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Inhalt:
Die indianische Schamanin Dhyani Ywahoo schildert auf sehr
bildhafte und persönliche Weise Schlüsselmomente
ihres Lebens, die zu ihrer Entwicklung als weise Frau und
spirituelle Lehrerin führten. Ihr Buch verbindet persönliche
Erfahrungen mit grundlegenden Lehren des indianischen Weltbildes.
Mit überzeugenden Teachings, einprägsamen Ritualen
und Übungen, Gebeten und Meditationen übermittelt
Dhyani Ywahoo, wie man alte indianische Weisheiten in unsere
neue Zeit übersetzen kann, um so dem Leben Sinn und Menschlichkeit,
Frieden und Erfüllung zu geben.
Die Autorin erweist sich als eine führende spirituelle
Lehrerin unserer Zeit, die mit ihrem Buch über die Grenzen
von Nationen, Kulturen und Religionen hinausführt und
einen praktischen Weg zu Weisheit und Heilung des Einzelnen
und der Erde weist.
Indianische Weisheiten für unsere Zeit - Botschaften
einer
führenden spirituellen Lehrerin und Schamanin.
Zur Autorin:
Dhyani
Ywahoo ist Schamanin, Heilerin, weise Frau, spirituelle Lehrerin,
Gründerin und Direktorin des Sunray-Institutes und Chief
der Green Mountain Ani Yun Wiwa, eines Stammes der Cherokee-Indianer.
Ihr Buch verbindet persönliche Erfahrungen mit grundlegenden
Lehren des indianischen Weltbildes.
(©
2004 Lüchow Verlag)
Buchbesprechung
- Rezension:
"Ihr Leben sei nicht linear", so schreibt die Autorin
gleich zu Beginn des Buches und dementsprechend liest sich
das gesamte auch. Fakten und Episoden aus dem Leben der Cherokee-Indianerin
wurden bunt zusammengewürfelt - mit Darstellungen von
Ritualen, mythischen Überlieferungen, Anleitungen zu
Meditationen und spirituellen Handlungen, mit Fragmenten des
indianischen
Weltbildes, mit uralten Gebeten. Es gibt keine Chronologie,
keinen
sachlogischen Aufbau. Ywahoos Gedanken springen im Zickzack,
teilweise auch mitten im Absatz und sind geprägt von
völlig fremden Sprachbildern. Das macht ein kontinuierliches
Lesen schwer, behindert auch die Verständlichkeit. Um
die im Text enthaltenen sprachlichen Fehler zu zählen,
braucht man mindestens zwei Hände. Dennoch ist es auch
ein durchaus schönes, reiches und metaphorisch farbiges
Buch.
"Dieses
Buch ist aus der Perspektive einer Cherokee geschrieben worden,
die in späteren Jahren durch die Lehren des tibetischen
Buddhismus erweitert wurde.'' Ywahoo spricht von der Spirale
des Lebens und davon, wie alles miteinander verbunden ist.
Sie übt Zivilisations- und Gesellschaftskritik, lenkt
den Blick der Lesenden auf die bedeutenden Elemente und natürlichen
Zusammenhänge des Lebens. Sie schildert, wie sie dieses
Wissen erlangt hat und für sich immer wieder verifiziert.
Sie zeigt uns auch, wie, so wird es zumindest bei alten Völkern
wie den Cherokee gesehen, Wissen im Rahmen der Familie über
Generationen hinweg weitertransportiert wird und damit erhalten
bleibt. Sie weist uns mit ihren Worten den Weg zu unseren
eigenen Wurzeln, hilft, uns selbst zu erkennen und zu unserem
individuellen Wesen zu stehen.
Schöne
Sätze regen zum Grübeln an: "In diesem Land
der Fülle, wo uns so viel zur Verfügung steht, ist
es ein Anzeichen für Suchtverhalten, wenn wir keinen
Dank abstatten für die Fülle und das, was uns gegeben
wird, nicht bewusst schätzen, sondern Essen, Getränke
und Drogen als Mittel der Belohnung oder der Tröstung
verwenden." Auch konkrete Hilfestellungen leiten
sich aus solchen Gedanken ab, wie zum Beispiel die Schilderung
des
Gegenmittels bei Drogenmissbrauch oder ähnlichem.
Merkwürdig erscheinen Gedanken wie jener: "Wenn
wir kurz davor stehen, wieder geboren zu werden, dann schauen
wir uns nach künftigen Eltern um, die auf der gleichen
Wellenlänge sind, und wir suchen nach einer Umgebung,
in der unsere Gaben aufblühen können. Wenn wir in
einem weiblichen Körper sind, werden wir dann
von unserem Vater angezogen; wir kommen durch seine Nase hinein
und er ejakuliert dann in die Mutter. Das ist Himmelsenergie,
die nach unten steigt. Von der Mutter stammt der Korb, um
uns darin zu empfangen, und das sind Energiespiralen, die
aufsteigen." (S. 111)
Die von Ywahoo vorgestellten Meditationen sind meist visualisierender
Natur. Neben diesen Meditationen stellt sie auch dar, wie
man von Kristallen lernen und durch die Erde erfahren kann.
Auch die Frage, wie Menschen dem Tod begegnen, welche Unterschiede
es dabei zwischen den Kulturen gibt, thematisiert die Autorin.
Und schließlich befasst sie sich auch mit Religionen
und ihrem Ursprung: "Es gibt im Grunde genommen nur
eine Wahrheit, zu der wir alle unmittelbaren Zugang erlangen
können, gleich was
unser weltanschaulicher oder religiöser Hintergrund ist.
Die Wahrheit ist nicht weit weg. Wir müssen nur den natürlichen
Zustand unseres Geistes oder Bewusst-Seins erkennen."
(S. 121)
Im Anhang ergänzt sie das Geschriebene durch das Herz-Sutra
und durch ein kleines indianisches Glossar, dass äußerst
spannende Informationen enthält, sowie ein kleines buddhistisches
Glossar.
Es
gibt viel zu entdecken im Buch der Schamanin, man erhält
die Möglichkeit, aus anderen Perspektiven auf Leben und
Welt zu blicken.
Insgesamt ist Ywahoos Werk verwirrend und auch wirr, aber
es macht Mut und gibt Kraft; zum Nachdenken bringt es allemal.
(©
2004 Cornelia Eichner für all-around-new-books.de)
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