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Inhalt:
Eine Frau will nach
oben. Abkürzungen auf diesem Weg sind ihr stets willkommen.
In der Wahl ihrer Mittel ist sie nicht zimperlich. Sie hat
begriffen: Moralische Skrupel werden in einer skrupellosen
Gesellschaft zum persönlichen Handicap. Glück dekliniert sich
auf Macht und Reichtum.
Marie ist die jüngste Ressortleiterin
einer großen Tageszeitung. Sie will - vorläufig - Chefredakteuerin
werden. Marie kommt von ganz unten. "Ich bin nicht schlecht",
sagt sie, "wer würde das von sich denken. Ich bin nur ein
Kind meiner Mutter, meiner Herkunft, meiner Zeit. Ich weiß,
dass ich allein bin. Vater unbekannt, Mutter Hure: So, meine
Damen und Herren, beginnen tragische Schicksale mit glücklichem
Ausgang." Marie hat gelernt, dass man für alles bezahlen muss,
auch für das Glück. Sie lebt in einer Gesellschaft, in der
alles käuflich ist. Marie ist eine gelehrige Schülerin. Sie
benutzt Sex als Waffe und schläft mit Männern, wenn dies ihrer
Karriere als förderlich erscheint. So schläft sie mit Conrad,
dem selbstherrlichen Chefredakteur, der von Maries erotischen
Qualitäten jedoch nicht auf ihre journalistischen schließen
möchte. Er erweist sich als Karrierehindernis. Aber Marie
entdeckt das schäbige Geheimnis seines Lebens, den dunklen
Punkt auf einer scheinbar makellos weißen Weste. Sie erpresst
ihn, und er macht sie wider Willen zu siner Stellvertreterin.
Marie kennt auch den Wert
gesellschaftlicher Beziehungen und beginnt ein Verhältnis
mit Max Lenbach, dem mächtigen Vorstandsvorsitzenden eines
Konzern. Der kühle Erfolgsmensch Max scheint in ihr Lebenskonzept
zu passen. Doch das Verhältnis zu dessen Bruder Leon bringt
Marie aus dem Gleichgewicht.
Der fliegende Tagträumer
und notorische Verlierer lässt sich von ihr nicht lenken,
und alles gerät außer Kontrolle. Gut und Böse
zählen nicht mehr. Nur die Liebe - bis zum Tod.
(©
2001 C. Bertelsmann Verlag)
Buchbesprechung
- Rezension:
Es ist nicht die Handlung, die hier interessant wäre.
Im Gegenteil: Dieses Spielchen kennt man schon aus vielen
anderen Romanen oder Filmen und zuweilen sogar aus dem richtigen
Leben - wenn auch nicht unbedingt mit einem solchen Ende.
Interessant sind aber die
sehr ausgefeilten Charaktere der Protagonisten, die Christine
Grän zuweilen bis auf die Knochen bloßlegt!
(©
2001 Evelyn Schaust)
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