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Rückentext:
Florenz im August: Die Hitze steht in den Straßen
der Stadt, als Commissario Casini mitten in der Nacht
einen Anruf erhält: In einer der Prunkvillen in
der Via della Piazzola ist eine alte Dame unter mysteriösen
Umständen zu Tode gekommen. Je näher Casini
sich mit dem Fall beschäftigt, um so verworrener
gestaltet sich die Angelegenheit, denn einer der Zeugen
scheint gute Gründe zu haben, die Wahrheit zurückzuhalten
...
Zum
Autor:
Marco
Vichi wurde 1957 in Florenz geboren, wo er auch heute
noch als Schriftsteller lebt. In Italien hat er bereits
zwei Romane um den Florentiner Commissario Casini veröffentlicht,
weitere Folgen sind in Arbeit.
(©
2004 Bastei Lübbe Verlag)
Buchbesprechung
- Rezension:
Ein
heißer Sommer in Florenz
Wie
schön - endlich ein neuer Name aus Italien! Marco
Vichi, einer der jungen" italienischen Krimiautoren,
ist mit seinem ersten Krimi aus seiner Heimatstadt Florenz
jetzt auch auf dem deutschen Markt vertreten.
Das Geheimnis der Signora bildet den Auftakt
zu einer ganzen Reihe, in dessen Mittelpunkt Commissario
Casini steht. Casini ist kein strahlender Brunetti,
sondern ein von den Entwicklungen im Nachkriegs-Italien
(der Roman spielt in den 60-er Jahren) enttäuschter
Freund der kleinen Leute". Seine besten Freunde
sind kleine Kriminelle, die in seinen Augen gar nichts
Gesetzeswidriges getan haben, und Prostituierte. Auch
seine Beziehung" kommt aus dem Milieu.
Die Handlung spielt im heißen Sommer des Jahres
1963. Florenz ist wie ausgestorben, nur Casini langweilt
sich in seinem Büro. Da schreckt ihn der Anruf
der Hausdame der reichen Florentinerin Rebecca Pedretti
Strassen aus seiner Lethargie: Sie vermutet, ihre Arbeitgeberin
sei ermordet worden. Und sie behält Recht. Casini
und sein neuer sardischer Assistent Piras beginnen die
Ermittlungen. Verdächtige sind schnell gefunden,
sie sind vor allem am Vermögen der alten Dame interessiert:
Die Enkel Giulio und Anselmo, eine alte Hauswirtschafterin
und der seltsame Bruder des Toten, Dante. Doch alle
Verdächtigen haben ein felsenfestes Alibi. Außerdem:
Wie sollen sie an die Mordwaffe gekommen sein, eine
seltene exotische Pflanze, die in Italien überhaupt
nicht wächst und gegen die die Signora allergisch
war?
Viel Denk- und Ermittlungsarbeit für Casini, wenig
Action für die Leser. Aber dafür bietet Das
Geheimnis der Signora gute Krimiunterhaltung für
Rätselliebhaber.
Schade ist allerdings, wie wenig Sorgfalt der Verlag
bei der Veröffentlichung hat walten lassen. Der
Name des Übersetzers fehlt und es wimmelt von Druckfehlern,
die teilweise groteske Züge annehmen; so verliert
Commissario Gavino seinen Arm durch eine Miene"!
Hier hat das Lektorat schlampig gearbeitet. So wenig
Aufmerksamkeit hat dieser Roman weiß Gott nicht
verdient!
(©
2005 Ingrid Ickler für all-around-new-books.de)
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