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"Dichten
ist wie Uran gewinnen: Arbeit ein Jahr, Ausbeute
ein Gramm."
Revolutionsanhänger und Kritiker
Wladimir
Majakowski wurde am 19.07.1893 in Bagdady (Georgien
- 1940 wird der Ort in "Majakowski"
umbenannt) als Sohn eines Forstmeisters geboren.
Er besuchte ein Gymnasium in Kutais (Georgien).
Im
Februar 1906 starb sein Vater. Die Mutter siedelte
mit ihren Kindern nach Moskau. Dort besuchte Majakowski
das Gymnasium Nr. 5. Schon ein Jahr später
musste Majakowski das Gymnasium verlassen.
1908 trat Majakowski dem bolschewistischen Flügel
der Russischen Sozialdemokratischen Arbeiterpartei
bei.
Aufgrund seiner politischen Arbeit kam Majakowski
mehrfach in Haft und entging nur knapp der Deportation
nach Sibirien.
1910
begann er dennoch ein Studium an der Moskauer
Kunsthochschule. Sein größtes Interesse
galt dem Dichten. Im Jahr 1912 war er Mitverfasser
des Manifestes der russischen Futuristen. Er publizierte
erste Gedichte in "Eine Ohrfeige für
den öffentlichen Geschmack", dem Almanach
der Futuristen. Es folgen weitere Lyrikbände.
Ab
1917 erfolgte eine langsame Abkehr vom russischen
Futurismus.
Majakowski las in Petrograd und Moskau und erlangte
eine gewisse Popularität in der Sowjetunion.
1918 begann er eine Arbeit im Volkskommissariat
für Bildungswesen.
1922
reiste Majakowski nach Berlin. Dor traf er mehrere
deutsche Dichter und andere Künstler. Bei
einer Reise nach Paris begegnet er Igor Strawinskij
und Jean Cocteau.
Auch in der Folgezeit machte Majakowski mehre
ausgedehnte Reisen nach Europa.
1925 führt ihn eine Reise in die USA und
nach Mexiko. Dort hat er eine Affäre mit
Elli Jones (Auf einer Europa-Reise im Jahre 1929
traf Majakowski zum ersten und einzigen Mal seine
Tochter. Die Mutter ist Elli Jones. Von der Existenz
der Tochter erfährt die Öffentlichkeit
zum ersten Mal im Jahre 1989.).
Mitte
der 20er Jahre war in der Sowjetunion die Zeit
avantgardistischer Experimente vorbei. Die "Säuberungen"
trafen Künstler, Schriftsteller und Intellektuelle.
Die neue Situation trieb Majakowski in die Resignation.
Die Presse bezeichnete seine Stücke als subversiv.
Majakowski fühlte sich zunehmend isoliert.
Man verweigerte ihm ein Auslandsvisum und seine
Stücke wurden kaum noch gespielt. Die unglückliche
Liebe zu der Schauspielerin Veronika Polonskaja
ließ ihn vollends verzweifeln.
Am
14. April 1930 beging Wladimir Majakowski (höchstwahrscheinlich)
Selbstmord. Er erschoss sich in Moskau.
(©
2002 Carlo Miller)
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