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Jetzt bestellen: "Griechisches Feuer" von Nicholas Gage

 



 

Biografie & Lebenserinnerungen

 
Griechisches Feuer
Maria Callas und Aristoteles Onassis

Autor: Nicholas Gage
Aus dem Amerikanischen von Ulrike Wasel und Klaus Timmermann

Biografie
gebunden mit Schutzumschlag, 574 Seiten mit Abbildungen
erschienen: Februar 2001
Blessing
ISBN: 3-89667-136-7
Preis: 24,50 Euro

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Inhalt:
Als Aristoteles Onassis im Februar 1975 in Athen ein Flugzeug nach Paris besteigt, in dem sicheren Gefühl, dass er dort sterben wird, begleiten ihn zwei Frauen: seine Tochter Christina, die sich verzweifelt um ihn sorgt, und seine Ehefrau Jacqueline Kennedy Onassis, die er "e Hira" nennt, die Witwe. Er weiß, dass sie so bald wie möglich wieder in New York sein will, und er ist froh darüber. Nur einen einzigen persönlichen Gegenstand nimmt er mit auf seine letzte Reise - eine kleine rote Kaschmirdecke, die er drei Wochen zuvor zu seinem 71. Geburtstag geschenkt bekam, von Maria Callas, der großen Liebe seines Lebens.

Von dem reichsten und gesellschaftlich erfolgreichsten Selfmademan der Welt, dem Tycoon, der jahrzehntelang das Big Business und auch die Schlagzeilen beherrscht hatte, ist kaum mehr etwas zu erahnen. Onassis ist krank, ein gebrochener Mann, seit sein Sohn und Erbe tödlich verunglückte, und auch in finanziellen Dingen hat den Erfolgsverwöhnten das Glück verlassen - seit Jackie Kennedy das Unglück über ihn gebracht hat, wie viele in seiner Umgebung sagen.

Seine Heirat mit der berühmtesten Witwe der Welt hatte Onassis auf den Gipfel seiner sozialen Bedeutung katapultiert, hatte seine Geltungssucht befriedigt, sein Prestige und seinen Promi-Wert noch einmal gesteigert. Doch der Preis war sehr hoch, das Erwachen grausam, und, genau genommen, erfolgte es, schon vor der fatale Bund geschlossen wurde. Er hatte Maria Callas, die Frau, die ihn bedingungslos und leidenschaftlich liebte, mit der er sich so wohl fühlte wie mit keinem anderen Menschen, zutiefst verletzt, sie belogen und betrogen - und verloren. Noch am Tag vor der Hochzeit flehte er sie an, ihn davor zu bewahren. Es war zu spät. Onassis fand sich in einer lieblosen Ehe wieder neben einer kalten Frau, der nichts am Herzen lag außer ihren Kindern und der unerschöpflichen Möglichkeit, wahre Unsummen von Geld auszugeben.

Auch Maria Callas stand vor den Trümmern ihres Lebens. Die Primadonna assoluta,die Jahrhundertsopranistin, die mit ihrer Schauspielkunst die Oper revolutionierte, hatte ihre Stimme nicht mehr in der Gewalt, die göttliche Diva, der das Publikum zu Füßen lag, gehörte der Vergangenheit an. Sie war scheu und einsam - der Fernseher musste ihr die Tage, eine Unzahl von Pillen die Nächte erträglich machen. Doch für die Welt - und für Onassis - baute sie eine Fassade der Stärke auf, sie wollte kein Mitleid für ihren unendlichen Schmerz. Ihre Liebe zu "Aristo" war hemmungslos und unverbrüchlich - vom Tag der ersten Leidenschaft bis zum Tag ihres Todes. Vielleicht aber war ihr Stolz, ihr verletzter Stolz, noch größer, denn er hat sie daran gehindert, Onassis zu verzeihen und das Leben mit ihm noch einmal zu versuchen - so sehr er sie auch immer wieder darum bat.

