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Verlagsinfo:
Was läuft in unserer Gesellschaft, in den Familien, bei
den einzelnen Menschen wirklich ab? Wir haben ein unbehagliches
Gefühl, dass manches nicht mehr stimmt und aus dem Lot
geraten ist. Aber die Ursachen, von Einzelnen häufig
gut erkannt, sind in der Öffentlichkeit tabuisiert. Ist
– wie vor 50 Jahren – erst die nachfolgende Generation
in der Lage, die gegenwärtige Situation zu erfassen?
Lassen sich die heutigen Erscheinungen eines kulturellen,
wirtschaftlichen und politischen Niedergangs, des Sinnverlustes
und der Orientierungslosigkeit vieler Menschen, allein als
urtypische Dekadenz eines schlaff gewordenen Schlaraffenlandes
umschreiben?
Nein. Ist es auch
Wahnsinn, so hat es doch Methode: Kollektiverziehung wird
unbeeindruckt durch die verheerenden Misserfolge dennoch als
Modell der Zukunft installiert, die Männer werden feministisch
abgehalftert und die Frauen zu Männinnen aufgeplustert.
Sex und Perversionen werden Kindern als Lebensziel angepriesen,
statt sie vor der Zerstörung ihrer Persönlichkeit,
die mit dem vermeintlich gewonnenen Lustgewinn einhergeht,
zu warnen und zu schützen.
Die
bekannte Psychotherapeutin Christa Meves beschreibt in ihrem
neuesten Buch „Verführt, Manipuliert, Pervertiert“
Hintergründe dieser modischen Irrlehren und wartet mit
konstruktiven Vorschlägen auf. Sie analysiert das heute
gängige Bild, dass von dem Mann, der Frau, der Familie,
der Jugend und der Erziehung, vermittelt wird. Deutlich zeigt
sie die Ursachen der Fehlentwicklungen auf. Sie bestätigen
die Richtigkeit ihres Ansatzes. Denn vor mehr als 30 Jahren
hat sie die sich heute abzeichnende Situation prognostiziert.
Dem
Leser werden verständlich die Folgen verdeutlicht, weil
die Ursachen aufgedeckt und beschrieben werden. Die Autorin
bleibt aber nicht stehen im Aufzeigen der Fehlentwicklungen,
sondern sie zeigt auch auf, was getan werden kann, um dieser
Entwicklung Herr zu werden. So stellt dieses Buch einen wertvollen
Diskussionsbeitrag dar, wenn wir nicht ratlos vor all den
Phänomenen, der gescheiterten Familien, der Aggressivität
und Orientierungslosigkeit kapitulieren wollen.
(©
2003 Resch Verlag)
Buchbesprechung
- Rezension:
Aus dem Vorwort:
"Die Bevölkerung in Deutschland
ist in den vergangenen Monaten erschreckt aus dem Schlaf getäuschter
Sicherheit erwacht. Es ist den Menschen hierzulande bewusst
geworden: Es geht in rasantem Tempo abwärts - es geht
an ihr Portemonnaie. Aber kaum einmal wird dieses Faktum durch
eine tiefer greifende Analyse hinterfragt. [...]
Die Wurzeln des Übels aufzuspüren und von dort eine
Änderung einzuläuten - das wird mit einer beispiellosen
allseitigen Verdrängung in der Öffentlichkeit vermieden."
Zur
Autorin:
Christa Meves studierte Germanistik, Geografie
und Philosophie. Nach dem Staatsexamen absolvierte sie ein
zusätzliches Studium der Psychologie und eine Fachausbildung
im Psychotherapeutischen Institut in Hannover und Göttingen.
Sie ist frei praktizierende Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin
in Uelzen. Christa Meves wagt es seit 35 Jahren, wider den
Stachel zu löcken: Sie nennt zeitgeistige Verirrungen
beim Namen.
Das
Buch:
Die Kapitelüberschriften lauten:
Familie in der Krise
Der abgehalfterte Mann und seine Benachteiligungen
Die von sich selbst entfremdete Frau
Die verführte Jugend
Make love, not war
Schule in der Sackgasse
Grundlagen einer konstruktiven Veränderung
Es gibt eine Hierarchie der Werte. So ist etwa
die Kunst Mozarts äonenweit entfernt von der sogenannten
Techno"musik", deren Hervorbringungen bekanntlich
auf Dauer nur von Drogenkonsumenten ertragen werden.
An die real existierenden Werte wird seit Jahrzehnten die
Axt angelegt. In einer Zeit, in der Relativierung und Verkehrung
seit Dezennien betrieben wird, in der die Fundamente der Gesellschaft
angefault sind, in der sowohl in Politik wie auch in Wirtschaft
Gestalten das Sagen haben, die ein Friedrich der Große
noch nicht einmal als Kloakenräumer um sich geduldet
hätte - Friedrich der Große bezeichnete sich als
erster Diener des Staates und er lebte danach -, erscheint
Christa Meves als Mahner.
