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Inhalt:
Das traurige Ende des
Märchenkönigs präsentiert Konecny als ein erzählerisches
Talent, das selten geworden ist:
Seine Geschichten sind rasant geschrieben, fesselnd, voller
Humor, aber auch melancholisch und hintergündig. Als
»Emigrant«, wie er sich selbst gerne bezeichnet,
ist sein Blick auf Deutschland stets gebrochen, voller Fragen
und kreativer Mißverständnisse. Der bittere Witz
seiner Prosa entsteht im Niemandsland zwischen den Län-dern,
Geschlechtern und Identitäten und hilft, unsere gewohnte
Ordnung in Frage zu stellen.
(©
2002 Ventil Verlag)
Fazit:
Lustig, nachdenklich und mit Hintersinn kommen die Geschichten
von Jaromir Konecny daher. Sie leben zum großen Teil
von der persönlichen Ambivalenz der Gedanken- und Gefühlswelt
des 1956 in Prag geborenen und seit 1982 in Deutschland lebenden
Autors. Seine Geschichten stellen mehr in Frage als festzustellen
- und dies ist gut. Ganz stark sind die Erzählungen „Untersuchungen
an Emigranten" und „Die Osterbotschaft
oder der Krieg zwischen Männern und Frauen“.
Dass Humor sehr vom inneren
Schmerz lebt, wird hier auf hohem Niveau nachgewiesen. Eher
schwach: „Wie Tschechen ins Fernsehen kommen“
und „Bei der Post AG“, weil damit zu
viele Klischees bedient werden und die überraschenden
Einfälle bedenklich zum Schenkelklopferhumor neigen.
Zusammengefasst: Ein empfehlenswertes Buch. Leicht zu lesen,
und es hinterlässt trotzdem einen bleibenden Eindruck.
(©
2003 Ulf Großmann für all-around-new-books.de)
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