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Inhalt:
Der Autor, der über
dreißig Jahre lang die Kabarettszene der DDR maßgeblich
geprägt hat, stellt satirische Gedanken an über
den dahingegangenen Staat und fragt sich, was alles er vergessen
und verdrängen muss, um zu überleben: "Als
Ehemaliger aus der Ehe-maligen versuche ich mich an meine
ehemalige Vergangenheit zu erinnern. Auch an das, was ich
eigentlich vergessen wollte: Wie wenig Widerstand und wie
viel Anpassung da war und - das wollen wir nicht vergessen
- noch immer ist."
Wie stark das SED-Regime prägend
in sein Leben eingegriffen hat, wird Peter Ensikat erst richtig
bewusst, je länger das Jahr 1989 zurückliegt. Sein
Leben damals und ehute, seine Reflexionen über das Gewesene
und das Kommende sind Themen seines neuen Buches:
"Wir haben viel lernen
müssen in den letzten zehn Jahren, viel mehr, als uns
lieb ist. Was Mülltrennung ist, weiß der Ostdeutsche
in-zwischen genauso gut wie der Westdeutsche. Auch den Lehrsatz
des 'Ludwig Erhard' Pythagoras vom Preis-Leistungs-Verhältnis
haben wir verinnerlicht. Sogar ein gewisses Demokratieverständnis
haben wir entwickelt. Die Überzeugung, dass nicht alles
schlecht war in der DDR, haben wir erst gewonnen, nachdem
wir hatten fest-stellen müssen, dass nicht alles gut
ist in der Bundesrepublik. Nach der großen Vergessensleistung
in den ersten Jahren nach dem Fall der DDR kommen jetzt Erinnerungen
zurück, die wir längst verarbei-tet zu haben glaubten.
Manche sind schön, also willkommen. Andere kommen wie
ungebetene Gäste, mit denen man längst fertig zu
sein geglaubt hatte, trotzdem immer wieder. Und dann kommt
zu dem eigenen schlechten Gewissen der Neid auf die Altbundesbürger
mit ihrem unerschütterlich guten Gewissen. Nein, es war
nicht alles komisch in der DDR. Aber anders, als es in den
Stasi-Akten steht, war fast alles."
(©
2000 Karl Blessing Verlag)
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