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Inhalt:
Sie sind zwischen 1908 und 1914 geboren, die Schwestern von
Hofei. Und so können sie auf ein ganzes Jahrhundert zurückblicken
- ein Jahrhundert, in dem China gravierendere politische und
kulturelle Umwälzungen erfahren hat als je zuvor in seiner
jahrtausendealten Geschichte. In ihren individuellen Lebenswegen
spiegelt sich all das, was für China von heute prägend
war: die alte konfuzianische Ordnung und ihr Zusammenbruch,
die Wirren und Auswüchse der maoistischen Epoche und
schließlich der Übergang zur Moderne. Seit Jung
Changs Welterfolg Wilde Schwäne hat es kein Buch mehr
gegeben, in dem die jüngere Geschichte Chinas so authentisch,
so kompetent und so mitreißend persönlich geschildert
wird.
Ein Buch von der Eleganz einer Kalligraphie und der Fundiertheit
einer historischen Dokumentation.
(©
2003 Karl Blessing Verlag)
Fazit:
Gerade jetzt, da sich China in einem rasenden Wandel befindet,
sollte auch die Geschichte dieses Staates näher in den
Blickpunkt rücken. Mit den Schwestern von Hofei
legt die in Taiwan geborene und in den USA lebende Annping
Chin eine beeindruckende Familiensaga vor. Ihre Geschichte
erstreckt sich von der Kaiserzeit bis in das China des Reformkommunismus.
Die Autorin schafft es, den Leser hautnah an die Personen
und Zeiten heranzuführen. Durch lange Gespräche,
Zeit- und Familiendokumente, Briefe und Tagebücher konnte
sie eine geschichtliche Epoche, wie es sie nie wieder geben
wird, pars pro toto in Buchform konservieren. Sie zeigt auf
380 Seiten ganze Ären an den individuellen Lebenswegen
der Schwestern.
Ein bewegender Roman, der spannend und zugleich mit einem
enormen Blick für das Detail aufwartet. Mitunter wirkt
das Buch etwas zäh – gerade im ersten Teil, bei
der Einführung in die Familienverhältnisse. Auch
durch die Ähnlichkeit der vielen Namen ist es nicht immer
leicht lesbar. Dies sollte aber keinen Interessierten abschrecken,
dieses packende Werk von Annping Chin zu lesen.
Wirklich
ärgerlich sind einige Druckfehler, die bei einem strengeren
Korrektorat vermeidbar gewesen wären.
Wer
Interesse am Reich der Mitte hat, für den ist dieses
Buch neben „Wilde
Schwäne“ von Jung Chang Pflichtlektüre.
Für alle anderen empfehlenswert.
(©
2004 Ulf Großmann für all-around-new-books.de)
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