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Inhalt:
Taylor/Melissa
ist ehrgeizig, hat hochfliegende Pläne. Das letzte, was sie
will, ist in Hunter's Gap zu bleiben, wo sie zusammen mit
ihrem Vater hingezogen ist. Nach den Sommerferien will sie
auf eine Eliteschule wechseln und Journalistin werden. Obwohl
die Farm für den Vater, der Bildhauer ist, perfekt erscheint,
mag Taylor die Klein-stadt nicht. Ihre Mutter, die ehrgeizige
Psychoanalytikerin, die von Konferenz zu Tagung hetzt, kommt
nur auf kurze Stippvisiten, der Vater dagegen verliert sich
in Arbeit.
Taylor versucht die Erwartungen ihrer Eltern zu erfüllen -
und auf der Suche nach sich selbst und ihrer Stellung im Leben
fühlt sie sich von Rhiannon, der Leiterin des Vogelschutzzentrums,
angezogen. Diese scheint ihren Vorstellungen einer Mutter
näher, ist intelligent, stark, exzentrisch.
Um die Anforderungen der Eliteschule zu erfüllen, muss Taylor
ein "Sommerprojekt" finden, über das sie schreibt. Sie beginnt,
Rhiannon, der Falkenfrau, zu helfen. Zusammen mit Rail, dem
Sohn eines traumatisierten Vietnam-Veteranen, arbeiten die
Drei hart daran, dass ein von ihnen verletzt aufgefundener
Bussard überlebt und gleichzeitig das Wildvogelprogramm weiterhin
seine Zuschüsse behält. Fast droht alles zu scheitern, als
der Vater eine Affäre mit Rhiannon beginnt. Die Familie scheint
auseinanderzubrechen.
Fazit:
Die
Charaktere sind komplex, selbst Nebenrollen sind rund. Alle
Hauptpersonen haben ihre Macken und Fehler. Erst der Versuch,
zu verstehen und auch die Fehler des anderen zu akzeptieren,
setzen den Heilungsprozess in Gang. Taylor findet am Ende
ihren Weg. Sie bleibt zusammen mit ihrer Mutter und ihrem
Vater in Hunter's Gap und gründet auf ihrer neuen Highschool
eine Zeitung.
Die Ich-Erzählung bringt die Gefühle Taylors, ihre Wut, Unsicherheit
und Enttäuschung, ihre erste uneingestandene Liebe zu Rail,
den sie immer wieder von sich stößt, und ihre Sehnsüchte und
Hoffnun-gen gekonnt auf den Punkt. Und so entsteht das Bild
eines Som-mers der Entscheidungen: Am Ende gibt Taylor sich
selbst frei - genauso wie ihren Rotschwanzbussard.
(©
2001 Katja Theiß)
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