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Sonstiges

Wenn Mama früh zur Arbeit geht ...
Wie Frauen Familie und Beruf unter einen Hut bekommen

Autorin: Cornelia Eichner

Taschenbuch, 143 Seiten
erschienen: Oktober 2003
Knaur
ISBN: 3426668327
Preis: 12,90 Euro

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Rückentext:
Berufstätige Mütter sind ganz schön im Stress. Cornelia Eichner zeigt mit wirklich handfesten Tipps, wie dieses »Doppelleben« erfolgreich gemeistert werden kann, ohne dass das Kind darunter leidet. Mit vielen Adressen, Checklisten und großem Serviceteil.

(© 2003 Knaur Verlag)


Textauszug (Vorwort):

Rabenmutter oder Superweib? Ein paar Worte vorab.

Hallo, mein Name ist Cornelia Eichner. Ich bin selbst berufstätige Mutter und stehe dazu. Denn: Ich habe eine gute Ausbildung in einem Beruf, der mir Freude macht. Meine Tochter weiß das. Und sie weiß auch, dass ich sie über alles liebe.
Noch immer werden vor allem berufstätige Mütter schnell abgeurteilt: Rabenmutter werden sie genannt, doch Superweib sollten sie sein. Der Vergleich mit der eierlegenden Wollmilchsau liegt nicht fern, will man erfassen, wie eine Mutter sein sollte. Doch wie kommt jemand dazu, ein menschliches Wesen Rabenmutter zu nennen?

Raben galten schon immer als mystische Wesen, da sie unheimlich klug wirken und es vermögen, die menschliche Stimme erstaunlich gut nachzuahmen. Außerdem werden sie in einigen Völkern als Begleiter der Götter verehrt. Und: sie verbergen und verstecken gern etwas - ähnlich wie Elstern. Sie sind sehr soziale Wesen, manchmal launisch, oftmals witzig und verschlagen. Sie sind neugierig aber auch vorsichtig. Wunderschön: Auch für Raben gibt es die große Liebe, hat sich ein Paar gefunden, bleiben sie sich ein Leben lang treu. Romantisch, nicht wahr? Aber es kommt noch besser: Beide Rabeneltern kümmern sich um ihre Jungen und um den Nestbau. Ich denke, einige von uns sind nun endgültig neidisch, oder irre ich mich? Die Aussage, dass manche Menscheneltern Rabeneltern seien, soll daher kommen, dass Raben ihren flug-faulen Nachwuchs aus dem Nest stupsen - damit die Kleinen endlich in die Gänge kommen und zu fliegen beginnen.

Das Klischee einer Rabenmutter ist nun also endlich aus der Mode. Wer noch davon spricht, eine berufstätige Mutter sei automatisch Rabenmutter, sollte zurück in seine Mottenkiste krabbeln. Fest steht: Kinder brauchen Mütter und Väter, die nicht nur liebevoll sind, sondern die auch ihre Frau, die ihren Mann stehen, die mit Erfolgen und mit Misserfolgen umgehen können, die ihr Leben und ihr Glück selbst bestimmen und damit gutes Vorbild sind. Sie brauchen Menschen beiderlei Geschlechts, an denen sie sich orientieren können. Der Mythos, es sei ausschließlich Sinn und Aufgabe der Frau, Mutter zu sein, wird nun hoffentlich wieder dahin gesteckt, wo er hin gehört: In schon benannte Mottenkiste. Denn erstens bedeutet Frausein mehr als Muttersein, zweitens sind schließlich zwei Menschen an der Entstehung eines Kindes beteiligt, also liegt auch die Verantwortung für seine Entwicklung nach der Geburt im Interesse beider.