Vor
dreißig Jahren machten sich einschlägige Kreise
lustig über sie. Jetzt, wo wir einen Bundespräsidenten
hinter uns haben, der in seinem Bundesland öffentlich
Gesamtschulen predigte, aber sein eigenes Kind auf eine Privatschule
schickte, bekommen wir genau die Früchte, vor denen Christa
Meves seit 35 Jahren warnt.
Zitat,
Seite 147/148:
"Vorrang von Egoismus, Überorganisation und Ideologie
taugen nicht als Sachwalter der Kinder. [...]
Aber das Kind wird als Individuum geboren mit vielfältigen
unterschiedlichen Begabungen, die sich nicht einfach über
einen Kamm scheren lassen. [...] Es taugt nichts, wenn man
nach Rasenmähermanier versucht, alle Kinderhirne gleichzuschalten.
Geht es erst recht der rot-roten Regierung in Berlin um eine
verstärkte Realisierung dieser Ideologie via Schulvereinheitlichung?
Das muss auch anhand des neu aufbrandenden Kulturkampfes gefragt
werden; denn hier soll den 120 evangelischen und katholischen
Privatschulen der Zuschuss dergestalt gemindert werden, dass
die freien Schulträger künftig mehr als 40 % der
Kosten selbst aufzubringen haben, und das, obgleich jeder
der 16.000 Privatschüler für Berlin ca. 2300 Euro
billiger ist als ein Schüler auf einer staatlichen Schule."
Christa Meves ist gegen Krippenbetreuung und gegen Gesamtschulerziehung.
Sie plädiert für die Restitution des Musischen.
Ihre Thesen sind nicht neu, sie bringt sie seit dreißig
Jahren vor.
Christa Meves begründet hier ihre Thesen mit den Ergebnissen
aus der modernen amerikanischen Hirnforschung, die sie ausführlich
darstellt.
Im
Kapitel "Grundlagen einer konstruktiven Veränderung"
referiert sie die neuesten, wissenschaftlich gesicherten Ergebnisse
der Hirnforschung: "Die Hirnforschung unterstreicht
die Gewichtigkeit der Voraussetzung zu einer stabilen Sozialisation
und geistigen Leistungsfähigkeit besonders in statu nascendi
des Gehirns. Daraus hat man in den USA die Notwendigkeit einer
breitflächigen Information der Bevölkerung und präventiver
Maßnahmen durch die zuständigen Behörden abgeleitet.
In Deutschland gibt es dafür bisher aber kaum einen Ansatz."
(Seite 182)
Christa
Meves kritisiert an der Psychoanalyse den mangelnden Bezug
zur Transzendenz, zitiert John Horgan: "Mehr als 50
Jahre nach Freud gibt es noch immer keine schlüssigen
Beweise dafür, dass die Psychoanalyse als therapeutisches
Verfahren dem Gesundbeten überlegen wäre."
Sie
erwähnt den Weg des Victor Frankls, Vater der Logotherapie.
Die Bedeutung der Suche nach Sinn/Transzendenz ist seit Frankl,
Abraham Maslow - in seiner berühmten Bedürfnispyramide
die höchste Ebene! - allgemein bekannt. Erinnert sei
an C. G. Jungs berühmtes Diktum: "Gegen Spiritus
hilft nur Spiritus." (Wortspiel. Einmal Spiritus
im Wortsinne als Flüssigkeit und dann Spiritus im Sinne
des Lateinischen: Geist, Sinnhaftigkeit, Transzendenz.)
Die heilende Wirkung der Transzendenz durchzieht auch
das gesamte Werk von Stanislav Grof, genannt sei nur "Geburt,
Tod und Transzendenz".
Bewertung:
Pflichtlektüre.
Was vor 35 Jahren ins Rutschen kam, hat inzwischen im freien
Fall nach unten Mainstream erreicht. Kaum noch jemand bemerkt,
in welcher desolaten Situation wir uns befinden. Noch weniger
erkennen die Ursachen.
Christa Meves: "Vielen der jungen Meinungsmacher unserer
Mediendiktatur fehlt offenbar jeglicher Ansatz dazu, die tieferen
Zusammenhänge zu durchschauen. Die Älteren, die
ihren Aufstieg in die Machtpositionen ihrem Einsatz für
die Verwirklichung der linken Ideologie verdanken, machen
verständlicherweise fest die Augen zu; denn die Situation
klar zu erfassen käme einem Eingestehen ihrer Mitwirkung
am Niedergang unserer Republik gleich."
Wen
ein dunkles Ahnen beschleicht ob des Niedergangs unserer Republik,
der ist mit Christa Meves gut beraten. Eine erklärte
Konservative warnt und zeigt mögliche Auswege.
(©
2004 Holger Roehlig für all-around-new-books.de)
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