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Inhalt:
In diesen Studien über
zehn große Romane der Weltliteratur betrachtet W. Somerset
Maugham nicht nur die Persönlichkeiten und das Leben
ihrer Autoren: er führt auch beispielhaft vor, wie Literaturkritik
aussehen sollte. Geschrieben von einem meisterhaften Erzähler
ist das Buch eine amüsante Auseinandersetzung mit dem
Handwerk des Schriftstellers, eine Studie über die Voraussetzungen,
unter denen literarische Meisterwerke entstehen, und ein subjektiver
Blick auf die Geschichte der Literatur.
(©
2002 Diogenes Verlag)
Fazit:
Der Autor
William
Somerset Maugham erblickte 1874 das Licht der Welt und starb
1966. Die ersten zehn Jahre lebte er in Paris. Am Lebensende
an der Riviera.
Er wurde an der King´s School, Canterbury und an der
Universität Heidelberg erzogen.
Somerset Maugham war gelernter Arzt. Der Erfolg seines ersten
Romans – Liza
of Lambeth – gewann ihn für die Autorenlaufbahn.
Er
war einer der erfolgreichsten Bühnenautoren. Seine
Romane und Kurzgeschichten hatten gleichfalls riesigen verdienten
Erfolg. Seine Werke sind bis heute im Buchhandel erhältlich.
Somerset Maugham arbeitete und feilte Zeit seines Lebens an
seinem Stil. Es gelang ihm, flüssig, präzise, elegant
und geschmeidig zu schreiben.
Somerset
Maugham stotterte und war dem eigenen Geschlecht zugeneigt.
Im
ersten Weltkrieg arbeitete er getarnt als Autor, der er ja
tatsächlich war, im Ausland für den Secret Service.
Aus diesen Erfahrungen destillierte er seine berühmten
Ashenden Stories. Ashenden ist sein alter ego,
Mann des Geheimdienstes.
Somerset Maugham begegnete dem Okkultisten Aleister Crowley
zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Paris (Die Beatles bilden
1966 auf dem Cover der LP „Sgt. Pepper´s Lonely
Heart´s Club” Aleister Crowley ab.) und schrieb
über ihn den Roman The
Magician.
Für sein wichtigstes Werk hielt er The
Razor´s Edge.
Hinweis
In
Italien heißt es: “Traduttore è Tradittore”.
(= „Übersetzer ist Verräter.“) Ausnahmslos
jede Übersetzung verfälscht. Wann immer möglich
sollte man ein Buch in der Originalsprache (Ten
Novels and Their Authors; erste Auflage des Originals:
1954) lesen. Also auch dieses.
Das Buch
Der
Verleger einer amerikanischen Literaturzeitschrift bat Somerset
Maugham um eine Liste der – nach Meinung Maughams -
zehn besten Romane der Welt. Aus
der Liste wurde dieses Buch. Hier spricht ein kultivierter
Autor zu uns.
Das
Buch
enthält zwölf Kapitel:
1. Die Kunst des Romans
2. Henry Fielding und Tom Jones
3. Jane Austen und Stolz und Vorurteil
4. Stendhal und Rot und Schwarz
5. Honoré de Balzac und Vater Goriot
6. Charles Dickens und David Copperfield
7. Gustave Flaubert und Madame Bovary
8. Hermann Melville und Moby Dick
9. Emily Brontë und Sturmhöhe
10. Fjodor Dostojewskij und Die Brüder Karamasow
11. Leo Tolstoi und Krieg und Frieden
12. Schlusswort
In der Einleitung stellt Somerset Maugham seine zentrale These
auf: Ein Roman muss unterhalten. Soweit
die von ihm genannten Romane den Leser nicht unterhalten,
rät er ihm zum Überblättern und bekennt, er
selber tue es. Was ihn langweilt, überschlägt er,
gesteht Maugham.
Er setzt sich mit der Literatenthese auseinander, die Darstellungsweise
sei wichtiger als die Handlung und sagt, Scheherazade, die
Erzählerin von „1001 Nacht“, hätte sehr
früh ihren Kopf verloren, wenn sie sich auf die Darstellungsweise
statt der Handlung konzentriert hätte.
In
zehn Kapiteln schreibt er über das Leben des jeweiligen
Autoren und sein maßgebliches Werk. Die Stories selbst
verrät er nicht.
Ein
Schreiber von Weltrang begründet hier sein literarisches
Urteil über die ihm wichtigsten Romane der Weltliteratur.
(©
2004 Holger Roehlig für all-around-new-books)
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