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Roman/Erzählung

Hurenkind

Autorin: Christine Grän

Roman
gebunden mit Schutzumschlag, 255 Seiten
erschienen: 2001
C. Bertelsmann
ISBN: 3-570-00393-0
Preis: 21,00 Euro
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Inhalt:
Eine Frau will nach oben. Abkürzungen auf diesem Weg sind ihr stets willkommen. In der Wahl ihrer Mittel ist sie nicht zimperlich. Sie hat begriffen: Moralische Skrupel werden in einer skrupellosen Gesellschaft zum persönlichen Handicap. Glück dekliniert sich auf Macht und Reichtum.

Marie ist die jüngste Ressortleiterin einer großen Tageszeitung. Sie will - vorläufig - Chefredakteuerin werden. Marie kommt von ganz unten. "Ich bin nicht schlecht", sagt sie, "wer würde das von sich denken. Ich bin nur ein Kind meiner Mutter, meiner Herkunft, meiner Zeit. Ich weiß, dass ich allein bin. Vater unbekannt, Mutter Hure: So, meine Damen und Herren, beginnen tragische Schicksale mit glücklichem Ausgang." Marie hat gelernt, dass man für alles bezahlen muss, auch für das Glück. Sie lebt in einer Gesellschaft, in der alles käuflich ist. Marie ist eine gelehrige Schülerin. Sie benutzt Sex als Waffe und schläft mit Männern, wenn dies ihrer Karriere als förderlich erscheint. So schläft sie mit Conrad, dem selbstherrlichen Chefredakteur, der von Maries erotischen Qualitäten jedoch nicht auf ihre journalistischen schließen möchte. Er erweist sich als Karrierehindernis. Aber Marie entdeckt das schäbige Geheimnis seines Lebens, den dunklen Punkt auf einer scheinbar makellos weißen Weste. Sie erpresst ihn, und er macht sie wider Willen zu siner Stellvertreterin.

Marie kennt auch den Wert gesellschaftlicher Beziehungen und beginnt ein Verhältnis mit Max Lenbach, dem mächtigen Vorstandsvorsitzenden eines Konzern. Der kühle Erfolgsmensch Max scheint in ihr Lebenskonzept zu passen. Doch das Verhältnis zu dessen Bruder Leon bringt Marie aus dem Gleichgewicht.

Der fliegende Tagträumer und notorische Verlierer lässt sich von ihr nicht lenken, und alles gerät außer Kontrolle. Gut und Böse zählen nicht mehr. Nur die Liebe - bis zum Tod.

(© 2001 C. Bertelsmann Verlag)


Buchbesprechung - Rezension:
Es ist nicht die Handlung, die hier interessant wäre. Im Gegenteil: Dieses Spielchen kennt man schon aus vielen anderen Romanen oder Filmen und zuweilen sogar aus dem richtigen Leben - wenn auch nicht unbedingt mit einem solchen Ende.

Interessant sind aber die sehr ausgefeilten Charaktere der Protagonisten, die Christine Grän zuweilen bis auf die Knochen bloßlegt!

(© 2001 Evelyn Schaust)

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