Start Auf zur Büchergalerie Top 10 Specials Gewinnen Newsletter Suche
Autoren Ausgezeichnet Buch + Medien Events Marktplatz Forum Kontakt Über uns
Belletristik
Jetzt als Taschenbuch
Das Buch zum Film/zur TV-Reihe
Audiobook/DVD
Kinder und Jugend
Sachbuch/Ratgeber
Für angehende Autoren/Verlage
(Wieder)entdeckt
Biblio-vieles
Für die Ewigkeit
Themen-Specials
E-Books
Software/Spiele

   

Jetzt bestellen

Die Originalausgabe
erschien ebenfalls unter dem Titel
"Ulysses".

 


 

Für die Ewigkeit

Ulysses

Autor: James Joyce
Aus dem Englischen von Hans Wollschläger

Taschenbuch, 998 Seiten
Sonderausgabe in spiegelnder Hochglanzfolie
erschienen: zum Welttag des Buches am 23.04.2004 und zum 100. Jahrestag des Bloomsday am 16. Juni 2004
Suhrkamp Verlag
ISBN: 3-518-45594-X
Preis: 12,50 €

Hier bestellen:

amazon

 


Verlagstext:

Der Roman, durch den James Joyce unsterblich wurde, schildert einen Tag im Leben des Annoncenakquisiteurs Leopold Bloom, den 16. Juni 1904. An diesem Tag von acht Uhr früh bis drei Uhr morgens erlebt Leopold Bloom die Großstadt Dublin, und der Leser lernt mit ihm seine Handlungen, Begegnungen und Gedanken kennen. Bald nach Erscheinen des Romans begannen Enthusiasten, diesen Tag zu feiern. 2004 nun wird Blooms Tag – der "Bloomsday" – hundert Jahre alt.

"Im Ulysses liegt das Dublin des 16. Juni 1904 vor uns ausgebreitet, durch die Phantasie unverändert und in fast allen Einzelheiten anhand von Karten und Adreßbüchern nachprüfbar", schreibt Anthony Burgess. "Aber", so fährt er fort, "der Roman Ulysses, der Dublin verherrlicht, indem er es zu einer ewigen Stadt des Geistes erhebt, hat es auf nüchterne oder trunkene Weise auch verwandelt. Wer Dublin betritt, betritt Ulysses …: man begibt sich in die Phantasie von James Joyce."

Hier setzt die erste deutsche kommentierte Ausgabe des Ulysses ein. Sie verzeichnet – auf Grundlage von Don Giffords Ulysses Annotated –, was nachprüfbar ist: Orte, Institutionen, Ereignisse, Personen ebenso wie den Bildungsschatz, der in den Roman eingearbeitet ist. Und sie verweist – besonders in der kurzen Einführung zu jedem Kapitel – auf den Bauplan des Ganzen, auf die Quellen, vor allem Homers Odyssee, und auf die Textur der internen Bezüge.

Und indem der Stellenkommentar nachweist, was nachzuweisen ist – samt Abweichungen von den Quellen –, erlaubt er uns zu verfolgen, wie die Phantasie von James Joyce aus einem hundsgewöhnlichen Dubliner Tag vor einhundert Jahren den "Welt-Alltag der Epoche" (Hermann Broch) gemacht hat.

Die großformatige, kommentierte Ausgabe ist seitenidentisch mit der Ausgabe als suhrkamp taschenbuch (Romane des Jahrhunderts, st 2551, und Sonderausgabe, st 3594). Jedes Kapitel beginnt mit einem Einführungstext. Einfach und übersichtlich ist in der Marginalspalte und am Fuß jeder Seite der Stellenkommentar untergebracht. Literaturverzeichnis, Register und detaillierte Pläne von Dublin und Umgebung beschließen den stattlichen, schön gemachten, zum Blättern, Schmökern, Lesen ebenso wie zum Studieren anregenden Band.

(© 2004 Suhrkamp Verlag)


Zum Autor:
James Joyce, am 2. Februar 1882 in Dublin geboren, starb am 13. Januar 1941 in Zürich.


Fazit:

Am 16.06.2004 feiern viele Literaturbegeisterte in aller Welt den 100. „Bloomsday“.
Ein Feiertag, der seine Existenz einem bedeutenden, wenn nicht dem bedeutendsten Roman des 20. Jahrhunderts verdankt. Und ich kann mich nur anschließen. Dieses Buch ist eine Offenbarung.

