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Roman/Erzählung

Briefe schwimmen über den Rubikon
Liebesgedichte und erotische Geschichten

Autor: George DeRos

Taschenbuch, 172 Seiten
erschienen: Oktober 2003
Books on Demand
ISBN: 3833401036
Preis: 11,90 Euro
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Über das Buch:
Das Buch beinhaltet eine Sammlung einzigartiger erotischer Geschichten voller Gefühle und Stimmungen als Spiegelbild des Menschseins. Feinfühlig, wunderbar erotisch, zärtlich und stilvoll werden Phantasien und Erlebnisse erzählt. Ob es ein Kuss ist, in dem man aufgeht und von Gefühlen übermannt wird, ob Momente des alltäglichen Lebens zärtliche Zuneigung schenken oder ob es Intimitäten sind, an denen man teilhaben darf. Auf unendlich vielfältige Weise werden Liebe, Zärtlichkeit und Erotik ausgedrückt.

(© 2003 George DeRos)

Zum Autor:
George DeRos, 1966 in New York geboren, arbeitete in den letzten Jahren als freischaffender Künstler in Europa. Auf seinen zahl-reichen Reisen inspiriert führte DeRos Tagebuch. Diese wunder-baren Augenblicke, Erlebnisse und Eindrücke seiner – wie er es nennt „jugendlichen Wanderjahre“ – spiegeln sich nun in seinem Werk wider und erschaffen ein sehr persönliches Bild des Autors, seiner Gedanken und Gefühle. Momentan lebt George DeRos mit seiner Muse in Wien und arbeitet an seinem zweiten Buch.


Textauszug:


Unaufhaltsam gen Süden

Viel hatte ich dir nicht verraten, eigentlich nur das Notwendigste. Du solltest einen Koffer packen - besonders warme Kleidung wäre nicht notwendig - deinen Pass mitnehmen und dich von mir um 18 Uhr abholen lassen. Gespannt fragst du mich, wohin es gehen wird, doch ich will die Spannung auskosten und noch auf die Spitze treiben. So fahren wir bis zur Bahnhofsgarage, parken dort und gehen in die Schalterhalle. Du kannst mir leider nicht wirklich behilflich sein bei der Suche nach dem richtigen Bahnsteig, aber ich schaffe es schließlich auch so. Zielstrebig gehen wir in die Etage mit den Bahnsteigen und suchen das richtige Gleis.
Immer neugieriger fragst du mich, wohin die Reise gehen wird, aber eisern behalte ich mein Schweigen bei und spanne dich noch ein wenig auf die Folter. Als wir den Zug nach Florenz gefunden haben, ist es nicht mehr besonders schwer für dich, zu erraten, wohin wir fahren werden.
Verona wolltest du schon immer einmal besuchen. Wir steigen in den Zug ein und es beginnt die Suche nach unseren Plätzen. Wir stellen unser Gepäck ins Abteil und gehen ein wenig im Zug auf und ab, immer auf die Abfahrt wartend. Endlich setzt sich der Zug in Bewegung und wir fahren, langsam aber sicher, in Richtung Süden.
Planung ist das halbe Leben, denke ich mir, und suche in meiner Reisetasche nach der vorsorglich eingepackten Flasche Champagner. Wenn Ordnung die andere Hälfte meines Lebens wäre, würde ich die Flasche schneller finden, denke ich mir, aber der Zug wird ohnehin nicht vor dem nächsten Morgen an unserem Ziel ankommen. Als ich die Gläser aus der Tasche hole, schaust du mich verschmitzt an und lächelst.
Mit einem leicht zischenden Geräusch entströmt der Überdruck und die Flasche ist geöffnet. Ich küsse dich und nach diesem Kuss, in dem die Zeit stehen zu bleiben scheint, stossen wir auf einen schönen Wochenendurlaub an. Nach erneutem kurzen Suchen zaubere ich eine Schüssel mit Erdbeeren aus meiner Tasche hervor, tauche eine davon in mein Champagnerglas und füttere dich damit. Mit einem Kuss beseitige ich die Spuren der Erdbeere von deinem Mund. Meine Hand streichelt deinen Arm, wandert auf deinen Bauch und von dort immer weiter nach oben. Während eines weiteren endlos langen Kusses gleitet meine Hand auf deine Brust und beginnt die empfindliche Spitze zu streicheln. Beinahe selbstständig wandert deine Bluse nach oben und legt deine elfenbeinfarbene Haut frei.
Gierig nehme ich einen Schluck Champagner und lasse ein wenig davon über deine Brust laufen, nur um ihn vorsichtig wieder aufzulecken: Meine Zunge bewegt sich abwärts auf deinen Bauch, über deinen Nabel und wieder zurück zu deiner Brust. Lustvoll neigst du deinen Kopf zurück und genießt meine saugenden Bewegungen an deiner Brust. Wieder tauche ich eine Erdbeere in den Champagner und fahre damit über deinen Bauch und deine Brust. Eine leichte rote Erdbeerspur, der ich willig mit meiner Zunge folge, zieht sich über deinen Körper. Meine Hand wandert nach unten und öffnet deinen Rock, du hebst deine Hüfte und ich streife deinen Rock nach unten, es verschlägt mir die Sprache. Du hast dir, als du vorhin auf der Toilette warst, dein Höschen ausgezogen und deine glatte Scham übt eine magische Anziehungskraft auf mich aus. Deine halterlosen schwarzen Strümpfe bieten einen wunderbaren Anblick auf deiner hellen Haut.
Wieder nehme ich eine Erdbeere und diesmal wandert sie über deine zartglänzende Scham. Als ich sie dir hinhalte, beißt du dir ein Stück ab, den Rest nehme ich gierig in meinen Mund und sauge davon. Mit meiner Zunge schlecke ich die Spuren der Erdbeere zwischen deinen Beinen ab. Lustvoll stöhnst du unter meinen Liebkosungen und deine Scham drängt sich gegen mein Gesicht. Willig und etwas fordernd dringt meine Zunge in deine Scham. Ich unterbreche das Spiel meiner Zunge, um einen Schluck aus dem Glas zu nehmen, und wieder verteile ich ein wenig Champagner auf deiner Haut, diesmal zwischen deinen Beinen. Der Geschmack des Champagner mischt sich mit dem Geschmack deiner Scham und bildet eine köstliche Flüssigkeit, die ich nektargleich gierig trinke.
Du setzt dich auf und befreist mich von meiner Hose, dein Mund und deine Zunge beginnen ein aufreizendes Spiel mit mir. Meinem Beispiel folgend lässt du ein wenig Champagner aus deinen Mund auf dein Spielzeug träufeln. Sofort streicht deine Zunge über meine Haut und fängt den herab laufenden Champagner auf. Deine Zunge fährt an mir entlang nach oben und dein Mund nimmt mich in sich auf. Unglaublich weit nimmst du mich in dir auf, während du an mir saugst. Stöhnend ziehe ich dich zu mir und küsse dich, lege dich auf die Sitzbank und dringe zart und vorsichtig in dich ein. Dein Körper drängt sich jedem meiner Stöße entgegen und wild küsst du mich auf meinen Mund.
Zärtlich erwidere ich deinen Kuss und stoße dich immer fester, während meine Hand wild mit deiner Brust spielt. Nach einer Ewigkeit, in der wir nur aus Lust bestehen, beginnst du leise zu schreien und deine Finger krallen sich in meinen Rücken. Auch ich stöhne und in einem gemeinsamen Höhepunkt vereinigen wir unsere Lust. Endlose Momente später küsst du mich zärtlich und streichelst meinen Rücken, während du mich langsam aus der Umklammerung deiner Beine befreist.
Ich bin mir sicher, dass wir ein wunderbares Wochenende haben werden; und Karten für die Arena hatte ich auch bereits besorgt.


