|
Inhalt:
"Wer nach außen gut sein will - muss zuerst innen
exzellent sein."
Wie lange "funktioniert" Ihr Unternehmen oder Ihre
Abteilung, wenn Sie selbst nicht anwesend sind? Träumen
Sie nicht auch von einem motivierten Team, das eigenverantwortlich
denkt und handelt? Schluss mit dem Träumen! Dieses besondere
Werk kommt aus der Praxis und zeigt die Umsetzung des Renditekreislaufs
der Eigenverantwortung in Ihren Alltag.
Zahlreiche
renommierte Unternehmen von Ikea bis Daimler Chrysler nutzen
bereits diese Erfolgswerkzeuge von Helmut Tietz. Genießen
Sie es, wenn Ihre Mitarbeiter künftig motiviert und eigenverantwortlich
ihre neuen Aufgaben anpacken und sich altbekannte Probleme
scheinbar in Luft auflösen.
Wenn
Sie in der Zukunft zu den "Besten" gehören
wollen, haben Sie hier das Praxishandbuch dazu.
(©
2002 Helmut Tietz)
Zum
Autor:
Helmut Tietz ist Berater und Trainer speziell zu den Themen
Eigenverantwortung und Empowerment.
Seit über 20 Jahren begleitet der Autor neben zahlreichen
mittelständischen Firmen auch Unternehmen wie beispielsweise
Daimler Chrysler, IKEA international, Deutsche Telekom und
viele andere.
Textauszug:
Werden
notwendige Veränderungen im System zugelassen?
Die britische Beratungsfirma Celerant Consulting ermittelte,
dass mehr als 80 Prozent der deutschen Unternehmen beklagen,
Ihre Mitarbeiter würden Veränderungen nicht unterstützen
oder sogar blockieren. Weshalb misslingen so viele Veränderungsprojekte
trotz der Einsicht für deren Notwendigkeit?
Da
die meisten Menschen an Bewährtem festhalten, löst
jede Veränderung erst einmal Angst und damit Widerstand
aus. Viele Führungskräfte gehen immer noch davon
aus, dass sich Veränderungen einfach anordnen lassen.
Wenn die Veränderungen im „System Unternehmen“
dann wie ein Blitz aus heiterem Himmel auf die Mitarbeiter
niederfahren, geht es aus Mitarbeitersicht in den ersten Reaktionen
häufig nur um Schadensbegrenzung.
Je
massiver die Veränderungen vom Management diktiert werden,
um so stärker wird der Widerwille sein. Dass dabei -
eventuell auch nur in der Vorstellung der Mitarbeiter oder
in Form eines Gerüchtes - Besitzstände und Machtpositionen
in Frage gestellt und damit eben auch Ängste ausgelöst
werden, steigert nur den internen Widerstand.
Um
erfolgreich mit solchen Ängsten umzugehen, sollten sich
Führungskräfte von dem Irrglauben verabschieden,
dass Menschen sich einfach umprogrammieren lassen. Menschen
wehren sich erst einmal vehement gegen eine Änderung
bisheriger Gewohnheiten.
Das einzige Wesen,
das sich wirklich Veränderung wünscht,
ist ein Baby mit nasser Windel!
Veränderungen durchlaufen immer bestimmte Stadien. Manche
Menschen gehen durch alle Stadien des Veränderungsprozesses
und erarbeiten sich dadurch neue Kompetenz- und Handlungsmöglichkeiten.
Andere verharren in einer der Stadien, kommen mit der neuen
Situation nicht zurecht und wirken als „Bremser“.
Diese Unterschiede menschlicher Reaktionen zu erkennen und
die Mitarbeiter ihrem Verhalten entsprechend mit einzubinden
und zu fordern kennzeichnet individuelles Führen mit
klaren Vorgaben.
Stadien von Veränderungen
1. Der Schock oder Kaltstart!
„Ich kann nicht glauben, dass die so etwas machen!
Das darf doch wohl nicht wahr sein!"
In der Schockphase werden wir Menschen oft mit Dingen konfrontiert,
deren Sinn wir nicht einsehen. Bisher waren wir zufrieden
und haben uns mit der bekannten Situation arrangiert. Solange
nicht klargemacht wird und deshalb auch nicht klar sein kann,
welchen Sinn geplante Veränderungen haben und welcher
Nutzen sich daraus für den Einzelnen ergeben kann, solange
sind Angst und spontane Abwehr die natürliche Reaktion.
Das entwicklungsgeschichtlich ältesten Gehirnteil, das
Stammhirn entscheidet dabei dabei während dieser Schockphase,
ob es mit Kampf oder Flucht reagiert.
