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Inhalt:
Der Roman spielt von den vier Kindern - Ariana, Ronny, Carl
und Elinn, die auf einer kleinen Kolonie auf dem Mars geboren
wurden und dort aufgewachsen sind, ohne je auf der Erde gewesen
zu sein. Als die politische Gesinnung im Jahre 2086 sich ändert
und das Marsprojekt nicht mehr bei der Erdbevölkerung allzu
sehr populär ist, wird beschlossen, dass die Forschungsstation
stillgelegt werden und die Kolonisten wieder zurück zur Erde
kommen sollen.
Der Bevollmächtigte der Erdregierung, Pigrato, der nicht gerne
auf dem Roten Planeten eingesetzt ist, möchte den Widerstand
seitens der Kolonisten vermeiden und versucht, dies gegenüber
den Kolonisten zu verheimlichen. Allerdings hat er nicht mit
der Neugier der vier Kinder gerechnet. Carl und Elinn hörten
das heimliche Gespräch von Pigrato und seinen Gehilfen zu
den Vorbereitungen der Evakuierung zufällig mit, als sie sich
im Kartenraum versteckten, wo sie nicht hätten sein sollen.
Während Carl nichts dagegen hat, zur Erde zu kommen, da er
dort studieren möchte, so sind seine Freunde doch sehr erschüttert.
Im Lauf der Geschichte erfahren die Freunde, das Elinn auf
dem Mars als Frühgeburt zur Welt kam. Bedingt durch die Umweltbedingungen
ist bei ihr nicht der Surfactant-Faktor eingetreten, der nach
der Geburt die Lungenblässchen stabilisiert. Dadurch wäre
das Leben auf der Erde für sie tödlich. Für die Erdregierung
kein Grund, die Evakuierung abzubrechen. Man gibt Ihr dann
einen Platz in einem kleinen Bereich der Raumstation, in dem
geringe Schwere herrscht. Die Kinder beschließen, aus der
Kolonie zu fliehen, um auf der nahegelegenen Station der Asiatischen
Allianz Asyl zu beantragen.
Auch ein von Elinn gefundenes Artefakt spielt noch eine wichtige
Rolle in der Geschichte ...
Fazit:
Der Autor baut im Lauf der Geschichte den Höhepunkt spannend
auf und führt den Leser manchmal auch auf den Holzweg mit
seinen Gedanken. Man fiebert mit den Kindern förmlich mit
und ist versucht, ebenfalls Wege zu finden, um die Evakuierung
zu verhindern. Wissenschaftliche Fakten sind leicht verständlich
und gut fundiert in die Geschichte eingebettet, obwohl sie
manchmal auch nur am Rand erwähnt werden.
Die Hauptstory des Romans ist das Leben auf dem Mars und die
Bedrohung dessen; Elinns Fundstück spielt eigentlich kaum
eine Rolle, aber das daraus resultierende Ende wirkt nicht
aufgesetzt. Im Gegenteil, man darf wohl auf eine Fortsetzung
gespannt sein, denn der Roman verlangt nach mehr.
Mich persönlich hat der Roman sehr mitgerissen, obwohl ich
ja eigentlich nicht zur Zielgruppe von DAS MARSPROJEKT zähle.
Insofern ist das Buch auch für Erwachsene lesenswert.
(©
2001 Markus Wolf für all-around-new-books.de)
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