|
Inhalt:
Das
Wasservolk hat klare Vorgaben: Alle zwei Jahre werden die
Frauen mit einem großen Fest verabschiedet. Sie machen sich
auf den Weg in die entfernten Wälder, um für die Pfahlbausiedlung
Holz zu fällen und mühsam auf den Hüften zurückzutransportieren.
Männer sind nicht erlaubt - so war es schon immer.
Und so wird Erin zu Erin, dem Einzigen, denn er folgt dem
Holzzug, setzt sich gegen härteste Widerstände durch und missachtet
die Bräuche seines Volkes. Abenteuerliches hat er zu bestehen
- zunächst schlägt er sich alleine durch, dann kämpft er beständig
um die Anerkennung der Frauen, wird beinah vom Blitz erschlagen,
erkrankt am Sumpffieber und trifft schließlich auf seinen
Bruder Maning. Allen Gefahren und Unbillen zum Trotz besteht
Erin.
Auch als er heimkehrt, wird er nicht als Unverstandener ausgestoßen,
sondern kann durch das geduldige Erklären und das schrittweise
Heranführen seines Volkes an neue Ideen Neuerungen bewirken.
Männer und Frauen können nun frei entscheiden, ob sie am Holzzug
teilnehmen wollen oder lieber zuhause bleiben, um zu fischen
und zu kochen. Erleichterung beim Holztransport bringt das
Rad, und damit der Bau von Karren - denn Erin und die Frauen
sind auf ihrer Reise einer Gruppe begegnet, die Karren besaßen
und mit gewebten Tüchern bekleidet waren.
Fazit:
Lydia
Rood gelingt mit diesem Abenteuer-Roman aus der Zeit der Pfahlbauer,
den schwierigen Weg eines einzelnen mit dem Umbruch einer
Zeit zu kombinieren und Geschichte so nachvollziehbar für
LeserInnen zu machen. Erin ist ein Neuerer, der Dinge in Frage
stellt und damit Fortschritt bringt. Wie schwierig und langwierig
dies in einer Zeit ist, die von starren Sitten geprägt ist,
beleuchtet "Erin".
(©
2001 Katja Theiß)
******************************************************************************
Sie
haben das Buch gelesen und wollen einen Kommentar abgeben?
Dann bitte hier
entlang ...
|