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Das hat man selten - ein Musical, das auch
nach zwei Jahren Spielzeit noch immer Massen von Zuschauern
anlockt. Was ist es also, was da so erfolgreich über die Bühne
läuft und den Musical Dome in Köln an den Vorstellungstagen
bis auf den letzten Platz füllt - und das von Jung bis Alt,
aus dem In- und Ausland?
Das wollten wir wissen und haben's uns mal
angeschaut ...
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Saturday
Night Fever
Ein Musical
erobert die Herzen der Zuschauer
Es ist Donnerstag,
der 30. August 2001 und gleichzeitig der letzte schöne Sommertag
in diesem Jahr. An den Kassen ein Gedrängel, als gelte es,
das letzte Brot des Tages zu erwischen. Schon erklingt der
Aufruf, doch die Plätze einzunehmen. Das tun wir und harren
der Dinge, die da gleich kommen mögen.
Präsentiert
werden soll eine Geschichte, die schon 1977 in den Kinos zu
einem Riesen-Erfolg wurde. Die Geschichte von Tony Manero,
einem Farbenverkäufer, der der New Yorker Vorstadt Brooklyn
entfliehen will, von einem besseren Leben an der Seite eines
schönes Mädchens namens Stephanie Mangano träumt und als umschwärmter
Disco-King seine Sehnsüchte samgstagsnachts auf der Tanzfläche
auslebt.
Schon seinerzeit
brach John Travolta, der in der Rolle des Tony Manero über
Nacht zum Weltstar wurde, mit "Saturday Night Fever" im Kino
alle Rekorde und auch so manchen Frauen das Herz. Aber auch
die Jungs von damals ließen sich anstecken und gingen freiwillig
in den nächsten Tanzkurs, um in der Disco auch nur eine halbwegs
so gute Figur wie John Travolta abzugeben und einen aufsehenerregenden
fetzigen Tanzstil aufs Parkett zu legen, der mittlerweile
legendär und oft kopiert wurde.
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Das Licht geht aus.
Der Vorhang hebt sich - und vor einem atem-beraubenden
Bühnenbild, das sich im Laufe der Vorstellung immer
wieder geradezu magisch verwandeln wird, erscheint die
Kulisse einer Diskothek. Sofort ertönt das wohl-bekannte
Stayin' Alive der Bee Gees, gespielt von einem
leibhaftigen Orchester, und perfekt inszeniert in Tanz
und Gesang von einem 47-köpfigen Ensemble, das ganz
im Stil der 70er Jahre gekleidet ist - groß-
gemusterte Hemden, Schlaghosen, Lederjacken, Jackets,
hochhackige Schuhe mit Plateausohlen, dazu schrille
Farben und glänzende Pomade oder eine Menge Haarspray
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in der sorgfältig durchgestylten
Fönfrisur. Schon bei diesem Lied gibt jeder Darsteller alles an
Energie und Freude - und jeder Einzelne von ihnen wird das auch
bis zur Schlussszene durchhalten.
Da stimmt einfach alles: jeder
Schritt, jede Bewegung, das Zusammenspiel in der Gruppe und die
Musik sowieso. Sie haben's im Blut, das Fieber - und das kommt rüber.
Ein Welthit folgt dem anderen -
von Boogie Shoes, More than a woman über If I can't
have you zu How deep is your love. Bei Disco Inferno
ist das Publikum kaum mehr auf den Stühlen zu halten. Die Jungs
und Mädels auf der Bühne sind nicht nur gut - sie sind perfekt und
beherrschen Ihr Genre bis auf das I-Tüpfelchen. Selbst wenn im Tanzstudio
Tony Manero auf den Music-Player drückt, ist das Orchester auf die
Millisekunde genau zur Stelle und setzt zum nächsten Hit an.
Standing Ovations
sind dann auch die Belohnung für ein gigantisches Schauspiel, für
brillant dargebotene Songs und furiose Tanzszenen, für gut drei
Stunden allerbeste Unterhaltung und das Gefühl, in eine andere Zeit
zurückversetzt worden zu sein und nicht zuletzt die Bitte nach einer
Zugabe.
Der Film Saturday
Night Fever und die Musik der Bee Gees wurden seinerzeit zur Ikone
der westlichen Welt. Dieses Musical hat das Zeug dazu, zur Ikone
eines ganzen Musikgenres zu werden ...
Evelyn Schaust-Weber
Fotos: © Brinkhoff/Mögenburg
(Abbildung erfolgt mit freundlicher Genehmigung von SNF Productions
GmbH, Köln)
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"Saturday Night Fever" - Das Musical
Musical Dome Köln
Mehr Infos: www.saturdaynightfever.de
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