S. Eliot annahm.
1919
zog das Ehepaar nach Rodmell.
1922
erschien Virginia Woolfs „Jakobs Raum“,
drei Jahre später ihr Roman „Mrs.
Dalloway“. Das Interessante an diesem
Roman war die Tatsache, dass sich die Handlung
an einem einzigen Tag abspielt, unterbrochen nur
durch die Erinnerun-gen der Mrs. Dalloway.
1927
erschien „Die Fahrt zum Leuchtturm“
und 1928 "Orlando". 1929 erschien
„Ein Zimmer für sich allein“.
Daraus wurde viel von den Anhängern der neuen
Frauenbewegung zitiert. 1931 wurde der Roman „Die
Wellen“ veröffentlicht. Die inneren
Monologe von sechs Menschen wurden hier miteinan-der
verknüpft, die äußere Handlung
erschien nebensächlich.
1936,
nachdem Virgina Woolf den Roman „Die
Jahre“ zu Ende geschrieben hatte, erkrankte
sie erneut psychisch.
1938 wurde „Drei Guineen“
veröffentlicht, die feministische Schrift
blieb umstritten.
Die
Angst vor Misserfolg führte die Autorin immer
wieder in schwere Krisen. Im Alter von 59 Jahren
nahm sich Virginia Woolf das Leben. Sie ertrank
im Fluss Ouse bei Lewes in Sussex am 28. März
1941.
(©
2004 Ulf Großmann für all-around-new-books.de)
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