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Daniel
Glattauer wurde 1960 in Wien geboren. Seit 1989
verfasst er unter dem Kürzel "dag" Gerichtsreportagen
und Kolumnen für die österreichische Tageszeitung
"Der Standard".
Das Genre der Gerichtsreportage hat "dag" für
Österreich neu erfunden: in pointierter Glossenform
schreibt er mit spitzer Feder und viel Sinn für
Realsatire über die teils recht absurden Vorfälle
in der alltäglichen Rechtssprechung. Eine Auswahl
der besten Reportagen aus dem Grauen Haus (so
der Wiener Kosename für das Wiener Straf- und
Landesgericht) erschien 1998 unter dem Titel "Bekennen
Sie sich schuldig".
Kurz darauf schlüpfte der Meister der Beobachtung
in die Haut seines damals dreijährigen Neffen
und beschrieb in "Theo und der Rest der Welt"
äußerst amüsant aus der Sicht des Kindes, wie
das Leben in jüngsten Jahren so spielt.
Zu Weihnachten 2000 gab es ein besonderes Lesegeschenk:
"Der Weihnachtshund", eine erheiternde Beziehungskistengeschichte
in 24 Kapiteln, ein "Unterhaltungsroman für nichtblöde
Leute".
Im Sommer dieses Jahres erschien in seinem Hausverlag
Deuticke eine Sammlung seiner Kommentare zum gelegentlich
grotesk und bizarr anmutenden Alltag - "Die Ameisenzählung".
Titelgebend war eine Tierzählung der UNO, in der
die zuständigen Beamten auf zehn Billiarden Ameisen
kamen. Wie sie das ermittelt haben und wie eine
Doppelzählung verhindert werden konnte? "dag"
forschte nach. Weitere Lieblingsthemen des Kolumnisten:
das Mann- und Frausein in modernen Zeiten, das
schlechte Wetter und die Eigenheiten österreichischer
Gastronomiebetreiber.
"Das Wienerische und der Österreicher an sich
bieten da ein breites Betätigungsfeld für ein
Schreiben auf humorvoller Basis." (Daniel Glattauer).
(©
2001 Claudia Strafner)
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