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Jetzt bestellen: "Winterkind" von Veronica Hazelhoff

 

Die Original-
ausgabe erschien unter dem Titel
"Niks gehoord, niks gezien".


 

Kinderbuch

 
Winterkind

Autorin: Veronica Hazelhoff
Aus dem Niederländischen von Rolf Erdorf

Lesestufe: ab 11 Jahren
gebunden, 92 Seiten
erschienen: 2000
Nagel & Kimche

ISBN: 3-312-00893-X
Preis: 9,90 Euro

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Inhalt:
River, die eigentlich Linde heißt, feiert Geburtstag; ihren 12. Und eigentlich müsste sie glücklich sein. Ihre Eltern sind ein Glücksfall, immer nett, immer da, immer bereit, alles mit ihr zu bereden. Der Vater schreibt und malt sogar Bilderbücher - über Linde, das Winterkind. Denn Linde ist Wunschkind, umhätschelt, geliebt.

Aber Rivers Welt ist nicht in Ordnung. River ist in Walt verliebt, der älter ist als sie und wortkarg. Aber er kommt schließlich doch zu Besuch. Und da freundet er sich mit Rivers Vater an, hilft diesem bei seinem neuen Machwerk. Das war nicht in Rivers Sinn. Und ihre Freundin Marjon hat sie auch schon lange nicht mehr gesehen; die unternimmt jetzt lieber etwas mit Rineke. Und auch das goldene Mädchen, mit dem sie sich eine Freundschaft imaginiert, erweist sich als bloße Erfindung von Walt.

River fühlt sich allein gelassen und bei der Feier zu Ehren der Fertigstellung des neuen Buches, da verbrennt sie es beinahe.

Fazit:
Veronica Hazelhoff erklärt nicht viel. Viel lieber schreibt sie ihre Geschichte schlicht, fast zart. Nirgends steht explizit etwas über Rivers Unglücklichsein, aber ihre Gefühle schimmern durch jede Seite, sind eindringlich, schmerzhaft nahe. In ihrer Schlichtheit gewinnen die Gefühle an Kontur, wird die Eifersucht und Wut Rivers deutlich, aber auch ihre Probleme damit, Eltern zu haben, die immer präsent sind.

Eigenwillig ist "Winterkind", sicher nicht einfach zu lesen, da auch die Träume von River eine eigene Ebene erhalten, vieles atmosphärisch dicht und mit verborgenen Bedeutungen aufgeladen ist.

Behutsam zeigt Hazelhoff, wie Winterkind/River/Linde der Kindesmisshandlung gegenübersteht. Für Walt hatte sie trotz ihrer Verliebtheit keinen Blick, hinterfragt nie seine Situation. Sie ist zunächst ich-bezogen, erkennt aber schließlich, dass er kein schönes Leben hat. Das Bilderbuch ihres Vaters öffnet ihr dabei die Augen: "Bei ihm zu Hause war immer Winter. Worte fielen wie Hagel auf eine kahle Ebene. Und manchmal wurden aus Worten Taten." Am Ende findet River aus ihrer selbst geschaffenen Isolation und ist offen für andere Menschen.
"Winterkind" ist eine folgerichtige kleine Geschichte voll Poesie und Gefühl!

(© 2001 Katja Theiß)


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