Natürlich beschränkt sich Nicholas Gage in seiner wunderbar erzählten Lebens- und Liebesgeschichte dieser beiden Menschen nicht auf ihr trauriges Ende. Wir erfahren hier zum ersten Mal die ganze Wahrheit, von den armseligen Anfängen bis hin zu den spektakulären Erfolgen - ein blutjunger griechischer Türkeiflüchtling, der nichts hat als seinen Instinkt und ein gewaltiges Selbstvertrauen, erobert die Finanzwelt; eine unbekannte, fast unförmig dicke, griechische Sängerin, die nicht das geringste Selbstvertrauen hat, aber ein begnadetes Talent und eine unstillbare Arbeitslust, wird zur Königin der Opernwelt.

Der mehrfach ausgezeichnete investigative Journalist hat in Amerika und Europa, vor allem aber in seiner griechischen Heimat, jahrelang recherchiert; er hat mit allen noch lebenden Verwandten, Freunden und Partnern von Callas und Onassis gesprochen, und er hat alles, was über beide veröffentlicht wurde, gelesen. Sein Fazit: Die meisten Veröffentlichungen strotzen vor Ungenauigkeiten und Fehlern; vieles davon wurde ungeprüft ständig neu übernommen, so dass Fehlinformationen schließlich als Fakten gehandelt wurden.

Für Gage sind hohe handwerkliche Normen eine Selbstverständlich-keit: Alles, was er an Tatsachen überliefert, ist entweder durch mindestens zwei übereinstimmende, voneinander unabhängige Zeugen bestätigt oder durch ein Originaldokument bewiesen. Damit gelingen ihm nicht nur entscheidende Korrekturen am gängigen, klischeehaften Bild der beiden, sondern vor allem auch die Enthüllung bislang unbekannter, teils wahrhaft sensationeller Details. So wurde beispielsweise das Geburtsdatum von Onassis (vor Gage) noch nie korrekt angegeben, nicht einmal auf seinem Grabstein. Auch die legendäre Kreuzfahrt - auf der diese Liebe so unübersehbar wurde, dass selbst der Mitpassagier G.B. Meneghini, Ehemann und Manager der Callas, befand: "Es war, als würde ein Feuer sie beide verzehren" - wird hier zum ersten Mal in allen Details und der Wirklichkeit entsprechend dargestellt. Dass Maria Callas acht Monate später in Mailand ein Kind zur Welt gebracht hat, das noch am selben Tag starb, dass Onassis also nicht nur einen, sondern zwei Söhne verlor, ist eine Tatsache, die der Welt, und selbst den engsten Freunden, bislang vollkommen unbekannt war - und die Nicholas Gage in "Griechisches Feuer" durch ein Foto des Neugeborenen sowie durch seine Geburtsurkunde beweisen kann.

Ein Buch, das sich fast wie ein Film vor den Augen des Lesers abspult, das sich liest wie ein Roman - und das dennoch nichts als die Wahrheit ist.

(© 2001 Karl Blessing Verlag)

Fazit:
Nicholas Gage versteht sein Handwerk. Diese 574 Seiten lesen sich wie Butter, sind ungeheuer spannend und enthüllen dabei Geheimnisse, die bisher niemand ans Licht gebracht hat. Nun, man fragt sich, wieso nicht?

Normalerweise gehen Journalisten den Dingen auf den Grund. Und doch: Offensichtlich hat sich - bis auf Nicholas Gage - bisher niemand die Mühe gemacht, die Wahrheit wirklich herauszufinden. Wie sonst kann man sich erklären, dass die Schwangerschaft der Callas unbemerkt blieb und sogar ein Bild des toten Babys existiert?

Behutsam, ohne Sensationshunger, geht Gage bei seinen Recherchen und mit den Menschen, die er befragt hat, um - und erfährt vielleicht deshalb mehr als andere. Wie ein Puzzle setzt er jedes Detail zu einer letztendlich traurigen Geschichte zusammen, eine Geschichte, in der zwei Menschen sich ein Leben lang lieben und aus den verschiedensten Gründen doch nie zusammen-kommen, eine Geschichte, in der auch andere Menschen nicht ihr erhofftes Glück gefunden haben.

Dieses Portrait hat alles: Glamour, Liebe, Verrat, seelische Abgründe, unsagbare Trauer, aber auch wenige Momente des Glücks. Gage präsentiert Fakten, aber er wertet nicht. Auch das macht das Gütesiegel dieses Buches aus ...

(© 2001 Evelyn Schaust-Weber)

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