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Rückentext:
England im Jahre 2021:
Die Menschheit ist zum Aussterben verurteilt. Weltweit werden
keine Kinder mehr geboren. Die Demokratien beginnen zu bröckeln,
überall blitzt Despotismus auf. Als der Historiker Faron
aus Oxford gegen das Regime aufbegehrt, gerät er über
Nacht in eine Welt des Alptraums und des Schreckens.
(© 2002 Scherz Verlag)
Fazit:
Weltweit wurden seit 30 Jahren keine Kinder mehr geboren.
Es ist nur noch eine Frage der Zeit, wann die Menschheit ausgestorben
sein wird.
In diesem Szenario spielt P. D. James 1992 erschienener Zukunftsroman,
der 2002 als Taschenbuchausgabe neu aufgelegt wurde. Dabei
ist das Buch nicht nur ein Science Fiction-Roman, sondern
auch eine spannende Erzählung, fast ein Krimi. Im ersten Teil
des Buches überwiegt der Zukunftsroman, in der zweiten Hälfte
der Krimi.
James zeichnet das Bild einer Welt mit veränderten Lebens-einstellungen
und einer entsprechend angepassten Gesellschaft. Für beides
greift sie Entwicklungen der heutigen Zeit auf und spitzt
sie zu. Es ist eine faszinierende Thematik, feinfühlige
Analyse und interessante Fortschreibung.
P. D. James entwickelt sowohl Einzelschicksale als auch ein
politisches Gesamtportrait. Leider reizt sie ihre Ideen nicht
bis zum Schluss aus. Es wirkt fast so, als hätte sie im Laufe
des Buches der Mut zur eigenen Vision verlassen. Bloß
keine Apokalypse, nein, das Ende muss sogar versöhnlich sein.
Aber das ändert nichts an der großen Stärke des Buches:
Es verführt zum Aufblicken von den Seiten, das Buch kurz aus
der Hand zu legen, auf dem Balkon eine Zigarette anzuzünden
und über die letzten Sätze nachzudenken. Mal kürzer, mal länger,
aber öfter als bei den meisten anderen Zukunftsromanen.
PS:
Dass Klappendeckeltextverfasser nicht unbedingt das Buch gelesen
oder zumindest verstanden haben, zeigt hier die Formulierung
"Welt des Alptraums und des Schreckens".
(©
2002 Philip Schreiterer für all-around-new-books.de)
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