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Inhalt:
Wegen
ihres Übergewichtes wird Melitta, die gerade in die Stadt
gezogen ist und Anschluss an die Kinder im Park sucht, abgelehnt.
Geknickt geht sie auf den angrenzenden Flohmarkt. "Mir bringt
Lesen nix", sagt der Junge, von dem sie ein Märchenbuch ersteht.
Ganz anders spricht da Professor Kugelklugel, den sie auf
dem Heimweg hinter einer Gartenmauer entdeckt, wie er gemütlich
in seinem Garten sitzt und liest. Ihm hat Lesen nicht nur
Geld gebracht, sondern auch Glück und Freunde. Wie, sagt er,
das muss Melitta selbst herausfinden.
Täglich liest sie nun im Park, wo sich schon bald zwei Kindergartenkinder
zu ihr gesellen und mit Freude den Märchen lauschen. Nachdem
sie die Mädchen im Park vor einem bösen Jungen gerettet hat,
wollen sie gleich mehrere Jungen heiraten, und so versammeln
sich am nächsten Tag alle Kinder im Park um ihre Lesebank.
Melitta erzählt ein Märchen von Prinzessin Lametta. Und weil
jeder noch mehr hören möchte, folgen vier weitere Märchen
von der selbstbewussten Prinzessin. Alle sind begeistert und
Melitta ist nun anerkannt. Durch den Abdruck ihrer Märchen
in einer Zeitung - Professor Kugelklugel hatte sie eingeschickt
- hat Melitta sogar Geld verdient.
Fazit:
Auch
wenn der Titel vermuten lässt, es handele sich hier um ein
Lebenshilfebuch für Frauen, ist es doch ein gelungener Roman
für Kinder.
Eva Heller erzählt Melittas Geschichte in ihrer üblichen lockeren
Sprache. Zwei Lebensansichten werden beschrieben. Die Gespräche
der Erwachsenen und der anderen Kinder zeigen deren Ziele:
Jeder muss schlank, sportlich und beliebt sein, es im Leben
zu etwas bringen. Dabei werden wunderbar humorvoll und satirisch
die Paradoxen unserer heutigen Gesellschaft aufgezeigt.
Melitta und Professor Kugelklugel dagegen suchen innere Zufriedenheit
im Lesen. In ihren Gesprächen werden viele Folgen von Lektüre
diskutiert. Letztendlich erreicht Melitta doch all das, was
die anderen so begehren. Da sie nicht mehr vor dem Fernseher
knabbert, nimmt sie ab. Durch ihre mutige Aktion und die schönen
Märchen wird sie beliebt, und da die Märchen veröffentlicht
werden, ist sie erfolgreich. Alles zusammen macht sie glücklich.
Der Roman ist so lustig und spannend erzählt, dass man ihn
gerne ohne Pause liest. Leider unterbrechen die eingefügten
Zeichnungen mit unnötigem Bildtext die Erzählung immer wieder.
In Melittas Märchen findet sich, wie soll es anders sein,
viel Moral. Da sie - wie der übrige Text - in einem modernen
Schreibstil verfasst sind, wirken sie nicht moralisierend,
verbreiten aber auch nicht die geheimnis-volle Stimmung die
sonst zu Märchen gehört. Ein Kinderbuch - nicht nur für Mädchen
- ab neun Jahren.
(©
2001 Stefanie Brink für all-around-new-books.de)
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