Egal, wie Sie Ihr Leben gestalten, eines sollten wir dabei nie vergessen: Von uns lernen Kinder auch, welche Rolle sie später als Mutter oder Vater einnehmen. Wir prägen also mit unserem Verhalten die Zukunft und das Glück nachfolgender Generationen.
Im Anschluss will ich Ihnen berichten, wie man das denn ganz praktisch macht: Elternsein und Berufstätigkeit miteinander verbinden - möglichst ohne völlig im Chaos unterzugehen und dabei graue Haare zu bekommen.
Ganz an den Anfang stelle ich dazu unsere Bedürfnisse, denn aus ihnen erwächst unser Verhalten. Das kann ganz einfach bedeuten, dass wir uns ernähren wollen und damit für unseren Lebensunterhalt sorgen müssen. Das bedeutet aber auch eine Sehnsucht nach Liebe, Anerkennung, Zärtlichkeit, ausreichend Schlaf, Angstfreiheit und Selbstverwirklichung. All diese Bedürfnisse sowie deren Befriedigung werden heftig durcheinander gewirbelt, wenn ein Kind in unser Leben einzieht. Eine große Aufgabe haben Sie vor sich, wenn Sie beginnen, Ihre Elternschaft mit einer Berufstätigkeit zu verbinden. Deshalb: Gehen Sie es rechtzeitig und langsam an!
Die ersten Vorbereitungen können schon während der Schwangerschaft getroffen werden. So können Sie sich schon überlegen, welche Betreuungseinrichtungen Sie nutzen wollen, wenn es früh morgens außer Haus geht. Die breite Palette der Möglichkeiten stelle ich Ihnen in diesem Buch vor. Ist Ihr Kind gut untergebracht, gilt es, unter neuen Voraussetzungen im Job zurecht zu kommen. Spielt der Arbeitgeber mit, wenn Sie Teilzeit arbeiten wollen oder täglich pünktlich gehen müssen, weil es sonst mit der Betreuungseinrichtung nicht zu vereinbaren ist?
Haben Sie schließlich nach dem Job Ihr Kind aus der Einrichtung oder von der Tagesmutter geholt, beginnt Ihre nächste Schicht: Ihre Familie braucht Sie, sei es zum Essen kochen, Abwaschen oder zum Reden, Lachen, Weinen. Wenn Sie so jeden Tag alles unter einen Hut gebracht haben, werden Sie am Abend reichlich groggy sein. Da tut ein wenig Entspannung gut. Deshalb ist diesem Thema ebenso ein Kapitel gewidmet, wie der Auseinandersetzung mit der neuen oder alten Liebe. Einige Hinweise zu rechtlichen Dingen und viele, viele Adressen möchte ich Ihnen abschließend mit auf den Weg geben. Dafür stelle ich Ihnen meine eigenen Erfahrungen und Erkenntnisse, aber auch jene von Freund(inn)en und Klienten zur Verfügung. Sollte doch noch eine Frage offen sein und Ihnen schwer im Magen liegen, mailen Sie mir: Cornelia Eichner.


Inhaltsverzeichnis:

1. Kapitel: Ich, Du, Er, Sie, Es – Bedürfnisse hat jede(r)

  • Notwendigkeit der Berufstätigkeit von Müttern
  • Pro und Kontra: berufstätige Mütter. Auch Mama und Papa haben sie – ein ganzer Katalog voller Bedürfnisse
  • Und wo bleibe ich? oder: Haben Alleinerziehende auch Bedürfnisse?
  • Vermutungen und Erwartungen: Ich will, dass Du willst?
  • Angst fressen Seele auf – die Sache mit dem Selbstzweifel
  • Du bist Schuld: Gute Mutter – schlechte Mutter
  • Ich bin ich und Du bist Du
  • Das brauche ich zum Glücklichsein – ein kleiner Test
  • Die Karten aufdecken – ein gemeinsames Spiel ums Glück
  • Das Blitzlicht
  • Der Lebenszeitansatz
  • Rollenspiele

2. Kapitel: Die ersten Monate mit dem neuen Erdenbürger

  • Die Entwicklung des Kindes
  • Ein Rhythmus, mit dem man mit muss: Schlafen und Wachen
  • Mutter und Kind: von Anfang an ein starkes Team
  • Keine Lust auf Isolation
  • Unterwegs mit Baby

