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"Neben
der Liebe auf den ersten Blick gibt es auch die
Liebe auf die erste Berührung. Und die geht vielleicht
noch tiefer."
Der
Mann, den Lolita unsterblich machte
Vladimir Nabokov wurde am 22.04.1899 als ältester
Sohn einer russischen Adelsfamilie in Sankt Petersburg
geboren. Er wuchs mehrsprachig auf, da seine Erzieher
aus Frankreich und England stammten. Schon während
seiner Schulzeit verfasste Nabokov Gedichte. Infolge
des Bürgerkrieges floh die Familie 1919 nach England.
Vladimir Nabokov begann ein Studium der französischen
und russischen Literatur in Cambridge. 1921 siedelte
Nabokov nach Berlin über, wo er 1925 die Jüdin
Vera Slonim heiratete. Unter dem Pseudonym V.
Sirin veröffentlichte er Gedichte, Dramen, Erzählungen
und erste Romane in russischer Sprache. Vladimir
Nabokov und seine Frau emigrierten 1937 nach Frankreich
und 1940 - kurz vor der deutschen Invasion - in
die USA. Dort arbeitete er als Lektor und Literaturprofessor.
Durch seinen skandalumwitterten, oft als Pornografie
missverstandenen Roman "Lolita" erlangte Nabokov
Weltruhm. Schon vor seinem Erscheinen, im Jahre
1955, sorgte das Buch für Aufsehen, da mehrere
Verlage sich weigerten, das Buch zu veröffentlichen.
Die Darstellung der Liebe zu einer Minderjährigen
war ein Tabuthema. Das Buch erschien bei einem
französischen Verlag und erst drei Jahre später
in den USA.
Der finanzielle Erfolg ermöglichte Nabokov die
Rückkehr nach Europa. 1959 ließ er sich in Montreux
nieder.
Sein schriftstellerisches Werk zeichnet sich durch
komplex aufgebaute, meist psychologische Romane
aus. Großen Einfluss hatten dabei seine Kenntnisse
über verschiedene Kulturkreise und seine Weltoffenheit.
Vladimir Nabokov starb am 2.7.1977 im Alter von
78 Jahren in Montreux.
(©
2002 Carlo Miller)
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