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Rückentext:
Preußen, ein armes, rückständiges und zerrissenes Land, steigt
im 18. Jahrhundert zur europäischen Großmacht auf. Nach der
Vorarbeit Friedrich I., des "Soldatenkönigs", ist dies vor
allem das Werk eines Mannes: Friedrich II., den schon seine
Zeitgenossen "den Großen" nannten.
(©
2000 Bastei Lübbe Verlag)
Fazit:
"Ein
Lebensbild" ist der Untertitel dieser Abhandlung, die zwar
das Leben Friedrich II. beschreibt, jedoch, da sie darüber
hinaus geht, genauso passend als eine kurze Geschichte Preußens
bezeichnet werden kann.
Von Krockow beginnt mit einem Bericht über Friedrich I., seine
Bedeutung für Preußen und die komplizierte Beziehung zu seinem
Sohn Friedrich II., die diesen stark geprägt hat. Es folgt
ein Kapitel über die hauptsächlich von Kriegen gekennzeichnete
Zeit des Landes, in dem viele Fakten aber wenig zur Persönlichkeit
Friedrichs enthalten sind. Dieses Verhältnis ist in den nächsten
beiden Kapiteln recht ausgeglichen. Der abschließende Teil
beschäftigt sich mit Preußens Bedeutung für Deutschland in
Geschichte und Gegenwart und seinem Untergang. Es zeigt, wie
sehr unsere Gesellschaft von diesem Staat geprägt wurde.
So ist dieses Buch sowohl eine Biographie Friedrich II., die
ebenfalls sein Wesen ein wenig beleuchtet und zu erklären
versucht, als auch eine kurze Geschichte Preußens mit Schwerpunkt
auf die Regierungszeit Friedrich II., der als sein prägender
Herrscher gilt.
Auch sprachlich bewegt sich von Krockow an einer Grenze zwischen
populärer Veröffentlichung und einer wissenschaftlichen Abhandlung.
Der Text benötigt zur Aufnahme eine ruhige Umgebung, lässt
sich nicht einfach herunterlesen, muss aber auch nicht erarbeitet
werden. Vor allem im ersten Teil finden sich viele Begriffe
des 18. Jahrhunderts, die, da sie nicht erläutert sind, einige
Passagen leicht unverständlich werden lassen können.
Für den Leser sollte die Absicht, sich kurz über Friedrich
II. und Preußen zu informieren, im Vordergrund stehen, denn
es wird nur das Wichtigste berichtet und dies in einer mehr
wissenschaftlichen als erzählenden Form. So ist der Titel
für einen Einstieg ins Thema nicht ungeeignet.
(© 2002 Stefanie Brink für all-around-new-books.de)
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