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Inhalt
und Fazit:
Ein unterhaltsamer
Roman für nichtblöde Leute
Weihnachten und die Zeit
davor - für manchen urbanen Single ein Alptraum. Max, ein
34jähriger Hundekolumnist, will vor dem Weihnachtsrummel auf
die Malediven flüchten und sucht über eine Annonce im Internet
einen Sitter für seinen - und da kommt nun der titelgebende
Star des Buches ins Spiel - reinrassigen Deutsch-Drahthaarhund
Kurt.
Katrin hat mit den beiden
ursprünglich nichts zu tun. Sie wird demnächst 30 und leidet
unter Eltern, die darunter leiden, dass sie noch keinen Mann
fürs Leben gefunden hat. Mit Weihnachten kommt der Höhepunkt
des familiären Leidens auf sie zu. Warum also nicht einen
Hund (auch wenn sie diese Vierbeiner nicht sonderlich mag)
als Therapie gegen die aufziehende Depression in Kost und
Logis nehmen?
In 24 Kapiteln (beginnend
mit dem 1. Dezember) schildert der österreichische Autor und
Journalist auf hinreissend komische Art, wie zwei Menschen
zueinander finden und dabei alle Höhen und Tiefen, von kribbeligem
Verliebtsein bis zur maßlosen Enttäuschung, durchleben (dass
Max beim Küssen unweigerlich übel wird, macht die Sache nicht
einfacher). "Liebe spielt in meinem Buch eine Rolle, aber
ich würde das eher als Beziehungskiste laufen lassen. Ich
hab´ ein unheimliches Interesse daran zu beobachten und zu
verfolgen, wie es Menschen mit ihren Liebesgefühlen geht,
warum, wer mit wem und wem nicht oder doch zusammenkommt und
zusammenbleibt", so der Autor in einem Interview.
Daniel Glattauer bringt die
verzwickte Situation schließlich auf einen völlig unerwarteten,
amüsanten Schlusspunkt und unterhält den Leser bis dahin mit
dem gleichen scharfen Witz und urbanen Flair, der auch seine
Kolumnen (einige von ihnen sind kürzlich unter dem Titel "Die
Ameisenerzählung" bei Deuticke erschienen ) auszeichnet. Ein
ideales Antidepressivum, nicht nur zur Weihnachtszeit.
(©
2001 Claudia Strafner)
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