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Autoren-Portrait/-Biografie - Bibliografie


Wladimir (Wladimirowitsch) Majakowski

geb.

19.07.1893
in Bagdadi, heute Majakowski
(Rußland)
gest. 14.04.1930
in Moskau (UDSSR)

 

 

"Dichten ist wie Uran gewinnen: Arbeit ein Jahr, Ausbeute ein Gramm."

Revolutionsanhänger und Kritiker

Wladimir Majakowski wurde am 19.07.1893 in Bagdady (Georgien - 1940 wird der Ort in "Majakowski" umbenannt) als Sohn eines Forstmeisters geboren.
Er besuchte ein Gymnasium in Kutais (Georgien).

Im Februar 1906 starb sein Vater. Die Mutter siedelte mit ihren Kindern nach Moskau. Dort besuchte Majakowski das Gymnasium Nr. 5. Schon ein Jahr später musste Majakowski das Gymnasium verlassen.
1908 trat Majakowski dem bolschewistischen Flügel der Russischen Sozialdemokratischen Arbeiterpartei bei.
Aufgrund seiner politischen Arbeit kam Majakowski mehrfach in Haft und entging nur knapp der Deportation nach Sibirien.

1910 begann er dennoch ein Studium an der Moskauer Kunsthochschule. Sein größtes Interesse galt dem Dichten. Im Jahr 1912 war er Mitverfasser des Manifestes der russischen Futuristen. Er publizierte erste Gedichte in "Eine Ohrfeige für den öffentlichen Geschmack", dem Almanach der Futuristen. Es folgen weitere Lyrikbände.

Ab 1917 erfolgte eine langsame Abkehr vom russischen Futurismus.
Majakowski las in Petrograd und Moskau und erlangte eine gewisse Popularität in der Sowjetunion.
1918 begann er eine Arbeit im Volkskommissariat für Bildungswesen.

1922 reiste Majakowski nach Berlin. Dor traf er mehrere deutsche Dichter und andere Künstler. Bei einer Reise nach Paris begegnet er Igor Strawinskij und Jean Cocteau.
Auch in der Folgezeit machte Majakowski mehre ausgedehnte Reisen nach Europa.
1925 führt ihn eine Reise in die USA und nach Mexiko. Dort hat er eine Affäre mit Elli Jones (Auf einer Europa-Reise im Jahre 1929 traf Majakowski zum ersten und einzigen Mal seine Tochter. Die Mutter ist Elli Jones. Von der Existenz der Tochter erfährt die Öffentlichkeit zum ersten Mal im Jahre 1989.).

Mitte der 20er Jahre war in der Sowjetunion die Zeit avantgardistischer Experimente vorbei. Die "Säuberungen" trafen Künstler, Schriftsteller und Intellektuelle. Die neue Situation trieb Majakowski in die Resignation. Die Presse bezeichnete seine Stücke als subversiv.
Majakowski fühlte sich zunehmend isoliert. Man verweigerte ihm ein Auslandsvisum und seine Stücke wurden kaum noch gespielt. Die unglückliche Liebe zu der Schauspielerin Veronika Polonskaja ließ ihn vollends verzweifeln.

Am 14. April 1930 beging Wladimir Majakowski (höchstwahrscheinlich) Selbstmord. Er erschoss sich in Moskau.


(© 2002 Carlo Miller)

Bibliografie -
Eine Auswahl seiner Bücher:

Werke (HC)

 

   

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