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Inhalt:
Mexiko, Ende des 17.
Jahrhunderts.
Der spanische Priester Diego Delgado soll als Missionar die
heilige Botschaft der katholischen Kirche in den unwegsamen
Dschungel des Petén bringen. Doch bei seiner Ankunft im Hafen
von San Benito findet er nur die grausam ermordeten und zugleich
kunstvoll balsamierten Leichen der weißen Bewohner.
Mit seinen Gefährten macht
sich Diego in die Wildnis auf, um die unbekannten Täter zu
finden. Je tiefer sie in das alte Reich der Maya eindringen,
desto mysteriöser werden die Geschehnisse, und die Schlinge
ihrer verborgenen Feinde zieht sich immer enger um die europäischen
Eindringlinge. Die überirdisch schöne Maya-Priesterin Ixkukul
weist ihnen den Weg nach Tayasal, der sagenumwobenen Hauptstadt
der Maya, hinter deren bizarren Pyramiden sich ein Geheimnis
verbirgt, dessen Lösung Diego vor die Herausforderung seines
Lebens stellt.
Mit epischem Atem erzählt
Andreas Gößling vom Untergang eines großen Volkes. Selten
ist die geheimnisvolle Kultur der Maya spannender zum Leben
erweckt worden als in diesem fulminanten Roman - mit all ihren
grausamen Schrecken und Abgründen, ihrem Glanz und mythischen
Wahn.
(©
2001 Eichborn Verlag)
Fazit:
Zusammen mit Diego Delgado dringt der Leser Schritt für Schritt
in die Welt der letzten Maya von Tayasal vor; genauer gesagt,
er lernt das Leben ihrer herrschenden Schicht, der Priesterschaft,
kennen. In den Machtkampf um die Position des obersten Priesters
hineingezogen bleibt dem Pater nur die Wahl, immer tiefer
in die Geheimnisse der Mayareligion vorzudringen und dabei
geheime und gefährliche Wege zu beschreiten. Ständig steht
er vor neuen Rätseln und Problemen, deren Lösung man zu erfahren
wünscht, wobei die Situationen meist einen unerwarteten Ausgang
nehmen. So auch das Ende dieses Romans, das hier nicht verraten
wird.
Andreas Gößlings Erzählstil
lässt spüren, dass er bisher Sachbücher veröffentlicht hat.
Trotzdem ist der Roman nicht trocken, langweilig oder spannungslos.
Da der Verlag nicht mitteilt, unter welchem Pseudonym der
Autor seine Sachbücher über die Maya verfasst hat, wird man
sich nach anderer Sachliteratur umsehen müssen - denn der
Roman weckt den Wunsch, mehr über diese Kultur zu erfahren
...
(©
2001 Stefanie Brink für all-around-new-books.de)
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