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Inhalt
und Fazit:
"Das hält man doch nicht für möglich!
Diese Weißen wissen nichts, aber auch gar nichts! Sie
erkennen weder die alte Großmutter, die tief unter der
Erde die Geister der Tiere und Pflanzen hütet, noch die
Kraft des heiligen Beifußes. Sie können sich kaum
nach den vier Himmelsrichtungen orientieren; mit den Tieren
und Geistern können sie nicht reden. Wie haben sie überhaupt
überlebt?"
Was
dieser Indianer, den Wolf-Dieter Storl im ersten Kapitel seines
Buches zitiert, zu den Ergebnissen der Gipfel in Kyoto und
Johannesburg sagen würde? Leben im Einklang mit der Natur
und die Wiederbelebung verschollenen Wissens um Pflanzen und
deren Magie sind die Hauptthemen des in Sachsen geborenen
und in den USA aufgewachsenen Ethnobotanikers und Kulturanthropologen.
Seit
1988 lebt er mit seiner Familie als freischaffender Schriftsteller
im Allgäu und gibt sein Wissen regelmäßig
in Seminaren, Vorträgen und Büchern weiter. Im vorliegenden
Buch schildert der "Schamane aus dem Allgäu"
(GEO 8/2000) die magische keltische Welt.
Die Kelten waren fast tausend Jahre lang die führende
Kultur in weiten Teilen Europas. Zwar wurde das Druidentum
zerstört, aber das einfache Volk hielt am alten Wissen
fest und gab es weiter in Form von Bauernregeln, Märchen,
Sagen, Jahreszeitenritualen und vor allem als Kräuterwissen
und Volksheilkunde.
Der
Autor führt uns zu einer Heilkunde, in der es nicht um
Wirkstoffe geht, sondern um die Zauberkraft und Magie der
Pflanzen. Er stellt die wichtigsten Heil- und Zauberpflanzen
und die Bäume der Kelten in ihrem jahreszeitlichen und
kulturellen Kontext, in der Heilkunde und in der Magie vor.
Er beschreibt die Bedeutung des keltischen Jahreskreises und
des Baumkalenders und die acht keltischen Jahresfeste mit
ihren Ritualen, mit zahlreichen praktischen Rezepten für
altüberlieferte Heilmittel und Heilanwendungen.
"Die
lebendige keltische Pflanzenkunde [...] ist im Zuge der Kulturveränderung
[...] verloren gegangen. Der Verlust der in vielen Jahrtausenden
gesammelten Pflanzenerkenntnisse ist zuglich ein kultureller
Verlust. Was übrig bleibt, sind einige bezugslose Fragmente
einstigen Wissens, das oft verzerrt oder zum Aberglauben degeneriert
ist. Aber viel der keltischen Kräuterweisheit ist dennoch
in der einfachen Kräuterheilkunde weitertradiert worden.
Auch Märchen, Sagen, Brauchtum und die Sprache selbst
enthalten Spuren dieser ursprünglichen Weisheit. Auf
diese Spuren hinzuweisen ist das Anliegen dieses Buches."
(Wolf-Dieter Storl)
(©
2002 Claudia Strafner für all-around-new-books.de)
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