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Jetzt bestellen: "Was ich noch vergessen wollte" von Peter Ensikat
 

Wirtschaft, Politik & Zeitgeschichte

Was ich noch vergessen wollte

Autor: Peter Ensikat

gebunden mit Schutzumschlag, 285 Seiten
erschienen: 14.09.2000
Blessing
ISBN: 3-89667-152-9
Preis: 21,00 Euro
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Inhalt:
Der Autor, der über dreißig Jahre lang die Kabarettszene der DDR maßgeblich geprägt hat, stellt satirische Gedanken an über den dahingegangenen Staat und fragt sich, was alles er vergessen und verdrängen muss, um zu überleben: "Als Ehemaliger aus der Ehe-maligen versuche ich mich an meine ehemalige Vergangenheit zu erinnern. Auch an das, was ich eigentlich vergessen wollte: Wie wenig Widerstand und wie viel Anpassung da war und - das wollen wir nicht vergessen - noch immer ist."

Wie stark das SED-Regime prägend in sein Leben eingegriffen hat, wird Peter Ensikat erst richtig bewusst, je länger das Jahr 1989 zurückliegt. Sein Leben damals und ehute, seine Reflexionen über das Gewesene und das Kommende sind Themen seines neuen Buches:

"Wir haben viel lernen müssen in den letzten zehn Jahren, viel mehr, als uns lieb ist. Was Mülltrennung ist, weiß der Ostdeutsche in-zwischen genauso gut wie der Westdeutsche. Auch den Lehrsatz des 'Ludwig Erhard' Pythagoras vom Preis-Leistungs-Verhältnis haben wir verinnerlicht. Sogar ein gewisses Demokratieverständnis haben wir entwickelt. Die Überzeugung, dass nicht alles schlecht war in der DDR, haben wir erst gewonnen, nachdem wir hatten fest-stellen müssen, dass nicht alles gut ist in der Bundesrepublik. Nach der großen Vergessensleistung in den ersten Jahren nach dem Fall der DDR kommen jetzt Erinnerungen zurück, die wir längst verarbei-tet zu haben glaubten. Manche sind schön, also willkommen. Andere kommen wie ungebetene Gäste, mit denen man längst fertig zu sein geglaubt hatte, trotzdem immer wieder. Und dann kommt zu dem eigenen schlechten Gewissen der Neid auf die Altbundesbürger mit ihrem unerschütterlich guten Gewissen. Nein, es war nicht alles komisch in der DDR. Aber anders, als es in den Stasi-Akten steht, war fast alles."

(© 2000 Karl Blessing Verlag)

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