3. Kapitel: Zur Einstimmung

  • Vorbereitung schon in der Schwangerschaft
  • Man kann sich dran gewöhnen
  • Selbständiges Spiel: Die Arbeit des Kindes – Zeit für mich
  • Wartezeiten: Spiele gegen Frust
  • Trennungen üben
  • Vertrauen und Sicherheit entwickeln sich

4. Kapitel: Familienalltag & Familienmanagement: Gemeinsam geht alles leichter

  • Aktiv mit Kleinkindern
  • Hausarbeit: Ganzheitliche Förderung für Jungen und Mädchen
  • Teamsitzung
  • Bedürfnisse erkennen, Prioritäten setzen, Ziele realisieren
  • "Mensch ärgere Dich nicht!" – spielerische Aufgabenverteilung
  • Workout-feeling: Freiraum ist wichtig
  • Punkte sammeln: Gemeinsam Belohnen
  • Der Weg ist das Ziel: Perfektion ist langweilig!
  • Großer Einkauf – ein Kinderspiel
  • Gemeinsam Essen kochen abgeschaut: Kochduell
  • Keine Chance dem burn-out!
  • Workout-Party gemeinsam!
  • Familie ist mehr als die Summe ihrer Mitglieder
  • Geben Sie Kontra!

5. Kapitel: Betreuungsformen – privat oder öffentlich?

  • Wie viel Menschen braucht mein Kind
  • Mama und Papa
  • Auch der (Ex-)Partner darf – nach Absprache
  • Oma, Opa, Leihoma
  • Freunde
  • Krabbelgruppen, Elternkindgruppen: Finden, Auswählen, Gründen
  • Elterninitiativen: Finden, Auswählen, Gründen
  • Tagesmütter, Kindermädchen, Au pair: Finden und Auswählen
  • Kinderkrippe – Das arme Kind?
  • Kindergarten, Kindertagesstätte: Waldorf, Montessori, Kirche oder was?
  • Test: Welche Einrichtung passt zu uns?
  • Checkliste: Was gibt es zu bedenken?
  • Schuleintritt – Was nun?
  • Ganztagsschulen, Horte
  • Der maßgeschneiderte Betreuungsmix – ein Netzwerk
  • Gegen die Unsicherheit – ein Betreuungsplan

6. Kapitel: Wenn Mama früh zur Arbeit geht

  • Möglichkeit der Berufstätigkeit von Müttern
  • Wiedereinstieg – Häppchenweise
  • Arbeitszeitmodelle: Heim-, Tele-, Teilzeit-, Vollzeit-, Gleitzeitarbeit
  • Familiengerechter Arbeitsplatz
  • Mobbing
  • Eltern sind besondere Arbeitnehmer
  • Wenn das Kind mal krank wird
  • Kind auf Entdeckungsreise: Mit Mama on Tour


7. Kapitel: Immer dieser Stress – wir entspannen gemeinsam

  • Entspannung von Familienkrisen
  • Auszeit – Wenn alles nervt: Abwarten, Spazieren gehen, Tee trinken
  • Autogenes Training
  • Atemtechnik
  • Phantasiereisen
  • Alt bewährt: Sport, Kunst, frische Luft
  • Mutter-, Vater-, Kindkur, Familienurlaub
  • und noch: Volkshochschulen, Akademien, Krankenkassen

8. Kapitel: Familie und Partnerschaft

  • Alles wird anders
  • Die Zeit läuft davon: Immer mal innehalten!
  • Freiraum zu zweit planen
  • Supervision und Familienberatung

Kapitel 9: Alles was Recht ist – auch der kleinen Geldbörse

  • Betreuungsunterhalt, Kindergeld + Co.
  • Hilfen zur Erziehung: Das Jugendamt gibt Rat und Tat
  • Elternzeit
  • Mutterschutz
  • Arbeitsrecht, Arbeitsförderung
  • Kinder und Rente
  • Auch der (oder die) Ex hat Rechte – und Pflichten
  • Stillen öffentlich und am Arbeitsplatz
  • Sozialberatung, Familienberatung etc.
  • Schwangerschafts(konflikt)beratung

Anhang
Adressen, Kontakte, Informationen

Text: © Cornelia Eichner

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