Immer wenn eine neue Situation auftaucht, die unsere bisherige
Strategie in Frage stellt, werden wir unsicher und haben das
Gefühl, die Kontrolle über die Situation zu verlieren.
Dahinter steckt die Urangst, das Gesetz des Handelns könnte
uns aus der Hand gleiten.
2. Sturm der Emotionen!
„Verdammt, das muss doch auch wie bisher funktionieren!"
In dieser zweiten Phase erhöhen wir unseren Energieeinsatz,
um die Situation wieder unter unsere Kontrolle zu bekommen.
Dabei reagieren wir oft ziemlich irrational:
Wir versuchen z.B. mehrmals hintereinander immer wieder
die Karte in den Geldautomaten zu stecken, obwohl sie schon
fünfmal wieder ausgeworfen wurde.
3.
Analytische Akzeptanz!
„So geht es nicht, da muss ich mir etwas einfallen
lassen.“
Vom Kopf her haben wir verstanden, dass wir auf diese Art
und Weise nicht weiterkommen. Es dauert seine Zeit, bis wir
es auch gefühlsmäßig annehmen.
In der Phase der analytischen Akzeptanz sind wir immer
noch nicht wirklich für Veränderungen bereit.
4. Depression, Trauer, Schmerz!
„Früher, als der alte Chef noch da war, das
waren noch Zeiten!“
In der vierten Phase sehen wir ein, dass es so wie bisher
nicht weitergeht. Diese emotionale Erkenntnis ist wichtig,
damit wir es schaffen, neue Ideen zu entwickeln und aktiv
neue Wege zu gehen. Wenn es um Veränderungen geht, bleiben
gerade in dieser Phase viele Menschen „hängen“!
Sie schauen nur noch zurück, trauern den „alten
Zeiten“ nach, schaffen es nicht sich von der Vergangenheit
zu lösen und den Blick auf die notwendige Zukunft zu
richten. Dadurch wirken Sie massiv als Bremser im Hinblick
auf die gewünschten Veränderungen.
Erst wenn wir es schaffen, die Vergangenheit loszulassen,
testen wir in dieser Phase die Veränderungen und probieren
neues Verhalten aus.
5. Akzeptanz!
„So läuft es eigentlich auch ganz gut!“
Wir haben jetzt neue Strategien entwickelt und sind in der
Lage, erfolgreiche Verhaltensweisen in neuen Situationen einzusetzen.
Die Veränderungen sind akzeptiert und werden im Alltag
gelebt.
Veränderungen scheitern häufig nicht an der falschen
Strategie, sondern an den internen Widerständen der Umsetzung.
Dort kommt das Beharrungsvermögen des Systems besonders
zum Tragen. Das ganze System muss aus seiner Komfortzone heraus.
Verkrustete Strukturen müssen aufgebrochen werden.
Wie können Sie mit solchen Ängsten und Blockaden
umgehen?
-
Die Gegner der Veränderung aktiv mit einbinden.
- Offen
über Widerstände und Ängste diskutieren.
-
Führungskompetenz zeigen durch klare Richtlinien und
Vorbildfunktion.
-
Den Veränderungsweg durch die Mitarbeiter eigenverantwortlich
mitgestalten lassen.
Der wichtigste Schritt mit solchen Ängsten konstruktiv
umzugehen, ist eine vollständige und offene Informationspolitik.
In einer Studie der Akademie für Führungskräfte
in Bad Harzburg von 1999, wurden 350 Führungskräfte
in Deutschland und Österreich befragt, warum Veränderungsprojekte
scheitern ?
Das Resümee dieser Befragung war eindeutig:
Die meisten Veränderungsvorhaben scheitern – so
das Ergebnis – an unzureichender und ungenauer Information
der Mitarbeiter.
(©
2002 Helmut Tietz)
Fazit:
Eine "praktische Führungsfibel"
wird das vorliegende aktuelle Buch im Vorwort genannt. Helmut
Tietz, der seine Erkenntnisse und Erfahrungen als Coach in
namhaften Unternehmen vermittelt und sammelt, fasst darin
mit flüssiger und lebendiger Sprache drei neue Kennfelder
der Balanced Scorecard unter dem Titel Renditekreislauf
der Eigenverantwortung zusammen: Der Kunde und seine
Erwartungen, optimale Prozesssteuerung, der Mitarbeiter als
Mitunternehmer sowie Unternehmens- und Führungskultur.
Nur die stete Weiterentwicklung aller vier Bereiche ermöglicht,
so Tietz, unternehmerischen Erfolg. Zahlreiche Beispiele und
lustige Illustrationen unterstützen seine informativen
Ausführungen, die zusammengefasst ein hervorragendes
Motivationsbuch ergeben.
