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Inhalt:
Der
Zoobesuch mit der ganzen Familie ist schon länger geplant.
Jetzt aber hat Rieke keine Lust mehr, mit Mama, Papa, dem
klei-nen Bruder Simon und Tante Elinor mit zu gehen. Viel
lieber würde sie daheim bleiben. Allein! Hartnäckig beharrt
sie auf ihrer Forderung "Ich möchte bitte zu Hause bleiben."
Mama gibt nach und so hat Rieke einen ganzen Nachmittag für
sich.
Zeit, um sich Sirup zu machen, so wie Mama ihn nicht mag.
Um Krähen zu beobachten, durchs Fernsehen zu zappen, zu malen,
zu basteln und sich ihre alten Bücher und Kassetten - eigentlich
Kinderkram - mal wieder in Ruhe vorzunehmen. Rieke
langweilt sich nicht. Normalerweise ist sie auch ganz schön
verplant - nach der Schule Religionsunterricht, Ballett, Musikstunde,
sich mit Freundin Laura treffen und Geige üben. Und als Mama
die Woche drauf seit Urzeiten wieder Zeit für sich beansprucht
und Porzellan bemalt, da kann Rieke das verstehen, auch wenn
sie gerne mit Laura von ihr zum Schwimmen gefahren worden
wäre.
Fazit:
Bettina
Wegenast hat mit "Endlich hab ich frei!" eine wichtige
Er-fahrung für Kinder im Buch umgesetzt. Mit sicherem Gespür
für den Alltag in der Familie und einem klaren Blick für die
Gefühlswelt ihrer Rieke schafft sie es, die Bedeutung von
Freiraum für jeden einzel-nen anschaulich zu machen. Klar,
dass dabei auch andere ent-täuscht werden. Papa war sogar
sauer, dass Rieke nicht mit war und Simon hat sie vermisst.
Ganz zu schweigen von Mama, die sich aufgeregt hat, weil Rieke
ja was hätte passieren können. Genauso klar wird aber, wie
unendlich wichtig diese Freiräume sind, wie wichtig es ist,
Zeit für sich selbst zu haben.
Die Schwarz-Weiß-Illustrationen von Kerstin Meyer geben die
Stim-mungen Riekes und ihre Erlebnisse treffsicher wieder
und ergänzen den Text hervorragend. Eine rundum gelungene
Angelegenheit!
(©
2001 Katja Theiß)
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