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Rückentext:
In einer Baugrube am Stadtrand von Reykjavík
werden menschliche Knochen gefunden. Wer ist der Tote,
der hier verscharrt wurde? Wurde er lebendig begraben?
Erlendur und seine Kollegen von der Kripo Reykjavík
werden mit grausamen Details konfrontiert. Stück
für Stück rollen sie Ereignisse aus der Vergangenheit
auf und bringen Licht in eine menschliche Tragödie,
die bis in die Gegenwart hineinreicht. Während
Erlendur mit Schrecknissen früherer Zeiten beschäftigt
ist, kämpft seine Tochter Eva Lind auf der Intensivstation
um ihr Leben ...
(©
2004 Bastei Lübbe Verlag)
Fazit:
Neues aus Island
Die ganz persönliche Hölle: Das ist es, was
Kommissar Erlendur in seinem zweiten Fall mit seinen
Verdächtigen verbindet. Wie schon in Nordermoor
hat der geschiedene Polizist massive Schwierigkeiten
mit seiner drogensüchtigen Tochter. Während
sie im Krankenhaus um ihr Leben kämpft, ermittelt
Erlendur in einem Fall, der bis ins Nachkriegsisland
zurückreicht.
Ein kleiner Junge findet beim Spielen in einer Baugrube
ein Skelett. Da Alter und Herkunft der Knochen anfangs
nicht feststellbar sind, beginnt zunächst ein Team
von Archäologen den Fund zu untersuchen. Doch im
Laufe der Zeit stellt sich heraus, dass die Überreste
zu einem Mord gehören, der mehr als 50 Jahre zurückliegt,
und die Mordkommission übernimmt den Fall. Erlendurs
Ermittlungen enthüllen daraufhin eine Familientragödie.
In Einschüben erzählt der Autor die Geschichte
einer Frau und ihrer drei Kinder, die von ihrem Mann
grausam misshandelt wurden. Indem der Kommissar ihr
Schicksal rekonstruiert, löst er den Fall.
Auch seine privaten Sorgen scheinen am Ende des Romans
kleiner zu werden: Seine Tochter überlebt.
Todeshauch
ist ein packender Krimi, raffiniert konstruiert und
stilistisch sicher erzählt. Durch verschiedene
Erzählperspektiven gelingt es dem Autor, die Spannung
bis zum Ende zu halten. Auch seine eigene Geschichte
passt sich glaubwürdig in die Handlung ein. Bleibt
allerdings zu hoffen, dass Indridason in seinem nächsten
Buch zu einer etwas positiveren Atmosphäre findet.
Trostlosigkeit als Markenzeichen ist wenig attraktiv
...
(©
2004 Ingrid Ickler für all-around-new-books.de)
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