Unternehmerisch denkende Mitarbeiter,
Unternehmensentwicklung auf ganzheitlicher Basis - das sind
Themen, mit denen sich der Autor befasst. So steht der Umgang
mit dem Menschen für ihn immer im Mittelpunkt, denn:
"Wenn wir für die Herausforderungen dieses Jahrtausends
fit sein wollen, sind eigenverantwortliche, selbstbestimmte
Menschen die absolute Basisforderung: Menschen, die bereit
sind, Vereinbarungen zu treffen und diese Regeln und Absprachen
auch einzulösen, Menschen, die sich in allen Lebensbereichen
gerne und freiwillig engagieren. Und Menschen als Führungskräfte,
die diese Eigenverantwortung ihrer Mitarbeiter nicht nur tolerieren,
sondern aktiv fördern und fordern."
Und wie erreicht nun ein Unternehmer,
dass sich seine Mitarbeiter zuständig fühlen für
Angelegenheiten der Firma? Auch darauf gibt Tietz Antworten.
Die Entwicklung einer klaren, wahrhaftigen und verantwortungsbewussten
Unternehmenskultur ist dabei elementarer Bestandteil positiver
Veränderungen. Tietz erläutert konkret und ausführlich,
wie dies konzipiert und umgesetzt werden kann, wie Veränderungsprozesse
in der Praxis vollzogen werden können. Die Besonderheiten
der dabei erfolgenden Kommunikation zwischen Unternehmensführung
und Mitarbeitern thematisiert er gewinnbringend. Dazu greift
er unter anderem motivationspsychologische Aspekte auf, wie
den Einfluss von Visionen auf das Verhalten all jener, die
an einem Unternehmen beteiligt sind. Eine wichtige Erkenntnis
des Autors ist zum Beispiel: "Wer Menschen unterfordert,
nimmt ihnen die Möglichkeit, stolz auf sich zu sein.
Nichts motiviert mehr zu Verantwortung als der eigene Erfolg."
Der Autor gibt im weiteren
ganz konkrete Anregungen, wie das zwischenmenschliche Klima
in der Firma und damit die Motivation zum verantwortungsbewussten
Erfüllen anstehender Aufgaben verbessert werden kann.
Wenn Mitarbeiter zu Mitunternehmern werden, so Tietz, ist
ein wichtiger Schritt hin zu einem, für alle Beteiligten
gewinnbringenden modernen Management erreicht.
Nach diversen personalpolitischen Erwägungen widmet sich
der Autor schließlich auch der Optimierung der Prozesssteuerung,
der Handlungsabläufe in einer Firma, verliert dabei aber
nie den Blick auf den Menschen. In diesem Bereich frischt
er Basiswissen der Betriebswirtschaftslehre auf und verknüpft
es mit Erfahrungen aus der Praxis.
"Wer außen
gut sein will, muss zuerst innen exzellent sein."
- diesen Gedanken greift Tietz an mehreren Stellen im Buch
immer wieder auf und weist so darauf hin, dass eine Firma
nur dann ein gutes Image haben kann, wenn auch ihre Mitarbeiter
zufrieden sind. Tietz geht davon aus: Wünscht sich ein
Unternehmer mehr Eigenverantwortung der Mitarbeiter, so sollte
er sein Augenmerk auf die gemeinsame Entwicklung von Visionen,
auf sinnvolles Ideenmanagement, auf anspruchsvolle Führungs-
und Unternehmenskonzepte und auf Mitarbeiter, die dürfen,
können und wollen, legen.
Nicht zuletzt beschäftigt
sich Tietz mit den Erwartungen von Kunden und wie man mit
diesen Erwartungen umgeht, zum Beispiel im Rahmen des sensiblen
Bereiches Beschwerdemanagement.
Immer wieder sind im Text Fragen gelistet, die helfen können,
die Situation in der eigenen Firma abzuchecken.
Tietz greift in seinem handlichen Buch Themen auf, die bereits
seit den 80-er Jahren diskutiert werden und auch schon publiziert
wurden. Die Praxis zeigt jedoch, dass viele der angesprochenen
Elemente zwar sinnvoll, logisch und elementar sind, allerdings
in noch zu wenigen Köpfen und Unternehmen Anwendung finden.
Somit lohnt sich die Lektüre dieser Praxisfibel allemal.
(©
2004 Cornelia Eichner für all-around-new-books.de)
******************************************************************************
Sie
haben das Buch gelesen und wollen einen Kommentar abgeben?
Dann bitte hier
entlang ... |