Nächtlicher Appetit

Ich wache in der Nacht auf, weil meine Schulter kalt geworden ist, die Schulter auf der du noch vor kurzer Zeit geschlafen hast. Als du nach ein paar Minuten noch nicht wieder zu mir ins Bett zurückgekommen bist, stehe ich auf und schaue nach dir. In der Küche finde ich dich, der Raum ist nur durch die offene Kühlschranktür erleuchtet, du stehst vor dem Kühlschrank und löffelst ein Joghurt. Deine nackte Haut glänzt im Lichte des Kühlschrankes und du lächelst mich an, als du mich wahrnimmst. Langsam nähere ich mich dir, lege einen Arm um deine Taille, ziehe dich zu mir heran und küsse dich sanft. Ich schmecke das Joghurt von deinen Lippen, gleite mit meiner Zunge sanft über dein Gesicht und verspüre ein Verlangen, mehr von dir zu kosten.
Vorsichtig nehme ich den Joghurtbecher aus deiner Hand, du zuckst leicht zusammen, als ich dir ein wenig Joghurt auf deine nackte Brust leere und das Joghurt von deiner Brust zu essen beginne. Du legst deine Hand sanft auf meinen Kopf und drückst ihn an deine Brust, während ich deine inzwischen hart gewordene Brustwarze von den Joghurtspuren säubere.
Erregtes Atmen belohnt meine Bemühungen und ich gieße noch etwas Joghurt über deinen wundervollen Körper. Ich genieße es, dich mit meiner Zunge abzulecken. Als deine Brust gründlich gesäubert ist, stehe ich auf und küsse dich leidenschaftlich. Du nimmst mir den Becher aus der Hand, dein Finger taucht ein und du verteilst das Joghurt auf meiner Männlichkeit. Mit deinem Mund entfernst du es wieder und spielst mit meinem Körper. Kein Rest Joghurt ist auf mir zu sehen, doch immer noch verwöhnst du mich. Ich ziehe dich zu mir hoch und mit einem zärtlichen Kuss bedanke ich mich bei dir.
Sanft drehe ich dich zur Seite, gieße Joghurt oberhalb deines Gesäßes auf deinen Rücken und schaue gierig zu, wie das Joghurt langsam aber unaufhaltsam nach unten läuft. Es sammelt sich in dem Dreieck, mit dem die Trennlinie deines Gesäßes beginnt, verschwindet in der Spalte und rinnt weiter nach unten.
Gierig küsse ich dich auf das Gesäß, mit beiden Händen spreize ich sanft deine Backen auseinander und beginne mit meiner Zunge das herab geronnene Joghurt zu sammeln. Ich schmecke das Joghurt auf deiner Haut und genieße es. Meine Zunge folgt deinen Konturen, gleitet sanft zwischen deinen Gesäßhälften und spielt erregt mit deinem Körper. Doch auch dieser Körperteil ist viel zu schnell von den Joghurtspuren gesäubert und so drehe ich dich wieder um und setze dich auf die Arbeitsplatte in der Küche. Unaufhaltsam wandert mein Kopf, meine Zunge von deinen Füßen beginnend an deinen Schenkeln entlang in Richtung deines Paradieses. Dort, wo sich deine Schenkel treffen und deine Weiblichkeit ihren Höhepunkt findet, verweilt mein Mund. Gierig zeichnet meine Zunge die Konturen deiner Weiblichkeit nach und dein erregtes Atmen und die in meinen Kopf gekrallten Hände belohnen meine Arbeit
.

