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Inhalt:
Thomas Müller,
der Teddy der Familie Wortmann, steckt in ernsten Schwierigkeiten:
Er hat beim Heilig-Abend-allerletzter-Drücker-Weihnachtseinkauf
im Hamburger Karstadt seine Familie verloren. Dann ist er
von einem Taxifahrer verprügelt worden, der merkte, dass
er sich ohne Geld in den heimatlichen Vorort kutschieren lassen
wollte. Und nun sitzt er, nass, verzweifelt und mit dem verfilzten
Fell langsam am Brunnenrand festfrierend, mitten in der menschenleeren,
nächtlichen Innenstadt von Hamburg. Und ausgerechnet
da taucht auch noch diese ziemlich gefährlich aussehende
Katze auf ...
(©
2003 Eichborn)
Fazit:
Familie Wortmann, bestehend aus Frau und Herrn Wortmann
sowie Sohn Marc Wortmann, ist eine sehr außergewöhnliche
Familie. Nicht nur, dass sie die Weihnachtsgeschenke erst
am Heiligabend kaufen, weil sie es mögen, wenn es in
den Geschäften richtig voll und hektisch ist. Nein, Familie
Wortmann hat auch einen Teddybär. Und der hat sogar einen
vollständigen Namen: Thomas Müller. Leider kommt
Thomas Müller dann mitten im Hamburger Weihnachtstrubel
abhanden und muss sich irgendwie alleine durchschlagen. Nicht
einfach, denn außerhalb der Geborgenheit, die er in
und mit der Familie Wortmann genießt, gibt es auch ganz
andere Gestalten da draußen. Prügelnde Taxifahrer
sind zunächst vielleicht noch das kleinere Übel,
bis diese dunkle Katze auftaucht. Innerlich bibbert er vor
Angst. Doch Panther, Kaiser über alle Wanderkatzen, sieht
schlimmer aus, als sie in Wirklichkeit ist. Er kommt sogar
mit ihr ins Gespräch und nennt sie aufgrund eines Missverständnisses
Sandra Kaiser. Das gefällt ihr offensichtlich und so
hilft sie ihm, wieder auf die Beine und schließlich
nach Hause zu kommen. Familie Wortmann ist dann auch hocherfreut,
Thomas Müller endlich wieder bei sich zu haben und lädt
Sandra Kaiser gleich mit ein, den Heiligabend bei ihnen zu
verbingen. Das Happy-End der außergewöhnlichen
Familie ist perfekt: Frau Wortmann bekommt einen Werkzeugkoffer,
Herr Wortmann freut sich riesig auf die Socken und verzichtet
schweren Herzens zu Gunsten Sandra Kaisers auf die Pocahontas-Bettwäsche
mit dem Indianermädchen.
Ein
zauberhaft illustriertes kleines Buch mit einer großen
Geschichte, in der so ziemlich alles anders ist, als man es
vermuten mag - genau diese Mischung macht den Reiz dieses
modernen "Märchens" aus. Absolut lesens- und
liebenswert!
(©
2003 Evelyn Schaust-Weber)
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