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Inhalt:
Großbritannien, heute: Am Vorabend der Ernennung des neuen
Königs wird der Krönungsstein von Tara gestohlen, der Stein
der Kelten, auf dem die britischen Monarchen seit Jahrhunderten
gekrönt werden. Stecken schottische Separatisten hinter dem
Diebstahl? Andrew Trentham, ein junger Parlamentarier, wird
mit der Aufklärung des politisch brisanten Falles beauftragt
und folgt einer Spur in den hohen Norden. Dort muss er sich
der Vergangenheit stellen – der eigenen und der einer ganzen
Nation: Schottland. Andrew stellt fest, dass seine eigenen
Wurzeln bis tief in die Geschichte dieses Landes reichen und
einen unmittelbaren Bezug zum Diebstahl des Keltensteins haben
...
Die
spannende Thriller-Handlung bildet den Rahmen. In Rückblenden
wird im Stil von Edward Rutherfurd die wechselhafte Geschichte
Kaledoniens am Beispiel mehrerer Familiengenerationen erzählt:
von der Erstbesiedlung durch die Kelten bis hin zum Massaker
von Glencoe.
(©
2000 Bastei Lübbe Verlag)
Fazit:
Kurz vor den Krönungsfeierlichkeiten für Prinz Charles
wird der Stein der Kelten aus Westminster Abbey gestohlen.
Ein politisch und kriminalistisch brisanter Vorfall, der auch
das Leben des britischen Parlamentariers Andrew Trentham berührt,
was dazu führt, dass er sich mit den schottischen Wurzeln
seiner Familie auseinandersetzt.
Er liest noch einmal die alten Legenden dieses Volkes, deren
Erzählungen er schon als Kind fasziniert lauschte, wenn
er den alten Schäfer seines Vaters besuchte. Immer mehr
fühlt er sich mit Schottland und dessen Geschichte verbunden,
was auch der jungen Journalistin Patricia Rawlings in einem
Interview nicht verborgen bleibt.
In der Klärung des Diebstahls und des Mordes an dem Vorsitzenden
der Liberaldemokraten sieht sie ihre Chance für einen
beruflichen Aufstieg, wobei Andrew Trentham, jetzt neuer Parteivorsitzender,
ihr ein willkommener Gesprächspartner ist.
Dem Roman ist eine Einführung
vorangestellt, aus der die große Liebe und Begeisterung
des Autors zu den Themen, die er hier behandelt, so deutlich
hervorgeht, dass sofort die Lust erwacht, weiterzulesen.
In Erwartung eines historischen Schauplatzes ist der Leser
doch zunächst überrascht, den Beginn einer Kriminalgeschichte
zu lesen. Spannend wird der Diebstahl des Steins von Scone,
einem der schottischen Nationalsymbole, beschrieben. Schritt
für Schritt lernt der Leser in Schauplatzwechseln die
Hauptfiguren des Romans kennen. Vor allem Andrew Trentham,
der durch seine Beschäftigung mit der schottischen Vergangenheit
das Bindeglied zwischen den aktuellen Ereignissen und den
wiedergegebenen Legenden ist.
So wird die Beschreibung der Kriminalgeschichte durchbrochen
von den Erzählungen, die Andrew in alten Büchern
liest. Sie sind in einem anderen Schrifttyp gesetzt, beinhalten
viele historische Informationen, die jedoch nicht zwischen
den Zeilen zu finden sind, sondern separat in die Erzählungen
eingefügt wurden. Dadurch passen diese Kapitel zwar gut
in den Roman, sie würden aber nie in dieser Form in den
Büchern gestanden haben, aus denen angeblich gelesen
wurde, da immer wieder Rückbezüge auf die allgemeine
schottische Geschichte und die vorherigen Erzählungen
eingefügt sind.
Immer wieder spürt man
die Begeisterung Trenthams und Phillips für Schottland,
seine Landschaft, seine Geschichte und seine Bewoh-ner. Sie
reißt mit, nimmt einen gefangen und macht neugierig
auf das Land, bzw. wer schon einmal da war, wird denken, ich
muss doch noch einmal hinfahren.
Hilfreich wäre es gewesen, hätte der Verlag für
all die vielen schottischen Namen und Orte angegeben, wie
sie ausgesprochen werden. Leider geschah dies nur bei zwei
wichtigen Namen.
Ein Kriminalroman und ein
historischer Roman, aber kein historischer Kriminalroman.
(©
2002 Stefanie Brink für all-around-new-books.de)
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