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Inhalt:
Den Himmel kann man
nicht abhängen - alles andere schon. Und oft tut man nur so,
als ob das Leben normal wäre. Ein anonymer Anrufer bringt
den Alltag einer Schriftstellerin aus dem Rhythmus. Er beschimpft
sie mit einer eigentümlich warmen Stimme. Als ob nichts gewesen
wäre, erledigt sie aber weiterhin ihre Post, geht mit Meyer-Bromberger,
der sich um ihre Angelegenheiten kümmert, zum Sushi-Essen
und überlegt, wie sie Simmy, ihrer sehr aufgeweckten Tochter,
eine Tätowierung ausreden könnte. Auch wenn sich nichts wirklich
verändert hat, ist doch alles anders geworden. Sie spürt die
Angst im Rücken, fühlt sich beobachtet, und vielleicht gibt
es ja auch jemanden, der sie ganz einfach abknallen will.
Erst als sie sich eine Platte ihres Mannes Serge auflegt,
eines Jazzmusikers, kann sie für kurze Zeit vergessen, dass
nicht mehr alles in Ordnung ist. Beim Hören muss sie an Eddie
denken, den genialen Geigenspieler, der gemeinsam mit Serge
"Blue Heaven "komponierte. Eddie war ganz plötzlich tot und
eine Legende - einer muss ihn, der mit seiner Geige ziemlich
an den Himmel rankam, verraten haben. Er wurde einfach abgehängt.
Aber das ist normal. Und als ob nichts gewesen wäre, klingelt
wieder das Telefon.
(©
2001 S. Fischer Verlag)
Fazit:
Wirklich gelungen und mit trockenem Witz gespickt ist die
Beschreibung des Sushi-Essens. Aber ansonsten klingt alles
wie ein Geplänkel oder Gedanken, die einem beim Geschirrspülen
durch den Kopf gehen. Alltagssequenzen aneinandergehängt
- nicht abgehängt und wirklich seziert. Nichts, was eine
durchgehende Handlung hätte oder etwa ein weltbewegendes
Endergebnis. Wenn der Abwasch erledigt ist, sind auch die
Gedanken aus dem Kopf.
Im Gegensatz zu den anderen
Büchern Vanderbekes hat man bei diesem Buch eher das
Gefühl: Der Tisch kann wieder fürs Abendessen gedeckt
werden. Mal sehen, was dann kommt ...
(©
2001 Evelyn Schaust-Weber)
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