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Zehra
Çirak, geboren 1960, kam schon als Dreijährige
mit ihrer Familie nach Deutschland und wuchs hier
in zwei Sprachen und Kulturen auf. Nach Schule
und Lehre ging sie 1982 nach Berlin. Ihre erste
Gedichtsammlung "Flugfänger" erschien 1988. Neben
anderen Auszeichnungen erhielt sie bereits 1989
den Förderpreis zum Adelbert-von-Chamisso-Preis.
Seither hat Zehra Çirak drei Lyrikbände ("Vogel
auf dem Rücken eines Elefanten", 1991, "Fremde
Flügel auf eigener Schulter", 1994 und "Leibesübungen",
2000) veröffent-licht. In ihnen entfaltet sie
in spielerischer Veränderung, poetischer Erweiterung
und ironischer Verfremdung der deutschen Sprache
einen witzig-leichten lyrischen Ton. Dabei werden
zugleich traditionelle Erwartungen und Klischees
aufgebrochen und eingefahrene Verhaltensweisen
in Frage gestellt. Ihre Gedichte thematisieren
alle Lebens- und Erfah-rungsbereiche auf dem Hintergrund
ihrer türkischen Herkunft, der Emanzipation in
der neuen Heimat und ihrer offenen kulturellen
Identität, dabei entwickelt sie einen wachen und
kritischen Blick auf Zeit und Umgebung, insbesondere
die Berliner Szene.
(Quelle:
Robert Bosch-Stiftung)
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