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Jetzt bestellen: "Sutters Glück" von Adolf Muschg






 

Roman/Erzählung

Sutters Glück

Autor: Adolf Muschg

Roman
gebunden mit Schutzumschlag, 335 Seiten
erschienen: 2001
Suhrkamp
ISBN: 3-518-41214-0
Preis: 20,80 Euro
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Inhalt:
Sutter, ein ehemaliger Gerichtsreporter, seit kurzem Witwer, wird Abend für Abend und immer um dieselbe Zeit von einem anonymen Anrufer heimgesucht – und schließlich, bei einem Spaziergang, angeschossen. Nach seiner Genesung macht er sich auf, den Täter zu finden, und ist rasch in den Spuren einer alten Geschichte: in einem Gerichtsprozeß, in den er vor Jahren als Beobachter geraten und in dem es für alle Beteiligten um Tod und Leben gegangen war.

Im Erinnern und minutiösen Wiederherstellen von längst Vergangenem erfährt Sutter, daß seine Frau Ruth mit ihrem Freitod Geheimnisse hinterlassen hat – die er nun zu befragen und zu entwirren hat. Im kleinen Kosmos seiner Umgebung, die sich fortschrittlich wähnt und freundlich gibt, stößt Sutter auf alle die Fallen, in die er zeitlebens immer wieder getappt war. Sein Lebensroman, den er bald vor sich sieht, gleicht einem Krimi, in dem er die Rolle des Täters wie die des Opfers nur allzu gern zu spielen bereit war.

Mit Sutters Glück hat Adolf Muschg ein großes Buch geschrieben. Ein Buch, das von Liebe und Einsamkeit, von Freundschaft, Sehnsucht und Trauer, von allen Wegen und Irrwegen, auf denen sich Männer und Frauen begegnen, erzählt. Ein Buch, in dem die Menschen versuchen, in jedem Alter, zu jeder Zeit das Glück zu jagen, auch wenn es von seinem Gegenteil nicht immer zu unterscheiden ist.

(© 2001 Suhrkamp Verlag)

Fazit:
Ruth, die Frau Sutters, ist unheilbar an Krebs erkrankt und begeht Selbstmord. Sutter ist nun allein und versucht irgendwie zurechtzukommen - mit sich und seinem Leben. Dann sind da die nächtlichen Telefonanrufe - immer zur gleichen Zeit. Schließlich wird er auf einem Waldspaziergang sogar angeschossen und ins Krankenhaus eingeliefert. Im Laufe seiner äußerlichen Gesundung wird er im Inneren immer "ungesunder. Er hinterfragt sein bisheriges Leben, zieht Bilanz. Was da zum Vorschein komt, gefällt ihm gar nicht. Als Gerichtsreporter hat er mit seinen Artikeln und Biografien der Prozessbeteiligten Urteile beeinflussen können. Dass dies eine ungeheure Anmaßung war, wird ihm jetzt so richtig bewusst wie weitere Irrtümer seines Lebens. Aber mittlerweile ist er nicht einmal mehr fähig, sein eigenes Leben positiv zu beeinflussen. Er geht zum Sterben - wie schon seine Frau - in den See ...

Die Vereinsamung eines Menschen, das Abkapseln von der Außenwelt, ist das Hauptthema dieses Romans. Sprachlich sicher interessant, wenngleich auch manchmal allzuviel verschachtelte Sätze eher Verwirrung stiften, den Lesefluss und damit auch das Einfühlen in Personen behindern. Das Glück, von dem im Titel die Rede ist, scheint im ganzen Roman absolut auf der Strecke geblieben zu sein!

(© 2001 Evelyn Schaust-Weber)

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