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Inhalt:
Die
Autobiografie der im Exil lebenden Kaiserin des Iran
Ihre prunkvolle Hochzeit mit dem Schah von Persien 1959 wurde
weltweit als Märchenhochzeit gefeiert. Doch während
der Schah meinte, das Land mit härtester Hand regieren
zu müssen, war es Farah Diba-Pahlavi, die den Kontakt
zum Volk suchte und sich für die Befreiung der iranischen
Frau aus den Fesseln der Tradition einsetzte. So tritt uns
in ihren Erinnerungen eine Frau entgegen, die trotz großer
Liebe zu ihrem Mann ihre eigene Persönlichkeit wahrte.
Außerordentlich eindrucksvoll ist die Schilderung der
Flucht der Familie 1979 vor dem Blutrausch der islamistischen
Revolution und der bitteren Jahre des Exils, als sich so mancher
ehemals Vertraute als falscher Freund entlarvte. Trotz weiterer
persönlicher Schicksalsschläge fand sie immer wieder
die Kraft, sich für andere einzusetzen, so für das
UNESCO-Bildungsprogramm „Kinder in Not“. Die Erinnerungen
einer beeindruckenden Frau.
(© 2004 Lübbe Verlag)
Buchbesprechung
- Rezension:
Mit
Tiefblick und emotionaler Wärme schildert Farah Diba-Pahlavi
ihr Leben als erste und einzige Kaiserin des Iran - beginnend
mit ihrer Kindheit in mittelalterlichen Verhältnissen,
über einen kurzen Einblick in ihre Studienzeit in Paris,
hin zur Regierungsphase ihres Mannes, Schah von Persien/Iran,
mit wirtschaftlichem Aufschwung; zur Revolution und zur Beendigung
der Monarchie in blutigen Unruhen sowie schließlich
zum Exil in Amerika.
Es
ist ein Buch über die faszinierende Entwicklung einer
starken Frau, aber auch ein einzigartiges Geschichtsbuch,
das uns Einblick in das Geschehen dieser Region, ihre Religion
und Kultur gibt.
An vielen Stellen wirkt das Buch jedoch, als müsse Diba-Pahlavi
sich für die, in der Öffentlichkeit teilweise stark
umstrittenen, Aktivitäten ihrer Regierungsphase rechtfertigen.
Angesichts der vielen verschiedenen, nicht selten verleumderischen
Meinungen und Urteile, die über den Schah von Iran und
seine Frau verbreitet wurden, ist es allerdings nur zu verständlich,
dass Diba-Pahlavi in ihrem Buch versucht, die Geschichte aus
ihrer Sicht darzulegen. Schließlich wurde alles, wofür
das Herrscherpaar eingetreten war und was die Monarchen in
ihrer Amtszeit an Posotivem bewirkt haben, mit Füßen
getreten - genannt seien hier nur kurz die Frauenrechte und
die Popularisierung iranischer Kultur. Fraglich ist, ob Farahs
Blindheit gegenüber Missständen dieser Zeit in ihrem
Land, gegenüber den Folterungen in ihren Gefängnissen
usw. nicht ganz einfach in Naivität und Gutgläubigkeit
begründet ist. An vielen Stellen lässt die Autorin
Brief- oder Tagebuchdokumente einfließen und verleiht
dadurch ihrem Buch noch mehr den Eindruck von persönlicher
Authentizität.
Ein
ergreifendes und sehr komplexes Buch, das uns einen guten
Einblick in die Geschehnisse rings um den Iran gibt, ohne
dabei kopflastig Fakten aufzulisten, aber auch ein wertendes
Buch ...
(©
2004 Cornelia Eichner für all-around-new-books.de)
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