(Text: © George DeRos)


Buchbesprechung - Rezension:

Der Rubikon ist der antike Grenzfluss zwischen dem eigentlichen Italien und Gallia Cisalpina in der südlichen Romagna - eine Gegend, die ihren ganz eigenen Reiz hat und viele Besucher durch ihre außergewöhnliche Schönheit und Leichtigkeit begeistert.

Begeistern kann man (frau) sich unbedingt auch für die Liebes-gedichte und erotischen Geschichten, die als "Briefe über den Rubikon" schwimmen. George DeRos beschreibt in seinen Texten die schönste Sache zwischen zwei Menschen mit einer Leichtig-keit, die begeistert, Lust auf mehr macht und nie in Obszönitäten oder pornografisches Milieu abgleitet. Im Gegenteil: Zarte, dabei lustvolle Geschichten erzählt er, immer sinnlich und nie ohne den Schuss Erotik, der noch mehr erahnen lässt, als da geschrieben steht und zugleich doch die eigene Phantasie anregt. Sex ohne Liebe? Das scheint es für ihn nicht zu geben.

Jedes Gedicht, jede Geschichte gleicht einer Liebeserklärung, einem Brief, den man selbst gern als geheimnisvolle Flaschenpost aus dem Rubikon fischen würde oder am Strand angeschwemmt finden möchte. Und so, wie Cäsar einst mit der Überschreitung des Rubikon 49 v. Chr. den Bürgerkrieg herbeiführte, ist es George DeRos gelungen, sich wohltuend hervorzuheben aus dem Einerlei der im Schnellschuss auf den Buchmarkt geworfenen erotischen "Literatur".

(© 2003 Evelyn Schaust-Weber)


Weitere Rezension:

Gedichte und Geschichten, durch Abschnitte gegliedert, bietet der Autor George DeRos dem Leser zum Genuss.
Jedem Abschnitt ist ein Zitat vorangestellt. So kann man zur Einstimmung, vor den Gedichten und Geschichten, unter anderem Sätze von Kafka, Casanova und Blaise Pascal lesen. Und dann kommen die Worte des Autors, der schöne Augenblicke genießen und anderen diese vermitteln kann.

Die Gedichte sind es, die Gefühl und Glück einer Beziehung auszudrücken vermögen, die jedes Poesiealbum zum poetischen Genuss machen würden. Worte, die Kraft und Halt geben können.
Die Geschichten in klarer schnörkelloser Kurzprosa, bieten in ihrer geschlossenen Einfachheit und Ehrlichkeit eine entspannende Lektüre.
Die zurückhaltende Poesie der Texte von George DeRos, die nie ins Pornografische abgleitet, beschreibt die verschiedensten Spielarten der geistigen und körperlichen Liebe als Einheit. Im Park, auf der Terrasse, in der Wanne und an vielen anderen Orten vergnügen sich der Autor und Liebende zum Vergnügen des Lesers. Die Kleinig-keiten, die Alltäglichkeiten der Liebe werden hier zu etwas einmalig Besonderem. Und während man liest, riecht es nach Erotik.
Ein Poesiealbum der Sinnlichkeit, ein Tagebuch der gelebten Lüste.
Und dieses Plädoyer für die Liebe beschließt bezeichnenderweise die Geschichte mit dem Titel „Leben entsteht“.

(© 2003 Carlo Miller für all-around-new-books.de)

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