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Inhalt:
Nach über 30jähriger
Forschungstätigkeit in Bonn im Bereich Außen- und
Sicherheitspolitik setzt sich der Politologe Henrik Bischof
(Jahrgang 1934) als freier Publizist kritisch mit der politischen
Philosophie des Westens nach dem Kalten Krieg auseinander.
Hintergrund seiner Analyse ist eine Einschätzung der
internationalen politischen Lage zur Jahrtausendwende, wobei
Fragen aufgeworfen werden wie:
- Greifen die Postulate "Demokratie",
"Menschenrechte" und "Freie Marktwirtschaft"
heute ins Leere?
- Geht es bei dem viel apostrophierten
"Kampf der Kulturen" um eine Projektion eigener
Schwachpunkte?
- Wohin führt eine Politik
ohne Ethik und Moral?
- Gibt es eine Alternative
zur Manipulation durch Wirtschaft und Medien, die im "christlichen
Abendland" an die Stelle der jahrhundertelangen Manipulation
durch die Kirche getreten ist?
(©
2000 Henrik Bischof)
Zum
Autor:
Der Politologe Henrik Bischof wurde am 28.11.1934 geboren,
ist verheiratet, hat zwei Kinder und lebt in Bonn. Er sagt
von sich selbst, sein unerkanntes Talent sei das Zuhören,
sein schönster Charakterfehler die Neugier. Politik
ohne Werte ist sein erstes Buch.
Fazit:
"Eine Bilanz zur Jahrtausendwende" lautet der Untertitel
zur Analyse der internationalen politischen Lage am Ende des
zweiten Jahrtausends und zu Beginn des dritten Jahrtausends.
Der Autor blickt auf eine langjährige Erfahrung im Bereich
der Forschung der Disziplinen Außen- und Sicherheitspolitik
zurück. Er beschäftigt sich mit den Fragestellungen,
ob die Begriffe "Demokratie", "Menschenrechte"
oder "Freie Marktwirtschaft" nur Worthülsen
oder realiserte Thesen sind; er betrachtet kritisch die Frage,
was aus einer Politik erwachsen soll, die keiner Ethik und
Moral gehorcht bzw. diese nicht vermittelt.
Er will kein neues Modell aufzeigen, welches anstelle des
abgelösten "bipolaren Weltsystems" nach dem
Ende des Kalten Krieges getreten ist. Vielmehr möchte
er ein Verständnis schaffen für die globalen Zusammenhänge
zwischen den einzelnen "Größen" wie Wirtschaft,
Politik, Religion und Kultur. Dies beschreibt er aus europäischer
Sicht, ohne die Objektivität zu verlieren bzw. seine
subjektive Meinung unterschwellig zu vermitteln.
Neben der historischen Aufbereitung der politischen Strömungen
und Tendenzen, dem Aufzeigen des Funktionierens der Weltpolitik,
dem Sieg des Westens über den "real existierenden
Sozialismus" gehören auch die Darstellung des Westens
in einer multipolaren Welt, deren Konfliktherde sowie das
Thema Internationale Sicherheit zu den behandelten Themengebieten.
Die
Geschehnisse des 11. Septembers werden zwar nicht vorhergesagt,
aber die Beschreibung des existierenden Feindbilds zwischen
dem Westen und dem sog. Fundamentalismus in den islamischen
Ländern lassen die tiefe Unkenntnis und auch die (stellenweise)
Ignoranz des Westens erahnen.
Nicht
nur wegen der aktuellen politischen Lage bzgl. des "Kampf(es)
gegen den Terror", sondern auch dank der überaus
eloquenten Deskription der Strukturen und der geschichtlichen
Entwicklung der "neuzeitlichen" Politik ist dieses
Buch ein lesenswertes.
(©
2002 Uwe Lamacz für all-around-new-books.de)
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