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Inhalt:
Nach dem tödlichen Verkehrsunfall des kleinen Josh gerät das
Leben der Familie Learner aus den Fugen und droht an dem Schicksalsschlag
zu zerbrechen. Aber auch der Mann, der den Jungen überfuhr
und Fahrerflucht beging, muss mit seinen Schuldgefühlen fertig
werden - soll er sich doch noch zu der Tat bekennen? Ein Alptraum
von Schuld und Sühne nimmt seinen Lauf ....
(© 2001 Goldmann Verlag)
Pressestimmen:
"Selten
wurden drei Leben in der Krise so voller Mitgefühl und Sorgfalt
illustriert - eine tragische und herzzerreißende Geschichte!"
Kirkus Review
"Ein dramatischer und mitreißender Roman." New
York Times
"Subtil
und psychologisch ausgefeilt, fesselnd wie ein Thriller."
Brigitte
Fazit:
Josh, der 10-jährige Sohn von Ethan und Grace Learner, wird
vom Auto Dwight Arnos getötet, der Fahrerflucht begeht. Der
Roman handelt vom Leben danach, der Auseinandersetzung mit
Schuldgefühlen, die alle Beteiligten empfinden, sogar Emma,
die 8-jährige Schwester von Josh.
Jede der Hauptfiguren in Burnham Schwartz Roman darf ihre
Gefühle aus der Perspektive eines eigenständigen Ich-Erzählers
darlegen. Darlegen, nicht entwickeln, denn es passiert in
den 340 Seiten nichts, ausser den gleichen, immer wiederkehrenden
Schuldkomplexen. Die Figuren können nach dem Schock nicht
mehr mit Dritten kommunizieren. Sie leben nicht mehr. Sie
fahren zur Hölle, indem sie in sich selber hinabfahren. Und
sie sind unfähig, ihrem Teufelskreis aus Vorwürfen zu entkommen.
Burnham Schwartz verfolgt sein Romankonzept konsequent - inhaltlich
und literarisch. Inhaltlich, da er dem Leser keine Erleichterung
gönnt und keine unpassenden Aufheiterungen einbaut. Literarisch,
indem er die Vereinsamung durch die drei Ich-Erzähler symbolisiert.
Entsprechend sind die Kapitel durch das ganze Buch nur mit
dem Namen der jeweiligen Person betitelt, die gerade leidet.
"Eine Sekunde nur" ist kein angenehmes Buch und nichts für
Menschen in labiler psychischer Lage. Es ist beklemmend. Aber
es fällt einem trotzdem schwer, das Buch aus der Hand zu legen
- und sei es nur, um darauf zu warten, dass der Tod etwas
von seinem Schrecken verliert, weil man müde wird. Schade
um die schlechten Zeiten.
(©
2001 Philip Schreiterer für all-around-new-books.de)
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