Was macht dieses Buch so einzigartig?
Es ist das Gesamtkunstwerk, von der Idee, über die Konzeption bis hin zur genialen sprachlichen Umsetzung, die diesem Roman eine Schlüsselrolle in der modernen Literatur zukommen lässt.
Joyce, der eigentlich eine Short Story plante, schrieb innerhalb von 8 Jahren die Geschichte eines Tages im Leben des Dubliner Juden Leopold Bloom. Der Leser begleitet den Anzeigenverkäufer Bloom, den modernen Odysseus, einen Tag lang, von morgens 8 Uhr bis nach Mitternacht, durch Dublin.

Das Buch, dessen Handlung 18 Stunden umfasst, ist in 18 Kapitel unterteilt. Joyce verwandte ursprünglich für die Kapitel die Überschriften der Odyssee von Homer, von Telemachos bis zu Penelope. Erst bei einer der letzten Korrekturen ließ Joyce die Kapitelüberschriften herausnehmen.
Die Hauptfiguren haben ebenfalls eine erkennbare Entsprechung in den Figuren der Odyssee. So ist die Ehefrau von Leopold Bloom, Molly Bloom, das Pedant zu Penelope. Stephen Dedalus ist Telemach, Martha Clifford ist Kalypso und der Protagonist ist selbstverständlich Odysseus.
Die Erzähltechniken wechseln von Kapitel zu Kapitel. Joyce brennt auf den gut 900 Seiten (TB Suhrkamp, Ausgabe von 1996) ein stilistisches Feuerwerk ab, das bis heute nie wieder erreicht wurde.

Die Zeitbehandlung war richtungsweisend für die moderne Literatur. Wo Homers Protagonist 10 Jahre herumirrt, braucht Joyce für seinen modernen Odysseus Leopold Bloom einen Tag. Durch den allumfassenden Text, der sich aus Mythos und Moderne, aus Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft, aus Psyche und Körper und ... und ... und ... speist, schafft es der Autor, die Unendlichkeit in ein Buch zu packen.

Als Beispiel für die verschiedenen Stilarten seien hier die letzten zwei Kapitel angeführt.
Das 17. Kapitel besteht nur aus Fragen und Antworten im Stile eines Katechismus:
„Was befürchtet er?
Die Begehung von Homi- oder Suizid während des Schlafes aus Ursache einer Aberration des Lichtes der Vernunft, der inkommensurablen kategorischen Intelligenz, welche in den Gehirnwindungen ihren Sitz hatte.
Welchem Gegenstand wandten sich gewohnheitsmäßig seine abschließenden Meditationen zu?
Einer einzigartig ...“

Das letzte Kapitel, mit dem wohl berühmtesten Monolog der Literatur, fügt zehntausende von Wörtern zu einem eigenen Textwerk ohne Satzzeichen zusammen:
„Ja weil er so was doch noch nie gemacht hat bis jetzt dass er sein Frühstück ans Bett haben will mit zwei Eiern seit dem City Arms Hotel wo er immer so tat wie wenn er wegen seiner kranken Stimme das Bett hüten müsste und den feinen Lackaffen spielte alles bloß um sich bei der alten Ziege interessant zu machen Mrs Riodan von der er dachte ...“

Ein anderes Kapitel beschreibt zum Beispiel, anhand synchron ablaufender Episoden, was verschiedene Personen um 15:00 Uhr tun. Ein weiteres Kapitel ist von journalistischen Schreibstilen geprägt und parodiert Zeitungsüberschriften.

Die durch die Stilistik entstehende Kompliziertheit des Romans, macht ihn zu keiner leichten Lektüre. Die Ulysses ist daher sicher kein vielgelesenes Buch. Ändern Sie es ruhig. Sie können nur gewinnen.

(© 2004 Ulf Großmann für all-around-new-books.de)

******************************************************************************
Sie haben das Buch gelesen und wollen einen Kommentar abgeben? Dann bitte hier entlang ...


Copyright ©  all-around-new-books.de 
Alle Rechte vorbehalten. Impressum - E-Mail - Haftungsausschluss
Design und Realisierung: onlineAgentur.de GmbH

 



Alle vorgestellten
Bücher in der Galerie:
sortiert nach Autor
sortiert nach Titel


Rund um´s Buch

S e r v i c e

Weitere Titel von James Joyce
Das James Joyce Lesebuch (2003)
Ulysses, Kommentierte Ausgabe (2004)
Ulysses, Vorzugsausgabe (2004)
Giacomo Joyce
(2004)
Dubliner (2003)
Die Toten (2002)
Werkausgabe, 6 Bde. (2002)
Zur Homepage
Offizielle Website James Joyce
Bloomsday in Berlin
Weitere Lesetipps

Stadt aus Glas
von Paul Auster

Die Stimmen von Marrakesch
von Elias Canetti


Die Liste
von John Grisham


Das verschollene Bild
von Michael Frayn